Dolomitentrek & Co.: Die schönsten Weitwanderwege der Alpen

Magazine Reiseziele Dolomitentrek & Co.: Die schönsten Weitwanderwege der Alpen

Weitwanderwege durch die Alpen bewirken wahre Wunder; einfach Mal dem Alltag entfliehen, ganz nach dem Motto „Ich bin dann mal weg“. Weg von Verkehr und Stress, hinein in die Stille und Erhabenheit der Berge, wo sich das Leben auf die Grundbedürfnisse reduziert. Wir zeigen euch die schönsten Weitwanderwege wie den Dolomitentrek, Glocknertrek und mehr!

 

 

Was ist Weitwandern?

Unter dem Begriff des Weitwandern versteht man die „Bewältigung eines längeren Weges, der im allgemeinen einheitlich markiert und beschildert ist, für den es Informationsmaterial und Wanderkarten gibt.“ (Definition vom Fachverband für „Sportwandern, Weitwandern und Trekking“) Die Aktivität unterteilt sich in drei Kategorien: Mehrtages-Touren, Weitwanderwege und Fernwanderwege.

Mehrtages-Touren

Unter Mehrtageswanderungen verstehen wir Wanderwege, die mindestens 2 und max. 5 Tagesetappen umfassen. Dabei handelt es sich um Hüttenwanderungen, Bergwanderungen oder auch genüssliche Einsteigertouren. Hier findest du alle qualitätsgeprüften Mehrtagestouren.

Weitwanderwege

Allerdings bringen zwei, drei Tage nichts zum entspannen, da man sich gedanklich noch zu stark in seiner Welt verhaftet. Erst ab einer Woche funktioniert die Kur für Körper, Geist und Seele. Weitwanderwege sind längere Wanderwege, die zwischen 6 und 30 Tagesetappen umfassen, und aufgrund der Länge auch im Allgemeinen etwas anspruchsvoller sind.

Tagelang in der Abgeschiedenheit unterwegs zu sein, von Hütte zu Hütte, von Pass zu Pass, von Gipfel zu Gipfel, seinen Körper wieder spüren zu lernen, seine Intuitionen und Instinkte wieder zu entdecken, dass fördert nicht nur ein neues Lebensgefühl, sondern auch einen bewussteren Umgang mit der Natur und damit eine bessere Lebensqualität.

Ferwanderwege

Die Königsdisziplin beim Weitwandern sind Fernwanderwege. Jene umfassen mindestens 30 Tagesetappen, mehrere hundert Kilometer Länge und sind oft auch länderübergreifend. In Österreich gibt es bekannte, überregionale Fernwanderwege, die quer durchs Bundesland führen:

  • Die Wege 01-04 führen von Ost nach West
  • Die Wege 05, 07 – 10 führen von Nord nach Süd

Die schönsten Weitwanderwege der Alpen:

Ob Ostalpen oder Westalpen, ob hochalpin, wild und verwegen oder etwas gemütlicher über sanftes Almenland, im Banne imposanter Gletscher, Wasserfälle oder weiter Panoramen? Skiinfo stellt euch eine Auswahl der schönsten Weitwanderwege vor. Klassiker wie der Dolomitentrek, der Glocknertrek oder die Tour du Mont Blanc sind mit dabei, aber auch kaum bekannte Routen wie ein Trek durch die Seealpen oder der Giro del Marguareis.

1. Dolomitentrek Nr. 9 – Vom Rosengarten zu den Drei Zinnen (137km lang)

Dolomitentrek
Blick auf die weltbekannten Drei Zinnen. | ©Taiga

Der Dolomitentrek oder auch Höhenweg Nr. 9 zählt zu einem der schönsten Höhenwege in den Alpen. Er besteht aus dem wilden Steingarten des Rosengartens, der Langkofelgruppe, die sich als gewaltiges urzeitliches Korallenriff über den weiten Wiesenwellen der Seiser Alm aufbäumt, der Mondlandschaft der Sella-Gruppe, den verträumten Hochalmen der Fanes und scharfe Gebiss der Drei Zinnen . Die Klassiker der Dolomiten lassen sich auf dieser einwöchigen Durchquerung von West nach Ost auf eindrücklichste Weise kennenlernen.

Das Rot der Alpen

Das Entrée könnte nicht schöner sein. Wenn sich das sagenhafte Glühen über den Rosengarten ergießt, lebt der Dolomiten berühmteste Legende wieder auf. Durch das naturgeschützte Tschamin-Tal geht es hinein in König Laurins Zauberreich. Wer traut sich ein Bad im eiskalten Antermoiasee zu? Die Querung zum Val Duron begeistert mit bizarrem Farbenmosaik: pechschwarze Erde zwischen leuchtendem Grün. Schnell erkaltete untermeerische Lava ist hier zu Tage getreten. Immer wieder bizarre Felstürme.

Dolomitentrek
Das rote Alpenglühen des Rosengartens während der Dämmerung, ist eines der schönsten Naturschauspiele in den Dolomiten. | ©Sebastian Klenk

Das Gestein ist vielfach geschichtet, unterschiedliche Farben und Formen wechseln sich ab. In keinem anderen Teil der Alpen liegen 250 Millionen Jahre Erdgeschichte so offen dar wie in den Dolomiten. Ein jeder Tag wartet mit faszinierenden Landschaftseindrücken auf. Ganz im Kontrast zur stillen Natur steht Cortina d`Ampezzo. Hotelpaläste, prächtige Villen, edle Geschäfte – auf der Corso Italia, der mondänsten Flaniermeile im gesamten Alpenraum tummelt sich der Jetset. Einen Katzensprung weiter wird man wieder von den bleichen Dolomitenwände in die Arme genommen.

Ausgangs- und Endpunkt:

Ausgangspunkt ist in Tiers/St. Zyprian, 1071 m. Mit dem Zug nach Bozen, dann per Bus über Tiers bis St. Zyprian (nur werktags). Endpunkt ist in Sexten, 1337 m. Busverbindung mit Innichen, mit Bahnanschluss.

Anforderungen:

Gute Kondition und beste Trittsicherheit sind Voraussetzung. Angenehme Höhenwege wechseln sich mit steilen Passagen ab. Schlüsselstelle ist der Klettersteig von Heiligkreuz in die Fanes. Dieser setzt Schwindelfreiheit voraus. Auch der Sentiero Bonacossa vom Rifugio Col de Varda zur Auronzohütte weist exponierte Passagen auf, die jedoch mit Drahtseilen gesichert sind.

Route:

1. Tag: St. Zyprian – Grasleitenhütte. (3.15 Std.)
2. Tag: Grasleitenhütte – Grasleitenpasshütte – Passo d’Antermoia – Rifugio Antermoia. (3 Std.)
3. Tag: Rifugio Antermoia – Plattkofelhütte – Friedrich-August-Hütte. (4.15 Std.) Mit Besteigung des Plattkofel etwa 2.30 Std. zuzüglich.
4. Tag: Friedrich-August-Hütte – Piz Boè – Franz-Kostner-Hütte – Corvara. (6.30 Std.)
5. Tag: Corvara – Heiligkreuz-Hospiz – Lavarellahütte. (5.15 Std.)
6. Tag: Lavarellahütte – Faneshütte – Passo Posporcora – Cortina d’Ampezzo. (4.45 Std.) Per Bus zum Lago di Misurina.
7. Tag: Lago di Misurina – Rifugio Col de Varda (per Seilbahn, erste Bergfahrt 9 Uhr) – Rifugio Fonda Savio – Monte Campedelle – Rifugio Auronzo – Paternsattel – Dreizinnenhütte. (7 Std.)
8. Tag: Abstieg ins Fischleintal und nach Sexten. (3 Std.)

Höhenmeter: 4730 m im Aufstieg, 5030 m im Abstieg.

Information:

  • Südtirol Tourismus Information, Pfarrplatz 11, I-39100 Bozen, Te. 0039/0471/99 99 99, www.suedtirol.info

Karten: Freytag & Berndt 1:50 000 WKS 5 „Grödner Tal – Val Gardena – Sella – Marmolada“; WKS 10 „Sextener Dolomiten – Dolomiti di Sesto – Cortina d’Ampezzo“.

Unterkünfte Dolomitentrek

Tag 1:
Dolomitenhotel Weisslahnbad (1173 m. ü. M.*)
Fast ganzjährig
Tel. +39/0471/64 21 26
www.weisslahnbad.com

Grasleitenhütte -Rifugio Bergamo CAI*
(2165 m. ü. M.)
1.Juni bis 5.Okt. / 70 Schlafplätze
Tel. +39/0471/64 21 03
www.suedtirol.info

Tag 2:
Grasleitenpasshütte – Rifugio Passo Principe
(2599 m. ü. M.)
Privat, Mitte Juni bis Ende Sept. / 12 Schlafplätze
Tel. +39/0462/76 42 44
www.grasleitenpasshuette.com

Antermoiahütte CAI (2497 m. ü. M.)
20. Juni bis 20. Sept. / 44 Schlafplätze
Tel. +39/0462/60 22 72
www.rifugioantermoia.com

Tag 3: 
Plattkofelhütte (2300 m. ü. M.)
Privat, Juni bis Mitte Okt. / 60 Schlafplätze
Tel. +39/0462/60 17 21
www.plattkofel.comFriedrich-August-Hütte (2298 m. ü. M.)
Privat, Juni bis Anfang Okt. / 55 Schlafplätze
Tel. +39/0462/76 49 19
www.friedrichaugust.it
Tag 4:
Boè Hütte CAI (2871 m. ü. M.)
20.Juni bis 20.Sept. / 69 Schlafplätze
Tel. +39/0471/84 73 03
www.rifugioboe.itFranz-Kostner Hütte CAI (2550 m. ü. M.)
Ende Juni bis Ende Sept. / 26 Schlafplätze
Tel. +39/333/875 98 38
www.rifugiokostner.it

Pension Angelo, Strada Sciüz 5 in Corvara
(1545 . ü. M.)
Fast ganzjährig
Tel. +39/0471/836765 oder 338/495 53 81
www.pensionangelo.it

Tag 5: 
Heiligkreuz-Hospiz – Rifugio S. Croce
(2045 m. ü. M.)
Juni bis Mitte Okt. / 22 Schlafplätze
Tel. +39/0471/83 96 32
www.altabadia.itLavarellahütte (2042 m. ü. M.)
Privat, Mitte Juni bis Anfang Okt. / 40 Schlafplätze
Tel. +39/0474/50 10 79
www.lavarella.it
Tag 6: 
Faneshütte (2060 m. ü. M.)
Privat, Anfang Juni bis Anfang Okt. / 79 Schlafplätze
Tel. +39/0474/50 10 97
www.rifugiofanes.com

Tag 7:
Rifugio Col de Varda (2115 m. ü. M.)
Privat, Anfang Juni bis Ende Sept. / 24 Schlafplätze
Tel. +39/0435/390 41
www.rifugiocoldevarda.it

Rifugio Fonda Savio CAI (2367 m. ü. M.)
Ende Juni bis Ende Sept. / 44 Schlafplätze
Tel. +39/0435/390 36
www.fonda-savio.it

Rifugio Auronzo CAI (2320 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Okt. / 80 Schlafplätze
Tel. +39/0435/390 02 oder mobil 349/557 27 64
www.rifugioauronzo.it

Dreizinnenhütte – Rifugio Locatelli alle Tre Cime di Lavaredo CAI (2405 m. ü. M.)
Ende Juni bis Ende Sept. / 146 Schlafplätze
Tel. +39/0474/97 20 02
www.dreizinnenhuette.com

*m. ü. M. – Meter über Meer
*CAI – Club Alpino Italiano. Nationale alpine Verein in Italien.

Bekannteste Gipfel Dolomitentrek

Kesselkogel, 3004 m: Der einzige Dreitausender der Rosengartengruppe ist über einen leichten Klettersteig zugänglich, von der Grassleitenpasshütte 1.50 Std. im Aufstieg, 1.15 Std. im Abstieg.
Cima Scalieret, 2887 m: Einmalige Panoramaloge im Herzen des Rosengarten, vom Passo d’Antermoia 0.30 Std. im Aufstieg, 0.20 Std. im Abstieg.

Molignon, 2852 m: Nachbargipfel des Kesselkogels. Der anspruchsvolle Laurenzi-Klettersteig ermöglicht eine spannende Überschreitung, von der Antermoiahütte zur Tierser-Alpl-Hütte 3 Std.

Plattkofel, 2958 m: Der einzige Wandergipfel der Langkofelgruppe, schwindelnde Tiefblicke ins Grödner Tal, von der Plattkofelhütte 1.45 Std. im Aufstieg, 1 Std. im Abstieg

Piz Boè, 3152 m: Höchster Gipfel des Sellastocks, wird auf der 4.Etappe überschritten, von der Boè-Hütte 1 Std. im Aufstieg.

2. Durch den Triglav Nationalpark

Dolomitentrek, Weitwanderwege
Triglav Nationalpark in Slowenien. | ©Anastasia Kamysheva

Wasser, Wind und Erosion haben aus dem Kalkstock der Julischen Alpen eines der formenreichsten Gebirge im südlichen Ostalpenraum modelliert, dessen zentraler Teil seit 1981 als Nationalpark geschützt ist. Mittelpunkt ist der Triglav, höchster Gipfel von Slowenien, der als Symbol des Landes auch die Nationalflagge schmückt.

Der schönste und zugleich leichteste Zugang findet auf dem Weg der Erstbesteiger statt. Vom Bohinjsko jezero, dem Wocheiner See, führt dieser über uralte Almen, wo teilweise noch ganz traditionell überm offenen Feuer köstlicher Käse hergestellt wird. Am besten, man lässt sich gleich ein Stück Käse einpacken, denn eine Überschreitung des Triglavs fordert gehörig Energie. Klettersteigähnliche Routen mussten eingerichtet werden, um ein gewisses Maß an Sicherheit durch den exponierten Fels im Gipfelbereich bieten zu können.

Aber nicht nur der Triglav ist das Highlight. Die landschaftliche Vielfalt des Nationalparks lässt staunen, wie das Sieben-Seen-Tal (übrigens eine der Filmkulissen für Karl May’s Winnetou), dessen Seen in verführerischen Smaragdfarben leuchten und ganz im Kontrast stehen zu der Mondlandschaft des Triglav. Die Abflüsse der sieben Seen fließen unterirdisch weiter und treten am Ende der viertägigen Trekkingrunde als beeindruckender Savica-Wasserfall zutage. Zuletzt noch eine Bootsfahrt über den Wocheiner See? Ein krönender Abschluss. Hoffentlich bleiben seine Ufer weiterhin so unverbaut, denn jüngst wird um neue Grenzen zwischen der inneren und äußeren Zone des Triglav Nationalparks diskutiert.

Ausgangs- und Endpunkt:

Stara Fuzina am Wocheiner See (Bohinjsko Jezero). Bushaltestelle am Hotel Jezero in Ribcev laz, 531 m. Busverbindung mit dem Bahnhof von Bohinjska Bistrica wie auch mit dem Bahnhof Lesce-Bled.

Anforderungen:

Gut ausgeschilderte Bergwege mit teilweise steilen Abschnitten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Da die Hütten dicht gestreut sind, kann man sich die Route leicht nach eigener Kondition gestalten. Die Überschreitung des Triglav führt durch anspruchvolles Felsterrain.

Der Felsenweg ist bestens mit Eisenstiften, besonders heikle Stellen auch mit Drahtseil abgesichert. Für sichere Berggänger ist ein Klettersteigset nicht unbedingt notwendig. Helm bei großem Andrang ratsam. Am schönsten sind Vor- und Nachsaison, da der Nationalpark im Juli/August stark frequentiert wird. Je nach Winter können bis Ende Juni noch viele Schneefelder vorhanden sein, beispielsweise im Abstieg vom Triglav auf dem sogenannten Bambergweg (vorher in der Triglavhütte über die Verhältnisse erkundigen). Bei Vereisung kann der Abschnitt dann über die Dom Planika umgangen werden.

Route:

1. Tag: Ribcev laz – Gasthaus Slap Voje (köstliche Strudel und vieles mehr) – Vodnikov dom, 5 Std.
2. Tag: Vodnikov Hütte – Triglav-Hütte (Triglavski dom), 3 Std.
3. Tag: Triglav-Hütte – Triglav – Trzaska-Hütte – Cez Hribarice – Zasavska koca, 6 Std.
4. Tag: Zasavska-Hütte – Sieben-Seen-Hütte (Koca pri Triglavskih jezerih) – Savica-Wasserfall – Wocheiner See (Bushaltestelle am Hotel Zlatorog) 5 Std.

Höhenunterschied: 3060 m im Auf- und Abstieg.

Information:

  • Nationalpark Triglav, Ljubljanska cesta 27, SLO-4260 Bled, Tel. +386 4/578 02 00, www.tnp.si/nationalpark
  • Slowenisches Fremdenverkehrsamt, Maximilianplatz 12 a, 80333 München, Tel. 089/29161202
  • Slowenische Fremdenverkehrszentrale, Dimiceva 13, SLO-1000 Ljubljana, Tel. +386 1/589 85 50, www.slovenia.info

Karte: Julische Alpen, WK 141, 1: 50 000, Freytag & Berndt

Unterkünfte

Tag 1: 
Planinska koca na Vojah (690 m. ü. M)
Mitte Juni bis Sept. / 37 Schlafplätze
Tel. +386 51 308959

Vodnikov dom (1817 m. ü. M.)
20.Juni bis 3.Okt. / 60 Schlafplätze
Tel. +386 51 607211

Tag 2:
Triglavski dom (2515 m. ü. M.)
Immer offen / 340 Schlafplätze
Tel. +386 4 5312864Dom Planika (2401 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept.
120 Schlafplätze
Tel. +386 51 614773
Tag 3: 
Trzaska koca (2151 m. ü. M.)
Anfang Juli bis Ende Sept.
130 Schlafplätze
Tel. +386 51 614780Zasavska koca (2071 m. ü. M.)
Anfang Juli bis Ende Sept.
55 Schlafplätze
Tel. +386 51 614781
Tag 4:
Koca pri Triglavskih jezerih
(1685 m. ü. M.)
Anfang Juni bis Anfang Okt.
209 Schlafplätze
Tel. +386 40 620783

Bekannteste Gipfel

Triglav, 2864 m: höchster Gipfel der Julischen Alpen, wird auf der 2.Etappe überschritten.

Kanjavec, 2568 m: Gipfel zwischen Trzaska koca und Hribarice mit großartiger Rundumsicht, 0.45 Std. im Aufstieg vom namenlosen Sattel oder direkter Zustieg von der Trzaska koca 1.15 Std.

Veliko Spicie, 2398 m: Variante von der Zasavska koca zur Sieben-Seen-Hütte mit der Möglichkeit auf Steinbockbegegnung. Von der Zasavska koca 2.30 Std. im Aufstieg, Abstieg zur Sieben-Seen-Hütte 1.45 Std.

Mala Ticarica, 2071 m: Ausichtsgipfel über der Sieben-Seen-Hütte, 1 Std. im Aufstieg, 0.45 Std. im Abstieg.

 

3. Gesäuse-Hüttenrundwanderweg

Dolomitentrek, Weitwanderwege
© Markus Schiller

„Gseis“ nennen die Einheimischen liebevoll die Gebirgsgruppe im Herzen der Ennstaler Alpen. Sie ist seit 2002 ein Nationalpark mit schroffen Kalkgipfeln und legendenumrankten Kleinoden wie Hexenturm, Natterriegel, Teufelslöcher. Aber auch kulinarisch trumpft die Hüttenrunde auf. Schon gleich im ersten Teil durch die Reichensteingruppe kann man sich davon überzeugen. Die Mödlinger Hütte ist wahre Gourmet-Adresse. Nur regionale Produkte, selbstverständlich selbstgemacht, bestimmen die Speisekarte. Am Kuchenbuffet kommt man kaum vorbei. Die aussichtsreiche Lage der Hütte unterm Reichenstein, die Gastfreundschaft der Wirtsleute, der Charme des Interieurs – nur zu gerne würde man den Aufenthalt ausdehnen.

Wanderung seit 1891

Über Johnsbach mit seinem berühmten Bergsteigerfriedhof wird zur Hochtorgruppe gewechselt. Aufregend die Fortsetzung von der Hesshütte in den tiefen Schlund des Ennsdurchbruchs. Für den mit Leitern und Drahtseil gesicherten Wasserfallweg bedarf es absoluter Schwindelfreiheit. Bereits 1891 wurde dieser historische Steig eingerichtet. Unten im Tal zittern nach dem steilen Gefälle die Knie. Ein kühles Bad in der Enns regeneriert, um besser die Buchsteingruppe meistern zu können.

Atemberaubend nicht nur der Aufstieg, sondern auch der Blick vom Buchsteinhaus auf die nordwestlich ausgerichteten Hochtorwände, besonders, wenn die letzten Sonnenstrahlen die senkrechten Wandfluchten rot aufflammen lassen. Jenseits des Buchauer Sattels locken Grabneralm und die Haller Mauern, mit Natterriegel und Hexenturm ein fulminanter Abschluss.

Ausgangs- und Endpunkt:

Admont, 640 m, im Ennstal. Da die Bahnlinie durch den Nationalpark führt kann man sich die Tour leicht auch kürzer gestalten. Desweiteren vereinfacht ein Rufbus die individuelle Etappengestaltung (Tel. 03613 24 06 oder 41 70; Fahrpläne: www.xeismobil.at). Mit dem Auto Pyhrnautobahn A9 Ausfahrt Admont.

Anforderungen:

Gut markierte Bergpfade. Kräftige Auf- und Abstiege zwischen den drei Gebirgsgruppen des Gesäuses. Die Überschreitung des Großen Buchsteins und der mit Treppen und Drahtseil gesicherte Wasserfallweg sind die anspruchsvollsten Abschnitte. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit Voraussetzung. Der Peternpfad (Klettern im II.Grad) und die Hochtor-Überschreitung (II+) sind routinierten Berggängern vorbehalten.

Route:

1. Tag: Admont – Mödlinger Hütte. (7.30 Std.)
2. Tag: Mödlinger Hütte – Heßhütte. (5.30 Std.)
3. Tag: Heßhütte – Buchsteinhaus. (5.30 Std.)
4. Tag: Buchsteinhaus – Grabneralm. (6.20 Std.)
5. Tag: Grabneralm – Admonter Haus – Natterriegel – Admont. (6.30 Std.)

Höhenunterschied: 5300 m im Auf- und Abstieg.

Information:

  • Nationalpark Gesäuse Informationsbüro, Hauptstraße 35, A-8911 Admont, Tel. +43 3613 211 60 20, www.nationalpark.co.at
  • Im gleichen Gebäude auch das Tourismusbüro, Tel. +43 3613 211 60 10, www.gesaeuse.at

Karte: Freytag & Berndt 1:50 000, WK 062 „Gesäuse – Ennstaler Alpen – Schoberpass“.

Unterkünfte

Tag: 1
Oberst Klinke Hütte, OeAV*
Ganzjährig außer April / 120 Schlafplätze
Tel. +43 3613 26 01
www.klinkehuette.com

Mödlinger Hütte, OeAV (1523 m. ü. M.)
Mitte Mai bis Anfang Nov. / 71 Schlafplätze
Tel. +43 680 205 71 39 oder 664 183 56 70
www.moedlingerhuette.at

Tag 2: 
Heßhütte, OeAV (1699 m. ü. M.)
Ende Mai bis Ende Okt. / 115 Schlafplätze
Tel. +43 664 430 80 60
www.hesshuette.at
Tag 3:
Buchsteinhaus, TVN* (1571 m. ü. M.)
Mai bis Okt. / 43 Schlafplätze
Tel. +43 3611 284
www.buchsteinhaus.at
Tag 4: 
Grabneralm – LFS* Grabnerhof (1391 m. ü. M.)
Fast ganzjährig / 60 Schlafplätze
Tel. +43 660 492 25 66
www.grabneralm.at
Tag 5: 
Admonterhaus OeAV (1725 m. ü. M.)
Mitte Mai bis Okt. / 32 Schlafplätze
Tel. +43 3613 35 52
www.admonterhaus.at

*OeAV – Österreichischer Alpenverein
*TVN – Touristenverein
*LFS – Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule

Bekannteste Gipfel

Hochtor, 2369 m: Höchster Gipfel des Gesäuse. Von der Heßhütte über den teilweise gesicherten Josefinensteig: 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg. Die Variante über das Schneeloch beinhaltet leichte Kletterei; vom unteren Koderboden 3.30 Std. Aufstieg, Abstieg über den Josefinensteig.

Großer Buchstein, 2224 m: Höchster Punkt der Buchsteingruppe, die auf der 5. Etappe überschritten wird. Abzweigung an einer markanten Schulter, ca. 1970 m, 0.45 Std. Aufstieg, 0.35 Std. Abstieg. Für den Aufstieg über den Südwand-Klettersteig (K 2) Klettersteig-Ausrüstung empfehlenswert.

Grabnerstein, 1847 m: Blumenberg, leicht erreichbare Aussichtsloge. Von der Grabneralm 1 Std. Aufstieg. Über den gesicherten Jungfernsteig kann zum Admonterhaus gequert werden 1 Std.

Natterriegel, 2065 m: Gipfel im Haller Mauerngrat mit hervorragender Rundsicht. Vom Admonterhaus 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg.

 

4. Glocknertrek

Glocknertrek
©Pavlo Glazkov

Er bäumt sich als höchster Gipfel über dem längsten Gletscher von Österreich und liegt zudem noch im größten Nationalpark der Alpen. Die magische Anziehungskraft des Großglockners steckt aber nicht nur in der Superlative, sondern in der reizvollen Landschaft.

Eine hochalpine Wanderung führt in sieben Tagen um die Glocknergruppe und gibt eindrückliche Hochgebirgsszenerien von gleich drei Bundesländern preis: Tirol, Kärnten und Salzburg. Da die Runde weitgehend durch hochalpines Gelände führt, ist auch im Sommer Schnee nichts ungewöhnliches, ein Wintereinbruch ganz normal. Bedeckt beispielsweise über der Rudolfshütte, dem ersten Etappeziel, weißer Flaum die höheren Etagen muss umgedacht werden. Der großartige Höhenweg zur Sudetendeutschen Hütte könnte dann zum Desaster werden. Der Abstieg vom Kalser Tauern ins Dorfertal ist in solchem Fall die bessere Alternative.

Hinter der Daberklamm öffnet sich das Kalser Tal. Bilderbuchlandschaft. Auch das Ködnitztal, über dem sich die weiß bepuderte Pyramide des Großglockners aufbäumt. Historische Einkehr in der Salmhütte. Die älteste Schutzhütte der Ostalpen wurde 1799 zum Zwecke der Erstbesteigung erbaut, die schließlich im Juli 1800 den Brüdern Klotz in Begleitung von Pfarrer Horasch gelang. Auf ihren Spuren wandert man aussichtsreich zur Stockerscharte. Tief unten liegt der Margritzen Stausee, über dessen Dammkrone zum Glocknerhaus aufgestiegen werden muss. Noch im 19.Jahrhundert hätte man hier ohne großen Höhenunterschied über den nun weit zurückgezogenen Pasterzengletscher queren können. Auf der berühmten Hochalpenstraße ist am Abend Ruhe eingekehrt. Kaum jemand bekommt das überirdische Glühen mit, dass zur Dämmerungszeit den König der Ostalpen verzaubert.

Ausgangs- und Endpunkt:

Kaprun, 786 m, gilt wegen seiner guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Bahnhof Zell am See aus, als idealster Einstieg in die Glockner-Runde. Die Postautolinie 660 fährt von Kaprun über das Kesselfall-Alpenhaus zur Talstation des Lärchwand-Schrägaufzuges, von dessen Bergstation ein weiterer Bus zum Stausee Mooserboden, dem eigentlichen Ausgangspunkt, befördert. Auf dem Rückweg trifft man am Kapruner Törl auf die Straße. Von dort mit dem Bus nach Kaprun.

Anforderungen:

Hochalpine Bergtour, die Kondition und Trittsicherheit verlangt. Vor allem an den nordseitigen Hängen liegt auch im Hochsommer häufig noch Schnee. Es sind keine Gletscher- und Kletterpassagen zu bewältigen. Auf jeder Etappe kann ins Tal abgestiegen werden.

Route:

1. Tag: Mooserboden – Rudolfshütte. (6.30 Std.)
2. Tag: Rudolfshütte – Sudetendeutsche Hütte. (7.30 Std.) Die Variante über das Dorfertal zum Kalser Tauernhaus ist kürzer.
3. Tag: Sudetendeutsche Hütte – Lucknerhaus. (7.30 Std.)
4. Tag: Lucknerhaus – Salmhütte. (4.15 Std.)
5. Tag: Salmhütte – Glocknerhaus. (3 Std.)
6. Tag: Glocknerhaus – Fusch. (7.30 Std.)
7. Tag: Fusch – Gleiwitzer Hütte – Straße Kapruner Törl. (7.10 Std.)

Höhenunterschied: 5960 m im Aufstieg, 7100 m im Abstieg.

Information:

Karte: Freytag & Berndt 1:50 000 WK 122 „Großglockner – Kaprun – Zell am See“.

Unterkünfte

Tag 1:
Fürthermoaralm (1803 m. ü. M.)
Privat, Juni bis Anfang Okt.
50 Schlafplätze
Tel. +43 6547 715 82 34 35
www.fuerthermoar.atBerghotel Rudolfshütte (2311 m. ü. M.)
Privat, Juni bis Anfang Okt.
72 Zimmer + 35 Lager + Hallenbad
Tel. +43 6563 82 2
www.rudolfshuette.at
Tag 2:
Sudetendeutsche Hütte, DAV*
(2650 m. ü. M.)
Ende Juni bis Sept. / 55 Schlafplätze
Tel. +43 4875 64 66
www.alpenverein-sudeten.deKalser Tauernhaus, DAV
(1755 m. ü. M.)
Ende Mai bis Mitte Okt.
50 Schlafplätze
Tel. +43 664 985 70 90
www.kalser-tauernhaus.de
Tag 3:
Lucknerhaus (1918 m. ü. M.)
Privat, Febr. bis Ende Okt.
15 DZ + 54 Lager
Tel. +43 4876 85 55
www.lucknerhaus.atGlorerhütte, DAV (2642 m. ü. M.)
Ende Juni bis Anfang Okt.
60 Schlafplätze
Tel. +43 664 303 22 00
www.glorerhuette.at
Tag 4:
Salmhütte, OeAV (2638 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept.
50 Schlafplätze
Tel. +43 4824 20 89
www.salmhuette.at
Tag 5:
Glocknerhaus, OeAV (2132 m. ü. M.)
Mai bis Okt. / 88 Schlafplätze
Tel. +43 4824 246 66
www.glocknerhaus.net
Tag 6:
Tauernhaus Ferleiten (1151 m. ü. M.)
Privat, Mai bis Okt. / 3 DZ
Tel. +43 664 158 01 00
www.tauernhaus-ferleiten.atGasthof Lampenhäusl in Fusch
(811 m. ü. M.)
Privat, fast ganzjährig
Tel. +43 6546 21 50
www.lampenhaeusl.at
Tag 7:
Gleiwitzer Hütte, DAV (2174 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Anfang Okt.
72 Schlafplätze
Tel. +43 664 929 49 89
www.gleiwitzerhuette.at

*DAV – Deutscher Alpenverein

Bekannteste Gipfel

Medelzkopf, 2761 m: Phantastischer Tiefblick zu den Seen um die Rudolfshütte, Panorama auf Granatspitz- und Glocknergruppe. Vom Kalser Tauern 0.45 Std. Aufstieg, 0.30 Std. Abstieg. Einfacher ist der halbstündige Zugang von der Bergstation des Sessellifts vom Weißsee.

Großer Muntanitz, 3232 m: Gipfel in der Granatspitzgruppe, Blick zum Großglockner und Großvenediger. Von der Sudetendeutschen Hütte über den Karl-Schottner-Weg 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wichtig, oft noch Firnfelder.

Blauspitze, 2575 m: schwindelerregender Tiefblick ins Kalsertal, über dem sich der Großglockner majestätisch aufbäumt. Abstecher auf der 3. Etappe vom Aussiger-Teplitzerweg nach dem Hohen Tor 0.30 Std. Aufstieg. Interessanter ist es dann, dem Gratverlauf über den Weißen Knopf zu folgen und mit dem Blauspitz-Sessellift nach Kals abzukürzen.

Böses Weibl, 3121 m: Aussichtsloge in der Schobergruppe, vom Peischlachtörl (4. Etappe) 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg. Nur am Gipfelgrat leichte Kletterei.

Spielmann, 3027 m: Einer, der vom Kärntnerland auserkorenen Seven Summits mit einmaligem Weitblick. Von der Unteren Pfandlscharte (6.Etappe) 1 Std. Aufstieg, 0.45 Std. Abstieg. Wenn kein Schnee liegt, markierte und leichte Route.

 

5. Bärentrek

Dolomitentrek, Weitwanderwege
Die Berge im Berner Oberland mit Eiger-, Mönch- und Jungfrau-Gipfel. | ©Rostislav Ageev

Kaum ein Weitwanderweg in der Schweiz stillt die Sehnsucht nach einer großen Tour so eindrucksvoll wie der Bärentrek. Auf 130 Kilometern zieht er von Ost nach West quer durch die gewaltige Bergwelt des Berner Oberlandes, immer an der Grenze von grünen Almen zu mächtigen Viertausendern, darunter Mönch, Jungfrau und der berüchtigte Fastviertausender Eiger.

Hautnah führt die Strecke an Gletschern und monumentalem Urgestein entlang, überwindet acht Pässe und führt in zehn ganz unterschiedliche Täler. Wasserfälle, Seen, und dramatische Schluchten liegen am Weg, aber auch hübsche Dörfer und Hotels, die ihren Charme aus der Anfängen des Tourismus in die Gegenwart gerettet haben. Der Höhepunkt ist im wahrsten Sinne das Höhtürli auf 2778 Metern. Im Banne der eisgepanzerten Blüemlisalp wandert man von dort hinunter zum Oeschinensee, einem der schönsten Schweizer Bergseen. Obwohl man sich tief in den Bergen bewegt, lässt sich täglich aus der Tour auszusteigen. Die meisten wandern sie in acht Etappen, man kann sich aber auch kürzere Etappen zurechtlegen und wird abends dennoch eine urige Hütte oder ein gemütliches Berghotel finden.

Wer will, überlässt schweres Gepäck einem Transport-Service und geht die gesamte Tour von Meiringen im Haslital bis Gsteig im Saanenland mit einem Tagesrucksack. Doch gleich, in wie viel Etappen und mit wie viel Gepäck: Am Ende versteht jeder, warum schon große Geister wie Goethe oder Rousseau von den Berner Alpen schwärmten.

Ausgangs- und Endpunkt:

Ausgangspunkt ist Meiringen, 595 m, beste Bahnverbindungen. Fahrpläne: www.sbb.ch. Endpunkt ist Gsteig, 1184 m. Busverbindung zum Bahnhof von Gstaad (Fahrpläne: www.post.ch).

Anforderungen:

Abgesehen von wenigen Teerpassagen verläuft die Tour auf gut ausgebauten Wanderwegen, Bergpfaden und alpinen Steigen. Wegen der teilweise recht hohen Pässe ist der Bärentrek eine ausgesprochene Hochsommertour. Auch Anfang Juli können noch lokale Schneefelder vorkommen. Schlüsselstellen sind die Sefinenfurgge und das Hohtürli mit ein paar exponierten Passagen, die jedoch mit Drahtseil gesichert sind. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Durch die zahlreichen Unterkünfte und die gute Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz kann die Tour jederzeit abgebrochen werden.

Route:

1. Tag: Meiringen – Rosenlaui. (3 Std.)
2. Tag: Rosenlaui – Alpiglen. (6.45 Std.)
3. Tag: Alpiglen – Gimmelwald. (7 Std.)
4. Tag: Gimmelwald – Berghaus Golderli. (7 Std.)
5. Tag: Bergaus Golderli – Oeschinensee. (7 Std.)
6. Tag: Oeschinensee – Engstligenalp. (6.10 Std.)
7. Tag: Engstligenalp – Iffigenalp. (6.30 Std.)
8. Tag: Iffigenalp – Gsteig. (7.15 Std.)

Höhenunterschied: 8970 m im Aufstieg, 9080 m im Abstieg.

Information:

Karten: Swisstopo 1:50 000, Blatt 255 T „Sustenpass“, Blatt 254 T „Interlaken“, Blatt 264 T „Jungfrau“, Blatt 263 T „Wildstrubel“; www.swisstopo.ch

Tourenplanung mit Übernachtungsorganisation: Reiseanbieter Alpavia.

Unterkünfte

In den Talorten und auch zwischendrin gibt es hinreichende Auswahl an Unterkünften.
Die Hütten sind in der Regel von Mai/Juni bis Ende Sept./Anfang Okt. geöffnet.
Tag 1:
Hotel Rosenlaui (1328 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 971 29 12
www.rosenlaui.ch
Tag 2:
Berghaus Alpiglen (1616 m. ü. M.)
Privat, Tel.+41 33 853 11 30
www.alpiglen.ch
Tag 3:
Gimmelwald: Hotel Mittaghorn
(1419 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 855 16 58
www.gimmelwald.chPension Gimmelwald (1368 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 855 17 30
www.pensiongimmelwald.com

Esthers Guesthouse
Privat, Tel. +41 33 855 54 88
www.esthersguesthouse.ch

Tag 4:
Berggasthaus Golderli (1440 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 676 21 92
www.golderli.ch
Tag 5:
Berghotel Oeschinensee (1593 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 675 11 19
www.oeschinensee.chBerghaus am Oeschinensee
(1593 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 675 11 66
www.arva-oeschinensee.ch
Tag 6:
Berghotel Engstligenalp (1952 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 673 22 91
www.engstligenalp.chBerghaus Bärtschi (1935 m. ü. M.)
Privat, 55 Schlafplätze
Tel. +41 33 673 13 73
www.engstligenalp.ch
Tag 7:
Berggasthaus Iffigenalp (1584 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 733 31 20
www.iffigenalp.ch
Tag 8:
Gsteig: Gasthaus Bären (1184 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 33 755 10 33
www.baerengsteig.ch

 

Bekannteste Gipfel

Bütlasse, 3192 m: Kann auf der 4. Etappe bestiegen werden, falls man die Variante von der Sefinenfurgge zur Gspaltenhornhütte gewählt hat. Von der Sefinenfurgge 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg zur Gspaltenhornhütte. Alpine Route, steinschlaggefährdetes Couloir in den Felsen der Vorderi Bütlasse, meist Schnee am Gipfel, eventuell Pickel und Steigeisen nötig.

Bunderspitz, 2546 m: Leichter Aussichtsgipfel, Abstecher auf der 6. Etappe, insgesamt 0.45 Std.

Ammertenspitz, 2613 m: Lohnender Abstecher auf der 7. Etappe, insgesamt 0.45 Std.

6. Tour du Mont Blanc

Dolomitentrek, Weitwanderwege
©Andrei Moldovan 2709

Es gibt Berge, die einfach viel schöner aus der Distanz zu betrachten sind, anstatt sich in den Bergsteigerkolonnen gen Gipfel auf die Füße zu treten. Die Tour du Mont Blanc ermöglicht das Objekt der Begierde wie ein Kunstwerk zu umrunden und von allen Seiten zu bestaunen. Auf dieser Trekkingtour um den höchsten Berg der Alpen darf man sich satt sehen an dem weißen Riesen, seinen Felsnadeln, den luftigen Spitzen, den filigranen Felstürmen, seinen wild zerrissenen Gletschern, die bis tief ins Tal fließen und eine aufregende Symphonie aus Fels und Eis bilden.

13 Pässe, sieben Täler und drei Länder werden gestreift: Frankreich, Italien und die Schweiz. Von jedem Pass, von jedem Tal zeigt sich ein anderes überwältigendes Gesicht des Königs der Alpen. Hie und da kann auch ein leichter Gipfel mitgenommen werden, wie beispielsweise der Tête Nord des Fours auf der dritten Etappe. Ein Muss, nicht zuletzt wegen seines berühmten Besuchers Horace Bénédict de Saussure, der hier als Erster den besten Einblick in die Südseite der Mont-Blanc-Kette genoss.

Der Genfer Naturforscher gilt als der Entdecker des Mont Blanc, mit dem der Alpinismus seinen Anfang nahm. Mitte des 18.Jahrhunderts umrundete er mehrmals zu Fuß und mit Maultieren den eisgepanzerten Monarchen. Sein Versuch einer Erstbesteigung schlug fehl und er setzte eine Belohnung aus, für denjenigen, dem das Wagnis gelänge. Im Jahre 1786 durften sich die zwei Chamoniarden Jacques Balmat und Michel Gabriel Paccard über Ehre und das Geldgeschenk freuen. Erst ein Jahr später stand auch Saussure auf dem Gipfel.

Ausgangs- und Endpunkt:

Ausgangspunkt befindet sich in Les Houches, 980 m, Vorort von Chamonix. Sehr gute Zugverbindungen. Der Endpunkt ist Chamonix, 1037 m. Sehr gute Zugverbindungen.

Anforderungen:

Leichte Bergtour auf gut ausgetretenen Wanderpfaden. Das alpine Gelände setzt Trittsicherheit voraus. Der anspruchsvolle Part auf Schweizer Seite über das Fênetre d’Arpette ist eine Variante. Die Hauptroute von Champex über Bovine zum Col de la Forclaz gestaltet sich gemütlicher. Auch die klettersteigähnliche Passage an der Aiguillette d’Argentière kann umgangen werden, in dem man schon am Col des Montets den Sentier Balcon einschlägt.

Route:

1. Tag: Les Houches/Bergstation La Chalette – Refuge du Truc. (4.15 Std.)
2. Tag: Refuge du Truc – Refuge du Col de la Croix du Bonhomme. (6 Std.)
3. Tag: Col de la Coix du Bonhomme – Refuge des Mottets. (3.15 Std.)
4. Tag: Refuge des Mottets – Rifugio Maison Vieille. (6.15 Std.)
5. Tag: Rifugio Maison Vieille – Rifugio Bertone. (3.45 Std.)
6. Tag: Rifugio Bertone – Rifugio Elena. (6.45 Std.)
7. Tag: Rifugio Elena – La Fouly. (4.30 Std.)
8. Tag: La Fouly – Relais d’Arpette. (4.30 Std.)
9. Tag: Relais d’Arpette – Trient. (7 Std.)
10. Tag: Trient – Tré-le-Champs. (5 Std.)
11./12. Tag: Tré-le-Champ – Refuge du Lac Blanc.  (3.30 Std.) Refuge du Lac Blanc – Brévent – Seilbahn Chamonix. (4.30 Std.)

Höhenunterschied: 9840 m im Aufstieg, 9100 m im Abstieg

Information:

Karten: IGN Top 25, 1:25 000, Blatt 3630 OT “Chamonix” und Blatt 3531 ET “St-Gervais”.

Unterkünfte

Die Hütten sind in der Regel von Juni bis Mitte/ Ende September bewirtschaftet.
Aufgrund der Hüttendichte sind kürzere oder längere Etappen möglich.
Tag 1:
Refuge du Truc (1720 m. ü. M.)
Privat, 28 Plätze
Tel. +33 4 50 93 12 48
Tag 2:
Refuge du Col de la Croix du Bonhomme (1978 m. ü. M.)
Tel. +33 4 79 07 05 28
Tag 3:
Refuge des Mottets (1978 m. ü. M.)
Privat, 50 Schlafplätze
Tel. +33 4 79 07 01 70
www.lesmottets.com
Tag 4:
Rifugio la Maison Vieille am Col Chécroui (1956 m. ü. M.)
Privat, Tel. +39 0165 80 93 99
www.maisonvieille.com
Tag 5:
Rifugio Giorgio Bertone (1991 m. ü. M.)
Privat, 60 Schlafplätze
Tel. +39 0165 84 46 12
Tag 6:
Rifugio Elena (2062 m. ü. M.)
Privat, 115 Schlafplätze
Tel. +39 0165 84 46 88
www.rifugioelena.it
Tag 7:
Hotel Edelweiss in Fouly
(1592 m. ü. M.)
Privat, Tel. +41 27 783 26 21
www.fouly.ch
Tag 8:
Relais d’Arpette (1630 m. ü. M.)
Privat, 70 Schlafplätze
Tel. +41 27 783 12 21
Tag 9:
Relais du Mont-Blanc in Trient
(1297 m. ü. M.)
Privat, DZ+32 Schlaflager
Tel. +41 27 722 46 23
Tag 10:
Gîte-Refuge la Boerne, Tré-le-Champ
(1400 m. ü. M.)
Privat, 29 Schlafplätze
Tel. +33 4 50 54 05 14
www.la-boerne.fr
Tag 11:
Refuge du Lac Blanc (2352 m. ü. M.)
Privat, 40 Schlafplätze
Tel. +33 4 50 53 49 14

Bekannteste Gipfel

Mont Lachat, 2115 m: Großartigen Blick auf die Aiguilles de Chamonix und den Bionnassay-Gletscher. Von der Bergstation la Chalette 0.45 Std. Aufstieg, 0.30 Std. Abstieg, leicht.

Mont Truc, 1811 m: Höchste Erhebung der Alp um das Refuge du Truc, 0.15 Std. Aufstieg, 0.10 Std. Abstieg.

Tête Nord des Fours, 2756 m: Prachtsblick in die Südseite des Mont Blanc. Vom Col des Fours 0.30 Std. Aufstieg, 0.20 Std. Abstieg. Unschwierig, Trittsicherheit erforderlich.

Tête entre deux Sauts, 2723 m: Panoramaloge über dem italienischen Val Ferret mit Blick auf die Südabstürze der Mont-Blanc-Gruppe. Vom Col entre deux Sauts 0.45 Std. Aufstieg, 0.30 Std. Abstieg.

Aiguillette des Posettes, 2201 m: Höhepunkt einer wunderbaren Kammroute, wird auf der 10.Etappe überschritten.
Le Brévent, 2525 m: Abschlussgipfel, knieschonende Option mit der Seilbahn nach Chamonix zu gelangen.

 

7. Sentiero Roma

Dolomitentrek, Weitwanderwege
©Richard Schmitt

Als Bollwerke des Paradieses beschreibt Douglas W. Freshfield die zwischen dem Bergell und dem Comersee in den Himmel ragenden Türme. Für Walter Bonatti ist es der schönste Granit der Welt und Riccardo Cassin erinnern die eleganten Spitzen an die großen Kathedralen Patagoniens.

Spitzenbergsteiger haben an den majestätischen Granitsäulen mit ihren messerscharfen Graten Klettergeschichte geschrieben und das Interesse in diesen abgelegenen Winkel gelenkt. Es überläuft einem ein Schauer, wenn man ihren Berichten folgt, ihren Erzählungen von Tragödien und Erfolgen, von großem Mut und Durchhaltevermögen, von Ehrgeiz und auch ein bisschen Verrücktheit. Vom Wunsch, das Leben intensiver zu spüren.

„Aus der Perspektive des Bergsteigers sind Berge Bühnen, Hindernisse und Schwierigkeiten dienen als Requisiten. Es gibt große und kleine Bühnen. Eine der ganz großen, eine Weltbühne, ist der Pizzo Badile“, schreibt Marco Volken und hat dem rauesten Berg in der Granitfront gleich ein ganzes Buch gewidmet.

Dieser „Weltbühne“ ganz nahe zu kommen, auch wenn man sich selbst nicht in die Riege der Kletterer einordnen kann, geht. Und eine Portion Wagemut braucht der Bergwanderer durchaus, um den Sentiero Roma zu bewältigen, der sich direkt unter den Giganten aus Granit auf einer Höhe von über 2500 Metern entlang fädelt. Zahlreiche Passagen sind Klettersteig ähnlich eingerichtet. Ein Abenteuer durch die lichtdurchflutete Südseite der Bergeller Urlandschaft.

Ausgangs- und Endpunkt:

Ausgangspunkt ist in Novate Mezzola, 212 m, an der Bahnlinie von Colico nach Chiavenna. Endpunkt ist in Chiesa/ Valmalenco, 960 m. Busverbindung nach Sondrio (Fahrpläne: www.stps.it), dann per Bahn.

Anforderungen:

Nichts für Gelegenheitswanderer. Große Höhenunterschiede, hochalpines Gelände und versicherte, exponierte Passagen sind zu bewältigen. Oft führt Schmelzwasser zu Vereisungen. Man sollte sich daher vorher bei den Hütten informieren, ob Steigeisen nötig sind. Biwakschachteln bieten Schutz bei Schlechtwettereinbruch. Von jeder Hütte kann ins Tal abgestiegen werden.

Route:

1. Tag: Novate Mezzola – Codera – Rifugio Brasca 5.30 Std.
2. Tag: Rifugio Brasca – Rifugio Gianetti. (5.30 Std.)
3. Tag: Rifugio Gianetti – Rifugio Allievi. (5.15 Std.)
4. Tag: Rifugio Allievi – Rifugio Ponti. (6.30 Std.)
5. Tag: Rifugio Ponti – Rifugio Bosio. (3 Std.)
6. Tag: Rifugio Bosio – Chiesa/Valmalenco. (3 Std.)

Höhenunterschied: 4200 m im Aufstieg, 3450 m im Abstieg.

Information:

  • APT Valtellina, Via Trieste 12, I-23100 Sondrio, Tel. +39 0342 21 59 21 oder 68 34 70, www.valtellina.it.
  • Ufficio Turistico, Via Roma, Cataeggio (Val Masino), Tel. +39 0342 64 11 17, www.valmasino-online.eu.

Karten: Kompass 1:50 000 Blatt 92 “Chiavenna – Val Bregaglia” und Blatt 93 “Bernina – Sondrio”.

Unterkünfte

Die Hütten sind in der Regel von Juni bis September geöffnet.
Tag 1:
Osteria Alpina in Cordera (825 m. ü. M.)
Privat, 17 Schlafplätze
Tel. +39 0343 620 37
www.osteriaalpina.itRifugio Brasca, CAI (1304 m. ü. M.)
48 Schlafplätze
Tel. +39 0343 620 75
ww.rifugiobrasca.it
Tag 2:
Rifugio Gianetti, CAI (2534 m. ü. M.)
90 Schlafplätze
Tel. +39 0342 64 51 61Bivacco Molteni (2510 m. ü. M.)
Schlafplätze mit Matratzen und Decken
www.camptocamp.org
Tag 3:
Rifugio Allievi, CAI (2387 m. ü. M.)
100 Schlafplätze
Tel. +39 0342 61 42 00Bivacco Manzi (2538 m. ü. M.)8 Schlafplätze mit Matratzen und Decken
www.camptocamp.orgBivacco Kima (2700 m. ü. M.)
8 Schlafplätze mit Matratzen und Decken, Küche
Tag 4:
Rifugio Ponti, CAI (2559 m. ü. M.)
60 Schlafplätze
Tel. +39 0342 64 01 38
www.rifugioponti.it
Tag 5:
Rifugio Bosio, CAI(2080 m. ü. M.)
50 Schlafplätze
Tel. +39 0342 45 16 55
www.rifugi.lombardia.it

 

Bekannteste Gipfel

Piz Badile, 3308 m: Der Berühmteste unter den Granitzacken des Bergell. Vom Rifugio Gianetti 4 Std. Aufstieg, 3 Std. Abstieg. Leichte Klettertour (PD+) mit Kletterstellen III, Steinschlaggefahr.

Monte Diasgrazia, 3678 m: Der Höchste der Bergeller Berge. Vom Rifugio Ponti 4 Std. Aufstieg, 3 Std. Abstieg. Mäßig schwierige Gletschertour (AD) durch kombiniertes Gelände mit Kletterstellen III.

8. Giro del Viso

Giro del Viso
Der Monviso und seine atemberaubende Gebirgskette. | ©Leonardo Schiavone

Seine stolze Pyramide ist an klaren Tagen weithin sichtbar. Wer schon einmal vom Walliser Alpenkamm nach Süden geschaut hat, kennt den Monviso als markanten Spitz, der sich für den, der durch die Poebene näherrückt, unglaublich wuchtig über dem piemontesischen Flachland in den Himmel bäumt. Als isoliert stehender Gigant, nur 30 Kilometer von der Poebene und nur 90 Kilometer vom Meer entfernt, überragt der Monviso über 500 Höhenmeter alle umliegenden Berge. Eine Erklärung, warum man ihn lange Zeit gar für den Höchsten der Alpen gehalten hat und warum er der „sichtbare Berg“ (die Bedeutung von Viso) heißt.

Immerhin ist er der höchste Berg der Cottischen Alpen. Seine herabfließenden Wasser nähren die Quelle des Po („Sorgenti del Po“), der sich vom kleinen Gebirgsbach zum längsten Fluss Italiens mausert, um schließlich in die Adria zu münden.

Der schnellste Weg, um an den Monviso heranzukommen, führt durch das Po-Tal hinauf zur Pian del Re, wo die Straße endet. Atemberaubend, wie sich dort über der kleinen Hochebene die aus Pfeilern und Rippen modellierte Monviso-Nordostwand über 1500 Meter in den Himmel bäumt. Ein guter Einstieg in den Giro del Viso, der durch Hochtäler führt, die zu den ursprünglichsten der Alpen zählen. Dabei passiert man am Colle delle Traversette auch ein historisches Highlight, den „Buco di Viso“, den ersten Straßentunnel der Alpen. Es wird gar gemutmaßt, dass Hannibal mit seinen Elefanten über diesen Pass gezogen sein soll.

Ausgangs- und Endpunkt:

Pian del Re, 2020 m, mit großem Parkplatz. Busverbindung bis Crissolo, dem letzten Dorf. Pian del Re ist dann zu Fuß über Pian Melzé in etwa 3 Std. erreichbar. Weitere Ausgangspunkte für den Giro del Viso sind Castello, 1608 m, im Varaita-Tal und der Parkplatz am Roche Écroulée, 1780 m, oberhalb l’Echalp im französischen Queyras.

Anforderungen:

Alpine Bergtour über steile Pässe, die Trittsicherheit und Kondition voraussetzen. Im Sommer hohe Gewitterneigung vor allem auf italienischer Seite, da ist ein früher Aufbruch ratsam. Stirnlampe für den Tunnel am Col Traversette nicht vergessen. Im Passbereich können auch im Hochsommer noch Schneefelder liegen.

Route:

1. Tag: Pian del Re – Rifugio Quintino Sella. (2.30 Std)
Sehr empfehlenswert ist die Weiterwanderung zum Rifugio Alpetto. In der Regel ist am Alpetto weniger los. (1 Std)
2. Tag: Rifugio Quintino Sella – Passo San Chiaffredo – Pian Meyer – Rifugio Vallanta. (6 Std.)
Ein lohnender Abstecher von Pian Meyer zum Rifugio Bagnour, herrlich inmitten des Arvenwaldes gelegen. ( 1 Std.)
3. Tag: Rifugio Vallanta – Refuge du Viso – Colle delle Traversette – Rifugio Giacoletti. (6.30 Std.)
4. Tag: Rifugio Giacoletti – Lago Superiore – Pian del Re. (2 Std.)

Höhenunterschied: 2300 m.

Information:

  • Po-Tal: Comunità Montana, Via S.Croce 4, I-12034 Paesana, Tel. 0039/0175/942 73, www.vallipo.cn.it
  • Ufficio Turistico della Valle Po, Piazza Vittorio Veneto 30, I-12034 Paesana, Tel. +39/0175/94 58 57
  • Ufficio Turistico, Via Umberto 39, I- 12030 Crissolo, Tel. 0039/0175/94 01 31, proloco.crissolo@libero.it
  • Varaita-Tal: Ufficio Turistico, Piazza della Vittoria, I-12020 Sampeyre, Tel. 0039/0175/97 71 52, www.vallevaraita.cn.it
  • Queyras: Maison du Queyras, F-05470 Aiguilles, Tel. 0033/(0)4/92 46 76 18, www.queyras-montagne.com

Karten: IGC 1:50 000 Blatt 6 Monviso oder besser IGN Alpes sans Frontières, 1:25 000, Blatt 8 Monviso.Haut-Queyras (wird nicht mehr aufgelegt, ist aber teilweise noch erhältlich).

Unterkünfte

Tag 1:
Albergo Pian del Re (2020 m. ü. M.)
Privat, 15. Juni bis Ende Sept. / 50 Schlafplätze
Tel. 0039/0175/949 67
www.rifugiopiandelre.itRifugio Quintino Sella, CAI (2634 m. ü. M.)
20. Juni bis Ende Sept. / 94 Schlafplätze
Tel. 0039/0175/949 43
www.rifugioquintinosella.com

Rifugio Alpetto, CAI (2268 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept.
Tel. 0039/0340/513 07 92
www.rifugioalpetto.it

Tag 2:
Rifugio Bagnour – Communità Montana Valle Varaita
(2017 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept.
Außerhalb der Zeit an Wochenenden
20 Schlafplätze
Tel. 0039/320/426 01 90Rifugio Vallanta, CAI (2458 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept. / 75 Schlafplätze
Tel. 0039/0175/95 60 25
www.rifugiovallanta.it
Tag 3:
Refuge du Viso (2460 m. ü. M.)
16. Juni bis 16. Sept. / 65 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/92 46 81 81
www.refugeduviso.ffcam.frRifugio Giacoletti, CAI (2741 m. ü. M.)
15.6. bis 15.9. / 55 Schlafplätze
Tel. 0039/0175/94 01 04
www.giacoletti.it

 

Bekannteste Gipfel

Viso Mozzo, 3019 m: Der kleine Bruder des Monviso, grandioser Panoramaberg über dem Rifugio Quintino Sella, 1.15 Std. Aufstieg, 0.45 Std. Abstieg. Pfadspuren vom Colle di Viso durch Blockgelände.

Punta Malta, 2997 m: Aussichtsgipfel südwestlich überm Passo San Chiaffredo, 0.50 Std. Aufstieg, 0.30 Std. Abstieg, markiert, steil.

Monte Losetta (Pointe Joanne), 3052 m: Leichter Dreitausender am Übergang vom Soustra ins Vallanta-Seitental, gewaltiger Belvedere auf den Monviso. 1.30 Std. Aufstieg vom Rifugio Vallanta, 1 Std. Abstieg.

9. Der Seealpentrek

Der Seealpentrek
Der Arc de Tortisse, berühmter Naturkalksteinbogen im Nationalpark Mercantour in Frankreich. | ©Alessandro Cristiano

Die Seealpen erstrecken sich vom Stura-Tal bis zum Tendapass. Tief eingeschnittene Täler flankiert von schroffen Gneis- und Granitgipfeln, die von der 3297 Meter hohen Cima Argentera überragt werden. Hier treffen die südlichsten Gletscher des Alpenbogens mit mediterranen Klimafaktoren zusammen und bringen eine außergewöhnlich vielfältige Flora hervor. Die geringe Durchlässigkeit des Unterbodens sorgt für unzählige Bäche, Wasserfälle und Seen.

Auf italienischer Seite ist das Gebiet als Naturpark, auf französischer Seite als Nationalpark geschützt. Im 19.Jahrhundert beanspruchte König Vittorio Emanuele II., der damalige Regent von Savoyen-Piemont und spätere König des neuen Italien, die Seealpen als sein Jagdrevier und ließ unzählige Reit- und Jagdsteige bauen, aus denen sich zusammen mit später entstandenen Militärwegen und einer guten Hüttendichte heute fantastische Höhenrouten zusammenstellen lassen.

Besonders spannend ist das Grenzschlängeln zwischen dem „Parco Naturale delle Alpi Marittime“ und dem „Parc National du Mercantour“, bei dem man zwei ganz unterschiedliche Seiten und Mentalitäten kennen lernen wird. Eine Besonderheit weist die Hochgebirgslandschaft rund um den Mont Bego auf, nach dem Val Camonica in der Lombardei die zweitgrößte Fundstelle prähistorischer Felsgravuren im gesamten Alpenraum.

Ein wunderbarer Einstieg ist Terme di Valdieri. Wo die Königsfamilie einst leidenschaftlich gerne kurte, lässt sich auch heute in warmem Thermalwasser herrlich relaxen und ganz nostalgisch auf den Trek einstimmen.

Ausgangs- und Endpunkt:

Ausgangspunkt ist in Terme di Valdieri, 1368 m. Etwa 36 km entfernt von Cuneo. Bus von Cuneo (Piazza Galimberti) Mo-Sa 1x tgl. Juli/August 2x tgl. 8.10/14.30 Uhr, Fahrplan: www.benese.it. Endpunkt ist in Entracque, 893 m. Bus nach Cuneo fährt mehrmals täglich.

Anforderungen:

Anspruchvolles, langes Hüttentrekking durch alpines Gelände. Gute Trittsicherheit und Kondition sind Voraussetzung. Die Etappe vom Rifugio Remondino zum Refuge de la Cougourde ist weglos, jedoch gut mit Farbpunkten markiert. Bei Nebel ist die Orientierung erheblich erschwert. Unterwegs viel Schutt, Trittsicherheit wichtig. Das Stück vom Colle Mercantour über die Lacs Bessons ist nur mit Steinmännchen markiert und erfordert guten Orientierungssinn. Es kann leichter auch durch das Vallon des Erps umgangen werden.

Route:

1. Tag: Terme di Valdieri – Rifugio Valasco – Rifugio Emilio Questa 5.30 Std.
2. Tag: Rifugio Emilio Questa – Laghi di Fremamorta – Rifugio Remondino 5.30 Std.
3. Tag: Rifugio Remondino – Colle Mercantour – Refuge de la Cougourde 6 Std.
4. Tag: Refuge de la Cougourde – Pas des Ladres – Colle di Finestre – Refuge Madone de Fenestre 3.30 Std.
5. Tag : Madone de Fenestre – Refuge de Nice – Baisse du Basto – Baisse de Valmasque – Refuge de Fontanalba 7 Std. 6. Tag : Fontanalba – Casterino 3.15 Std. (genug Zeit, um sich die berühmten Felszeichnungen an den Lacs jumeaux anzuschauen).
7. Tag: Casterino – Colle ouest del Sabbione – Trinità 5.30 Std.
8. Tag: Trinità – Entracque 1.30 Std.

Höhenunterschied: 5853 m.

Information: Parco Naturale delle Alpi Marittime, Piazza Regina Elena 30, I-12010 Valdieri, Tel. +39/0171/97397, www.parcoalpimarittime.it. Parc National du Mercantour, 23, rue d’Italie, BP 1316, F-06006 Nice, Tel. +33/(0)4/93167888, www.mercantour.eu

Felsgravuren: Im Juli und August werden im Mercantour Nationalpark Führungen zu den Felsgravuren mehrmals täglich angeboten, im Juni und Sept. nur an Wochenenden. Treffpunkt am Refuge Fontanalba um 8 Uhr, um 11 und 13 Uhr dann weiter oben am Refuge de Service an den Lacs jumeaux. Treffpunkt am Refuge des Merveilles um 8, 11, 13 und 15 Uhr, an Wochenenden 8 und 13 Uhr.

Wolfspark: Im Sommer 2010 wurde in Entracque das Centro Uomini e Lupi (Mensch & Wolf) eröffnet. Mit zwei interaktiven Shows (eine in Entracque neben dem Tourismusbüro und eine im nahen Wolfspark) werden die Besucher auf spannende Weise in eine brisante Thematik eingeführt.

Karten: Blu Edizioni, Cartoguida :25 000, Blatt 1 Parco Naturale delle Alpi Marittime, der französische Teil fehlt, dafür benötigt man die IGN Top 25 Blatt 3841 OT. Am idealsten sind die IGN-Karten Alpes sans Frontières 1:25 000, Blatt 4 Vallée des Merveilles.Val Vermenagna und Blatt 5 Argentera.Mercantour (werden nicht mehr aufgelegt, sind jedoch teilweise noch erhältlich).

Unterkünfte

Tag 1:
Terme Reali di Valdieri (1368 m. ü. M.)
Privat, Juni bis Sept.
Tel. 0039/0171/971 06
www.termerealidivaldieri.itAlbergo Turismo (1368 m. ü. M.)
Privat, Mitte April bis Mitte Okt.
Tel. 0039/0171/973 34 oder 971 79

Rifugio Valasco -königliches Jagdhaus
(1763 m. ü. M.)
Mai bis Ende Sept./ 50 Schlafplätze
Tel. 0039/348/323 02 66
www.rifugiovalasco.it

Rifugio Emilio Questa, CAI
(2388 m. ü. M.)
15.Juni bis 15.Sept. / 45 Schlafplätze
Tel. 0039/0171/973 38
www.rifugioquesta.it

Tag 2:
Rifugio Remondino, CAI
(2430 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept., sonst nach Absprache / 60 Schlafplätze
Tel. 0039/328/544 04 95
www.rifugioremondino.it
Tag 3:
Refuge de la Cougourde, CAI
(2110 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept.
47 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/93 03 26 00
Tag 4:
Refuge Madone de Fenestre, CAI
(1903 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept.
62 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/93 02 83 19Refuge de Nice (2232 m. ü. M.)
Anfang Juni bis Ende Sept.
80 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)6/61 97 59 38
www.cafnice.org
Tag 5:
Refuge de Fontanalba (2018 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept.
25 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/93 04 89 19Refuge des Merveilles (2111 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Ende Sept.
79 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/93 04 64 64Online-Reservierung der französischen Hütten möglich: www.cafresa.org. Es empfiehlt sich das Refuge des Merveilles und das Refuge de Fontanalba lange im voraus zu buchen.
Tag 6:
Auberge Marie Madeleine in Casterino (1543 m. ü. M.)
Privat, Mai bis Okt. / 33 Schlafplätze
Tel. 0033/(0)4/93 046593
www.casterino.com
Tag 7:
Locanda del Sorriso im Weiler Trinità
(1091 m. ü. M.)
Parkhütte
Juni bis Sept. / 38 Schlafplätze
Tel. 0039/0171/97 83 88
www.locandadelsorriso.com

 

Bekannteste Gipfel

Cima del Baus, 3067 m: Dreitausender mit gewaltigem Panorama bis zum Meer, vom Rifugio Remondino 2.30 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg, bis zum Lago di Nasta rot markiert, dann Steinmännchen, am Gipfelgrat leichte Kletterei, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wichtig.

Mont Bego, 2872 m: Überschreitung, die am 5. oder 6. Tag bei gutem Wetter stattfinden kann. Von der Baisse de Valmasque oder der Baisse de Fontanalba 1.45 Std. im Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg zum Refuge des Merveilles. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung.

 

10. Giro del Marguareis

Giro del Marguareis
©attilio pregnolato

Hast du schon einmal vom Marguareis gehört? Neuland für die meisten Teutonen. Er ist mit 2651 Metern der höchste der Ligurischen Alpen, die am Tendapass beginnen und sich bis zum Mittelmeer ziehen. Der Berg gibt seit 2011 auch dem Naturpark den Namen, der zuvor Parco Naturale Alta Valle Pesio e Tanaro hieß und 1978 gegründet wurde.

Der Parco del Marguareis umfasst ein Karstgebiet, das an die Dolomiten erinnert und damit auch den Beinamen Piccole Dolomiti trägt. Man durchwandert hier eine abgefahrene Landschaft aus weiten Karrenfeldern, bizarren Felsformationen, Dolinen und Grotten. Der Untergrund birgt mit 150 Kilometern eines der größten Höhlensysteme Italiens. Die Durchlässigkeit des Gesteins lässt viele Bäche abtauchen, so dass man sich zu Beginn jeder Etappe in den Hütten unbedingt mit genügend Trinkwasser eindecken sollte. Nach heftigen Gewittern oder längeren Regenperioden füllen sich die unterirdischen Karstgänge auf und spucken vielerorts herrliche Wasserfälle oder Bäche aus. So wie den Piscio del Pesio oder die Cascata del Saut, die man beim Zustieg aus dem Pesio-Tal mitnehmen kann.

Gut, dass das alpine Gelände genug Potential zum Kalorien verbrennen hat, denn in den Hütten isst man unglaublich lecker. Der Giro del Marguareis, im Jahre 2006 kreiert, verbindet alle fünf Hütten rund um den Marguareis. Er erlaubt zahlreiche Gipfelabstecher, die Weitblick vom Monte Rosa bis zum Mittelmeer schenken. Auch eine Stippvisite in den Untergrund ist möglich. Ganze 4,7 Kilometer kann in die Grotte delle Vene zwischen Carnino und dem Rifugio Mongioie eingedrungen werden, vorausgesetzt man hat eine Stirnlampe dabei und leidet nicht unter Klaustophobie.

Ausgangs- und Endpunkt:

Pian delle Gorre, 1032 m, Parkplatz im Talschluss des Pesio-Tals, 4 km von Certosa di Pesio, 36 km von Cuneo. Zug bis Cuneo, dann Bus: bis Chiusa Pesio ganzjährig, bis Certosa di Pesio nur 15.Juni bis 15.Sept., wie auch der Shuttleservice Certosa di Pesio – Pian delle Gorre.

Anforderungen:

Gute Bergpfade durch stark gegliedertes Gelände, das Trittsicherheit und Kondition voraussetzt. Nur der Abschnitt zwischen dem Passo del Duca und dem Passo di Scarason, den man am ersten Tag passiert, ist weglos, doch gut markiert. Die Hitze des Sommers sorgt jedoch oft schon ab Mittag für Wolkenbildung. Die Hochflächen hüllen sich dann in Nebel und die Markierungen sind schwer zu finden. Deshalb ist ein früher Start ratsam.

Route:

1. Tag: Pian delle Gorre – Passo del Duca – Passo di Scarason – Rifugio Don Barbera 4.45 Std.
2. Tag: Rifugio Don Barbera – Carnino – Grotta delle Vene – Rifugio Mongioie 4.30 Std.
3. Tag: Rifugio Mongioie – Bocchino dell’Aseo – Colle della Brignola – Gias Gruppetti – Rifugio Mondovi 5.45 Std.
4. Tag: Rifugio Mondovi – Rifugio Garelli 2.30 Std., mit Überschreitung der Cima delle Saline 6 Std.
5. Tag: Rifugio Garelli – Pian delle Gorre 1.45 Std.

Höhenunterschied: 3120 m (ohne Überschreitung der Cima delle Saline).

Information:

Karte: Wanderkarte Blu Edizioni, Cartoguida 1:25 000, Blatt 2 Alpi Liguri.

Unterkünfte

Tag 1:
Rifugio Pian delle Gorre
(1032 m. ü. M.)
Parkhütte, 16 Schlafplätze, ganzjährig
Tel. 0039/0171/73 80 77 oder
333/270 03 14
www.rifugiopiandellegorre.itRifugio Don Barbera, CAI
(2070 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept.
40 Schlafplätze
Tel. 0039/0174/54 28 02 oder
333/11 79 75
www.rifugiodonbarbera.eu
Tag 2:
Rifugio Mongioie, CAI
(1555 m. ü. M.)
Mai bis Sept. / im Okt. nur an den  Wochenenden bewohnbar
70 Schlafplätze
Tel. 0039/0174/34 55 41
www.rifugio-mongioie.com
Tag 3:
Rifugio Mondovi-Havis de Gorgio, CAI
(1761 m. ü. M.)
Mitte Juni bis Mitte Sept.
60 Schlafplätze
Behinderteneinrichtung
Tel. 0039/0174/655 55 oder
335/547 58 07
www.rifugiomondovi.com
Tag 4:
Rifugio Garelli, CAI (1970 m. ü. M.)
Juni bis Mitte Sept.
Mai/Okt. an Wochenenden
90 Schlafplätze
Tel. 0039/0171/73 80 78 oder 333/97 70 99 37
www.rifugiogarelli.com

 

Bekannteste Gipfel

Cima Scarason, 2352 m: Die höchste Erhebung der Rocce Scarason schenkt herrlichen Tiefblick ins Vallone del Marguareis und auf die Aufstiegsroute der ersten Stunden, vom Südwestgrat zwischen Gipfel und Passo Scarason Abstecher von insgesamt 0.30 Std.

Punta Marguareis, 2651 m: Höchster Gipfel der Ligurischen Alpen mit einmaliger Schau bis zum Mittelmeer. Vom Rifugio Don Barbera 1.45 Std. im Aufstieg, 1.15 Std. im Abstieg.

Mongioie, 2630 m: zweithöchster Gipfel der Ligurischen Alpen, der auf der 3.Etappe bestiegen werden kann. Von der Bocchino dell’Aseo 1 Std. im Aufstieg, 0.30 Std. Abstieg. Vom Pass führen Wegspuren nach links durch den Schutthang auf den Gipfel, Trittsicherheit wichtig.

Cima della Brignola, 2472 m: Gipfel im Nordausläufer des Mongioie mit Prachtsblick auf das Ellero-Tal und die Cima delle Saline. Leichter Abstecher insgesamt 0.30 Std.vom Colle Brignola am 3.Tag.

Cima delle Saline, 2612 m: Lohnende Überschreitung, vom Rifugio Mondovi über den Passo delle Saline zum Gipfel 3.30 Std., dann den Höhenrücken entlang in den Colle del Pas 1.15 Std. und zum Rifugio Garelli 1.15 Std.. Der ostseitige Steilaufstieg bedarf sehr guter Trittsicherheit, ansonsten leicht.

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