Der Mölltaler Gletscher liegt in Kärnten bei Flattach, mitten in der hochalpinen Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern. Als einziges Gletscherskigebiet Kärntens bietet er Skibetrieb bis auf 3.122 m und dadurch oft verlässliche Schneebedingungen. Die durchschnittliche jährliche Schneemenge wird mit rund 450 cm angegeben, wichtige Bereiche werden zusätzlich beschneit.
Das Skigebiet umfasst 360 ha, 36 km Skigelände, 16 Pisten und 8 Liftanlagen. Die Aufteilung ist sportlich: etwa 15 % mittelschwere, 58 % anspruchsvolle und 27 % Expertenpisten. Damit passt der Mölltaler Gletscher besonders gut zu geübten Skifahrern, die offene Hänge, rote Pisten und hochalpines Gelände suchen.
Familien finden Skischulen, Verleihangebote und leichtere markierte Abschnitte, sollten das Gebiet aber eher bewusst und nicht als reines Anfängergebiet planen. Starke Argumente sind der bequeme Zugang mit dem Gletscher Express, die Aussicht in den oberen Bereichen, der Snowpark und die Einkehrmöglichkeit im Restaurant Eissee.
Die nächstgelegenen praktischen Flughäfen sind Klagenfurt, Salzburg und München. Mit der Bahn reist man meist bis Mallnitz-Obervellach oder Spittal-Millstättersee und fährt anschließend mit regionalen Bussen oder lokaler öffentlicher Verkehrsanbindung weiter Richtung Flattach und Innerfragant. Der eigentliche Einstieg ins Skigebiet erfolgt über den Gletscher Express, der von der Talstation hinauf in den höher gelegenen Skibereich führt. Mit dem Auto erreicht man die Region in der Regel über Spittal an der Drau, Obervellach und Flattach. Für Familien und Gruppen mit Ausrüstung ist das Auto am bequemsten, während Bahn und Bus eine gute Alternative sein können, wenn die Anschlüsse zu den Betriebszeiten der Bergbahnen passen.
Das Gelände am Mölltaler Gletscher ist hochalpin, offen und sportlich. Der Zugang erfolgt über den Gletscher Express, danach verteilen sich die Pisten rund um Eissee und in Richtung Schareck.
Einsteiger und Familien sollten sich an die leichteren blauen Abschnitte halten und Skischule sowie Verleih nutzen. Das Gebiet ist nicht in erster Linie ein Anfängerrevier, bietet aber geeignete markierte Bereiche für vorsichtiges Herantasten.
Fortgeschrittene Skifahrer finden hier die größte Stärke des Skigebiets. Die roten Pisten eignen sich für zügige Schwünge, Carving und längere Abfahrten in offenem Gelände.
Geübte Fahrer können die schwarzen Pisten und steileren Abschnitte einplanen. Durch 1.922 m Höhenunterschied und die exponierte Lage fühlt sich das Gelände deutlich alpiner an als viele tiefer gelegene Skigebiete.
Für Freestyle gibt es den offiziellen Snowpark mit vier Rails. Er ergänzt das klassische Pistenskifahren und ist ideal, wenn man zwischen längeren Abfahrten etwas Abwechslung sucht.
Besonders eindrucksvoll ist die Landschaft. Die Lage im Nationalpark Hohe Tauern, die offenen Gletscherhänge und die weiten Ausblicke geben dem Skitag einen klaren Hochgebirgscharakter.
Nimm den Gletscher Express möglichst früh. Am Morgen sind die Pisten meist am griffigsten, und du nutzt die ruhigsten Stunden im oberen Bereich.
Für die besten Ausblicke lohnt sich der Bereich Richtung Schareck bei klarem Wetter. Dort wirkt die hochalpine Lage des Mölltaler Gletschers am stärksten.
Plane deine Pause im Restaurant Eissee. Die Panoramaterrasse ist ideal, wenn du nicht nur essen, sondern auch die Aussicht genießen möchtest.
Für einen unkomplizierten Ausklang nach dem Skifahren ist die mölliBAR die naheliegende offizielle Adresse. Sie ist praktisch, ohne dass du noch weit fahren musst.
Sportliche Fahrer sollten rote und schwarze Pisten eher vormittags fahren. Auf einem Gletscher können Wind, Sicht und Schnee im Tagesverlauf schnell wechseln.
Den Snowpark hebst du dir am besten für die Zeit nach ein paar Aufwärmfahrten auf. Dann weißt du, wie schnell der Schnee ist und wie gut die Sicht bleibt.
Nach Neuschnee gilt: Nur geöffnete und gesicherte Bereiche nutzen, wenn du keine passende Ausrüstung und Erfahrung für freies Gelände hast. Der Mölltaler Gletscher ist hochalpin und sollte entsprechend ernst genommen werden.
Wenn du mit Kindern unterwegs bist, setze auf kürzere Ski-Etappen und regelmäßige Pausen. Die Höhe macht den Tag intensiver, auch wenn die Pisten gut präpariert sind.
Zunächst einmal spiegelt die hier veröffentlichte Loipenkarte nicht den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad wider. Zum Beispiel ist Loipe Nr. 9 blau (hier rot) und tatsächlich blau, bis auf den letzten Abschnitt. Die Loipen am höchsten Punkt rechts/oben auf der Karte sind hingegen rot. Die schwarzen L…