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Der Skisport - und was sich im Laufe der Zeit gewandelt hat

21. Juni 2017 | Skiinfo

Der Skisport - und was sich im Laufe der Zeit gewandelt hat- ©fotolia.com © luckybusiness (#94788807)

Der Skisport hat in den letzten Jahrzehnten viele Veränderungen erfahren

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Das Skifahren erfreut sich einer sehr langen Tradition. Bereits vor über viertausend Jahren nutzten die Menschen zwei längliche Bretter, um über Gras oder Wasser zu gleiten und von verschneiten Anhöhen abzufahren. Dies belegen Funde von Brettern und zeichnerische Darstellungen aus Russland und den skandinavischen Ländern. Diese Art der Fortbewegung erleichterte die Jagd oder diente militärischen Zwecken. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Skifahren zum Sport, der vor allem Spass bringen soll. Und seit dem 20. Jahrhundert ist der Skisport weltweit verbreitet und immer noch sehr beliebt.

Daher hat sich seit den Anfängen nicht nur der Bezug zum Skifahren verändert, auch die Ausrüstung und deren Materialien werden stetig weiterentwickelt und an die Bedingungen des Sports angepasst. Mehr Schnelligkeit und Präzision lautet heutzutage die Devise. Und auch die Transportmittel zu den Pisten werden immer komfortabler. Doch wie kam der Skisport in die Alpen? Und wer hat den Skilift erfunden? Wir stellen euch die Entwicklung des Skisports mit all seinen Komponenten vor.


Von Bergregionen in Norwegen in die Schweizer Alpen – Die Anfänge des Skisports

Der heute allgemein geläufige Begriff «Ski» hat skandinavische Wurzeln: Er leitet sich von dem norwegischen Begriff «ski» ab, der so viel wie „gespaltenes Holz, Schneeschuh“ bedeutet. In den skandinavischen Ländern war die Erfindung der Skier zunächst aber einfach nur praktisch für weniger gut betuchte Familien, die sich Pferde und Schlitten nicht leisten konnten. Sie lebten oft in Siedlungen, die einsam und in unwegsamem, hügeligem Gelände gelegen waren. Mit Hilfe den damals einfachen Holzbrettern, die unter die Füße geschnallt wurden, konnten selbst weite Distanzen leichter überwunden werden.

Das Skifahren im heutigen Sinne geht auf den Norweger Sondre Norheim zurück. Er war es, der um 1870 die Seilzugbindung entwickelte und damit den ersten Ski, der nicht nur als Fortbewegungsmittel eingesetzt wurde, sondern vor allem Spass machen sollte. Für die allgemeine Bekanntschaft des heute weltweit beliebten Wintersports sorgte der ebenfalls aus Norwegen stammende Polarforscher Fridtjof Nansen, als er im Jahr 1888 Grönland auf Skiern durchquerte.

Der Expeditionsbericht seiner Reise wurde in viele Sprachen übersetzt und stiess auf reges Interesse. So kam es auch zu einer großflächigen Verbreitung des Skifahrens in den Alpen. In der norwegischen Provinz Telemark wurden aber bereits gut zehn Jahre früher die ersten alpinen Rennen ausgetragen.

Mittlerweile ist der Skisport bei ganz unterschiedlichen Interessengruppen beliebt. Rund 125 Millionen Menschen weltweit sind begeisterte Wintersportler. Ob im Verein, mit der ganzen Familie, hobbymässig im Urlaub oder als Profisportler – es gibt heutzutage viele Möglichkeiten, Ski zu fahren. Es hat sich über die Jahre zum beliebten Breiten- und Leistungssport entwickelt.

Was um 1900 mit den ersten Skivereinen und -schulen begann, wurde rund 50 Jahre später zum Massensport. Die erste alpine Weltmeisterschaft im Skifahren fand bereits im Jahr 1931 in Mürren statt, einem Dorf im Berner Oberland. Seit 1936 ist es eine olympische Disziplin, die damals in Garmisch als solche anerkannt wurde. So hat der Skisport seinen Weg in die Alpen gefunden. Immerhin liegt in den Alpen heute rund ein Drittel der weltweit über 2.000 Skigebiete.

Wegen der großen Beliebtheit ist die Wartezeit bis zum erneuten Beginn der Skisaison im Herbst vielen Wintersportlern zu lange. Aus diesem Grund nutzen sie die ganzjährigen Skigebiete, die auch in den Sommermonaten befahren werden können, um ihren Lieblingssport auszuleben. Alternativ gibt es auch auf der Südhalbkugel der Erde Skigebiete, zum Beispiel in Australien, Chile und Südafrika.

Skifamilie vor dem Matterhorn  - © fotolia.com © Gorilla (#12691530)

Skifamilie vor dem Matterhorn

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Rauf auf den Berg – Die Entwicklung der Transportmittel

Abgesehen von dem Sport an sich, haben sich auch die Rahmenbedingungen des Skifahrens im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt. Das gilt auch für die Transportmittel, mit denen die Wintersportler rauf auf die Berge und Skipisten gebracht werden.

In den Anfangszeiten des Skisports aber mussten die Skifahrer die Berge zu Fuß besteigen, um sie anschließend herunterzufahren. Das war sehr mühsam und anstrengend. Heute ist das anders: Seilbahnen und Skilifte bringen in der Skisaison täglich viele Tausend Ski- und Snowboardfahrer in zahlreichen Skigebieten auf die Pisten und bieten den Sportlern mittlerweile einiges an Komfort, von gemütlichen Gondeln bis hin zu beheizten Sesselliften.

Zu verdanken ist dieser Luxus unter anderem dem Deutschen Robert Winterhalder, der im Hochschwarzwald vor über hundert Jahren den ersten Skilift der Welt erfunden hat. Der damalige Pensionsleiter spannte den Seilzug, der an seiner Mühle fest verankert war, über fünf Masten und trieb ihn mit der Wasserkraft der Mühle an. Als Haltegriffe zum Personentransport gab es speziell geformte Zangen. Offiziell eröffnet wurde der erste Skilift im Jahr 1908.

Eine entscheidende Weiterentwicklung des Skiliftes, die letztendlich zum Erfolg des Konzeptes führte, war ein Modell mit Sitzbügeln, die sich die Skifahrer unter das Gesäss ziehen konnten. Dadurch wurde das Schleppen des Liftes schon komfortabler und gefahrlos. Die Abänderung der Bügelform vom J zum T machte es möglich, dass nun statt einer gleich zwei Personen auf den Berg transportiert werden konnten.

Doch bereits vor dem Skilift kam es zu der Erfindung der Seilbahn, mit der grosse Steigungen überwunden werden können. Was für den frühen Bergtourismus im Jahr 1869 auf dem Mount Washington im US-amerikanischen New Hampshire mit der ersten Zahnradbahn der Welt begann, entwickelte sich über die Standseilbahn zur heute bekannten Luftseilbahn.  

Die Erfindung dieser Transportmittel hat einen beachtlichen Teil dazu beigetragen, den Skitourismus anzukurbeln, denn dank ihnen gelangen in weniger Zeit mehr Menschen auf die Berge und Pisten.

Mit der Erfindung von Gondelbahnen und Liften wurde das Skifahren groß  - © fotolia.com © Schlierner (#130800698)

Mit der Erfindung von Gondelbahnen und Liften wurde das Skifahren groß

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Skisport und Klimawandel – Auswirkungen der steigenden Temperaturen

Allerdings bleibt der ausgiebige Skitourismus nicht vom Klimawandel verschont, der seine Spuren in den Skigebieten und auch im wirtschaftlichen Sinne hinterlässt. Denn neben dem Skisport wandeln sich mit der Zeit auch die Voraussetzungen, um ihn ausführen zu können. So haben die Auswirkungen der Erderwärmung weitreichende Folgen für die Natur. Daher betreffen sie auch den Wintersport in den verschiedensten Aspekten.

  • Die Schneesicherheit sinkt

Einer dieser Aspekte ist die Schneesicherheit. In den Alpen gilt ein Skigebiet nur dann "schneesicher", wenn in etwa acht von zehn Jahren an jeweils mindestens 100 Tagen eine Schneedecke mit einer Dicke von mindestens 30 Zentimetern liegt. Ist das der Fall, hat ein Skigebiet ausreichend Schnee, um dort Wintersport ausüben zu können. 

Durch den Klimawandel gibt es aber immer weniger natürlichen Schnee: Der Schneefall setzt mittlerweile schon merklich später ein als früher und die vorhandene Schneedecke schmilzt in den Frühjahrsmonaten schneller.

Denn erwärmt sich das Klima nur wenige Grad Celsius, verkürzt das die Dauer des Schneefalls vermutlich um einen Monat, was eine Verschiebung der Schneefallgrenze zur Folge hat. Schätzungsweise wird sich die Schneefallgrenze in den Zentralalpen um 300 Meter nach oben verschieben und damit auch die Schneesicherheit beeinflussen.

Die Auswirkungen auf den Wintersport fallen umso stärker aus, je weiter ein Skigebiet unter 2.500 Metern Höhe liegt. Daher sind die einzelnen Skigebiete unterschiedlich stark von der Erderwärmung betroffen. Sicher ist aber, dass mit der steigenden Temperatur die Zahl der schneesicheren Gebiete deutlich sinkt.

 

  • Die Gletscher schmelzen

Gletscher sind für viele Skigebiete ein sehr wichtiger Faktor, da sie jährlich viele Touristen anlocken. Neben dem Skifahren machen sie auch Sportarten wie das Snow-Tubing und Gletscherwanderungen möglich. Wenn sie schmelzen, können sie für solche Aktivitäten nicht mehr genutzt werden.

Die Folge: Die Touristen, die extra wegen der Gletscher-Sportarten in die Skigebiete kommen, bleiben weg. Ausserdem kann das Abschmelzen der Gletscher dazu führen, dass es zu Bergstürzen kommt, da der Gegendruck des Gletschers fehlt.

Wegen der schmelzenden Gletscher der Alpen bekommt die Schweiz den Klimawandel stärker zu spüren als andere Länder. Daher ergreift das Land seit Jahren Initiativen, um den Rückgang der Gletscher aufgrund des Klimawandels so gut wie möglich aufzuhalten.

Zum Schutz der Eisschicht wurden die Gletscher bereits mit Kunststoff-Vlies bedeckt. Auch in vielen anderen Bereichen zeigt sich, wie sich hierzulande im Umweltschutz engagiert wird und man sich seiner Verantwortung gegenüber der Natur bewusst ist. So setzt sich das Bundesamt für Umwelt ebenso für den Schutz der Biodiversität (etwa durch Nationalparks, in denen freilich touristisches Skifahren nicht angeboten wird) ein und geht gegen CO2-Emissionen vor, welche schlussendlich um bis zu 20% reduziert werden sollen.

 

  • Der Permafrost taut auf

Die Erderwärmung hat nicht nur verheerende Folgen für den Schnee und die Gletscher, sondern auch für den Permafrost. Vor allem extrem heisse Sommer, die in den nächsten Jahrzehnten immer häufiger vorkommen werden, sind für Schnee und Eis, aber auch für den Skitourismus sehr gefährlich.

Denn durch die steigenden Temperaturen taut der sonst dauerhaft gefrorene Boden, der Permafrost, auf. In diesem Boden sind die Masten von Infrastrukturen des Skitourismus wie Skilifte und Bergstationen verankert. Verliert der eigentlich feste Permafrost durch das Auftauen an Stabilität, können die Masten die schweren Traglasten der Transportmittel nicht mehr halten. Sie werden für den Wintersport unbrauchbar und gefährden schlimmstenfalls die Sicherheit der Menschen.

Gleiches gilt für Lawinenverbauungen. Diese Bauwerke, die eigentlich Skipisten, Verkehrswege und Siedlungen vor Lawinen schützen sollen, können durch den tauenden Permafrost selbst ins Rutschen geraten, der, genau wie die schmelzenden Gletscher, vermehrte Bergstürze und Hangrutschen zur Folge hat. Diese wiederum können Verkehrswege und Siedlungen verschütten und damit unzugänglich machen.

 

  • Wirtschaftliche Folgen

Der geringe Schneefall hat auf Dauer gesehen zur Folge, dass sich die Skisaison verkürzt, da sich aufgrund der steigenden Temperaturen die Sommertage sich weiter nach hinten verschieben und das Frühjahr schon eher beginnt. Das wiederum führt dazu, dass weniger Urlauber in die Skigebiete kommen und für Umsatz sorgen, sondern lieber auf schneesicherere Orte oder gar alternative Reiseziele ausweichen. Diesen Effekt haben auch beschädigte Verkehrswege oder Skianlagen aufgrund verstärkt auftretender Lawinen.

Da die Skiurlauber aber gerade in den Wintermonaten viel Geld in die Skigebiete bringen, hätte das weitreichende Folgen für den gesamten Skitourismus. Einige der Alpengemeinden leben sogar ausschliesslich vom Tourismusgeschäft. Unterkünfte, Restaurants, Betreiber von Skiliften und Geschäfte für den Verleih und Verkauf von Wintersportartikeln hätten deutliche Einbussen in den Einnahmen, weswegen auch weniger Arbeitsplätze notwendig wären.

Die sinkenden Zahlen der Urlauber und Arbeitskräfte würden wiederum bewirken, dass das Bruttoinlandsprodukt in vielen Regionen erheblich sinkt. Somit fielen die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels für die Skigebiete massiv aus. Deswegen werden heute schon einige Gegenmaßnahmen eingesetzt.

 

  • Gegenmaßnahmen

Um gegen den geringeren Schneefall und die damit einhergehende Schneesicherheit anzugehen, sind Skigebiete auch in den Wintermonaten immer stärker auf technischen Schnee angewiesen. Dieser ermöglicht es, eine für den Wintersport ausreichende Schneedecke vorweisen zu können und damit die Wirtschaftlichkeit der Skigebiete zu erhalten.

Allerdings braucht es auch für die technische Erzeugung von Schnee Temperaturen, die wenigstens unter dem Gefrierpunkt liegen. Denn technischer Schnee besteht ausschliesslich aus Wasser und Luft, unterscheidet sich also nicht von natürlichem Schnee. Die Schneeflocken werden mittels verschiedenartiger Beschneiungsanlagen technisch auskristallisiert und zum Beispiel durch eine Eis-, Druckluft- oder Propellerkanone oder durch eine Schneelanze in den Skigebieten verteilt.

Diese Gerätschaften zur Erzeugung von technischem Schnee sind aber nicht ganz billig. Je nachdem, welches Gerät eingesetzt werden soll, ist die Anschaffung mit hohen Kosten verbunden. Dazu kommen noch die Ausgaben für den technischen Schnee. Pro Kubikmeter Schnee ist – je nach den individuellen Bedingungen vor Ort – mit Preisen zwischen drei und sechs Schweizer Franken zu rechnen.

Früher wurde der technische Schnee nach Gutdünken produziert und dadurch des Öfteren an Stellen verteilt, wo es nicht nötig war. Um der Verschwendung von technischem Schnee entgegenzuwirken, sind die Pistenraupen, mit denen der Schnee verteilt wird, mit GPS-System ausgestattet. Dieses ermittelt die exakte Schneehöhe, sodass der Pistenraupenfahrer den Schnee gezielt und sparsam einsetzen kann.

In Zeiten des Klimawandels gibt es für die Schneeerzeugung in vielen Regionen keine Alternative mehr  - © fotolia.com © Thomas Zagler (#100186484)

In Zeiten des Klimawandels gibt es für die Schneeerzeugung in vielen Regionen keine Alternative mehr

Copyright: fotolia.com © Thomas Zagler (#100186484)
 

Skibekleidung – damals und heute

Über die Jahre hat sich auch im Bereich der Skibekleidung und der Wintersportartikel einiges getan. So ist es sehr erstaunlich, wie sehr sich die Skibekleidung verändert hat. Während die Skimode in den 1960er Jahren eher einem dickeren Schlafanzug glich und in den 1970er Jahren immer noch sehr brav und unauffällig daherkam, war sie ein Jahrzehnt später gespickt von knalligen Farben.

Gegen Ende der 80er Jahre ging man mit einem bunten Ganzkörperanzug, einem passend gemusterten Fleecepullover, Fliegerbrille und einem Stirnband für die Dauerwelle auf die Piste. Helme, die für Wintersportler heute selbstverständlich sind, werden noch nicht allzu lange getragen, stattdessen waren eben Stirnbänder oder Mützen angesagt.

Die Ganzkörperanzüge der 80er kamen nie richtig aus der Mode, vor gut zehn Jahren gab es sie auch wieder in der knallig-bunten Variante. In den 90ern wiederum war die Skibekleidung eher futuristisch gestaltet. Die Strings, die zu dieser Zeit auf den Modemarkt kamen, wurden auch für den Wintersport eingesetzt. Heute setzt man auf schlichte Skijacken ohne auffällige Nähte, Schösschen oder Applikationen.

Doch nicht nur die Modestile haben sich im Laufe der Zeit einem Wandel unterzogen, sondern auch die Materialien. So waren die Skihosen früher aus Neoprenstoff. Da sie enganliegend waren und nicht über die Skischuhe gezogen werden konnten, zog man Gamaschen darüber, die teils auch von aussen angenäht wurden. Sie verhinderten, dass Schnee in die Schuhe gelangte. Heute sind immer noch viele Hosen mit solchen Gamaschen ausgestattet, wobei diese mittlerweile von innen angebracht sind.

Ansonsten besteht die Skibekleidung wie auch die Skier heute aus hochwertigen Materialien, die wasserdicht und atmungsaktiv sind und auch in der Raumfahrt und für Rennfahrer eingesetzt werden. Sie haben weniger Gewicht und verleihen den ski- und Snowboardfahrern mehr Leichtigkeit, Geschwindigkeit und Präzision beim Fahren.

Neben der Skibekleidung haben auch die übrigen Wintersportartikel gewisse Veränderungen erfahren. So bestanden die Skier früher aus recht langen und geraden Holzbrettern, was viel Kraft und eine gute Technik verlangte. Heute werden sie aus einem flexiblen Hightech-Material geformt, das in mehreren Schichten übereinanderliegt. Die Bretter sind auch nicht mehr gerade, sondern haben eine taillierte Carvingform. Sie ermöglicht mehr Geschwindigkeit und Beweglichkeit beim Fahren.

Die Skischuhe waren früher allerdings etwas komfortabler. Sie hatten einen Heckeinstieg und durch das Öffnen der Rückseite konnte man mit dem Fuss ganz bequem einsteigen. Doch bis auf vereinzelte Modelle gibt es diese Schuhe nicht mehr. Stattdessen müssen sich Ski- und Snowboardfahrer mühsam in die recht steifen und unbequemen Skischuhe schieben.

Zudem gibt es jedes Jahr Neuheiten im Bereich Zubehör. Skistöcke, Helme sowie das Safety-Equipment wie Lawinensonden und LVS-Geräte werden immer weiterentwickelt. Ausserdem werden auch umweltschonende Materialien wie natürlicher Flachs, Bambuslaminate und Naturkautschuk genutzt.

 

Die richtige Ernährung – Darauf solltet ihr achten

Im Laufe der Jahre hat sich auch die Ernährung der Wintersportler gewandelt. Zwar ist das kulinarische Angebot in den Skihütten traditionsgemäss überwiegend deftig, aber mittlerweile weiss man, was man zum Ski- und Snowboardfahren am besten isst. So sollten Sportler morgens und mittags kein Essen zu sich nehmen, das zu schwer im Magen liegt, sondern lieber zu leichten Speisen greifen. Am Abend darf zum Après-Ski aber ordentlich geschlemmt werden.

Dennoch ist bei der Ernährung darauf zu achten, dass sie euch genügend Power für den anstrengenden Tag auf der Piste gibt. Am besten bereitet ihr euch mit einer kohlenhydratreichen Ernährung auf den Winterurlaub vor. Kohlenhydrate enthalten viel Glukose, einen wichtigen Energielieferanten für den Körper. Gerade bei sportlichen Aktivitäten sollten die Glukosespeicher immer aufgefüllt sein. Das geht am besten mit Reis, Kartoffeln, Nudeln, Haferflocken und Vollkornprodukten. Gemüse, frischer Fisch und leichtes Fleisch wie Hähnchen oder Pute sind als Beilage ideal. Zu viel Fett wirkt hemmend bei Ausdauerleistungen.

Das gilt genauso für die Zeit des Skiurlaubs. Um die Energiereserven aufzufüllen, solltet ihr morgens gut frühstücken, aber auch hier auf eine gesunde und leichte Ernährung achten. Vollkornbrot mit Käse oder ein Müsli mit Joghurt und Früchten belasten den Magen nicht, machen aber lange satt.

Obst, Müsliriegel und Vollkornkekse eignen sich auch als Zwischenmahlzeit, um wieder Energie in Form von Zucker für die nächste Abfahrt zu gewinnen. Da man beim Ski- und Snowboardfahren sehr viel schwitzt, ist es sehr wichtig, den ganzen Tag über viel Wasser, Saftschorlen oder ähnliches zu trinken.

Zum Mittagessen solltet ihr den deftigen Speisen besser widerstehen und etwas Leichtes essen, sonst seid ihr zu matt für die nächste Abfahrt. Abends sind üppigere Speisen wie Käsespätzle, überbackener Auflauf und Braten erlaubt.


Fazit

Das Skifahren hat im Laufe der Zeit viele Entwicklungen erlebt. Was auf einfachen Holzbrettern als praktisches Fortbewegungsmittel begann, hat sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Leistungs- und Breitensport entwickelt. Von Norwegen aus fand der Skisport nach und nach seinen Weg in die ganze Welt.

Über die Jahre hat sich auch die Skiausrüstung verändert. Moderne Stoffe machen den Skianzug leichter und isolieren besser gegen Kälte und Nässe. Und aus den geraden Holzbrettern von damals sind speziell geformte Skier aus Hightech-Materialien geworden, die mehr Geschwindigkeit und Präzision beim Fahren ermöglichen.

Wo man früher noch zu Fuß den Berg hinaufklettern musste, um ihn wenigstens einmal am Tag hinuntersausen zu können, transportieren heute zahlreiche Seilbahnen und Skilifts in verschiedenen Variationen während der Saison täglich mehrere tausend Sportler zu den Pisten der Skigebiete.

Dieser Skitourismus steht allerdings einem harten Gegner gegenüber, dem Klimawandel. Durch die steigenden Temperaturen schneit es nicht mehr so viel und lange, sodass die Skigebiete an Schneesicherheit zu verlieren drohen.

Die schmelzenden Gletscher und der tauende Permafrost gefährden zudem nicht nur Sportarten wie Gletscherski oder Gletscherwanderungen, sondern auch die Sicherheit der Infrastruktur. Denn in den dauerhaft gefrorenen Boden sind die Masten der Transportmittel verankert. Diese und weitere Risiken versuchen die Betreiber der Skigebiete mit speziellen Massnahmen zu mindern.

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