Update: Dieser Test hier ist aus dem Jahr 2012.
Wir haben 2015 einen weiteren Regenjackentest mit einem anderen Fokus durchgeführt.
Diesen aktuelleren Regenjacken-Test findet ihr hier!

 

Ganz ehrlich: Hochwertige Regenjacken zu testen, ist gar nicht so einfach. Nicht weil wir das Wasser scheuen würden - wir haben uns ordentlich nass gemacht beim Testen. Vielmehr, weil es schwierig ist, gleichwertige Bedingungen zu schaffen - und weil man die modernen High-Tech Jacken kaum an ihre Grenzen bringen kann. Ganz allgemein muss die Bergleben.de-Redaktion daher ein Lob an die Hersteller aussprechen: Alle Jacken waren in diesem Segment sehr gut verarbeitet, keine hat einen wirklich schlechten Eindruck hinterlassen. Damit mussten wir in unserem aktuellen Regenjackentest die kleinen Unterschiede bewerten.

Kriterien: leicht, regenfest, kein hochalpiner Einsatz

Wir fragten die Hersteller nach Jacken, die folgende Bedingungen erfüllen: "Eine besonders leichte Regenjacke mit geringem Packmaß. Die Jacke sollte dafür ausgelegt sein, bei einem Wetterumschwung zuverlässigen Schutz gegen Wind und Regen zu bieten. Es ist kein Einsatz im hochalpinen Bereich angesetzt. Die Jacken sollten für normale Wander- und Trekkingtouren in Hochland und Mittelgebirge geeignet sein."

Wasserdichte im Praxistest

Wichtige Indikatoren für eine Funktions-Regenjacke sind Atmungsaktivität und natürlich die Wasserdichte. Mindestens 10.000 mm, max. 28.000 mm Wassersäule boten uns die Testjacken der Marken Adidas, Jack Wolfskin, Mammut, Marmot, Patagonia, Salewa, Salomon, Schöffel, The North Face und Vaude. In Deutschland darf sich bereits ab einem Wert von 1.300 mm eine Jacke wasserdicht nennen - hier weisen unsere Testanten viel höhere Qualitäten auf. Selbst nach mehrminütiger Bestrahlung mit dem Gartenschlauch sind wir damit (außer im Gesicht) nicht nass geworden. Dabei konnten wir aber immerhin simulieren, wie angenehm das Wandern bei Starkregen von vorne und der Seite noch ist. Wie ist mein Sichtfeld? Wie viel kann ich noch hören, wenn die Kapuze dicht ist?

Ret oder MVTR

Auch die Atmungsaktivität ist ohne Testlabor nur subjektiv zu bewerten. Die Industrie verwendet zwei Werte, die auf den ersten Blick verwirren mögen: MVTR gibt an, wieviel Wasserdampf innerhalb von 24 Stunden durch einen Quadratmeter Stoff verdunstet - je mehr, desto besser. Die Spitzenwerte im Test liegen bei 30.000g/m²/24h. Zum anderen gibt es den Ret-Wert, der wiederum den Wasserdampfdurchgangswiderstand der Textilie angibt. Daher gilt hier: Je kleiner der Wert, desto besser. Der Ret-Wert gilt als der validere, da es für die MVTR-Bestimmung sehr viele Standardtests gibt, die sehr unterschiedliche Ergebnisse produzieren. Viele Jacken verfügen über eine Ret-Wert von unter drei - sie sind damit extrem atmungsaktiv.

Blaue Aussichten

Ganz allgemein kann man noch sagen, dass die Zukunft der Regenjacken blau ist. Oder pink/rosa - das hängt von eurem Geschlecht ab. Wir bekamen fast alle Damenjacken in rosa zugeschickt, die Herrenjacken waren fast alle blau - wundert euch also nicht, wenn in der kommenden Saison beim ersten Regenschauer alles sich blau verhüllt. Wir haben Damen- oder Herrenvarianten getestet, die meisten Produkte gibt es jeweils in ähnlicher Ausführung auch für das andere Geschlecht.

Auf den Testseiten (ihr findet alle Jacken oben in der rechten Spalte) zeigen wir euch unsere detaillierten Testberichte und ihr könnt euch anschauen, welche Jacken für eure speziellen Ansprüche geeignet erscheinen. Wir haben natürlich auch wieder zwei Produkte ausgezeichnet - Testsieger in diesem Feld wurde das Mammut Shirko Jacket, als Kauftipp empfehlen wir euch zudem noch Marmots Super Mica Jacket. Viel Spaß beim Stöbern!