Wandern mit Kindern ist weit mehr als Bewegung an der frischen Luft: Es ist ein gemeinsames Abenteuer, bei dem die ganze Familie die Natur mit neuen Augen entdeckt. Ob über schmale Waldwege, vorbei an rauschenden Bächen oder hinauf zum ersten Gipfel, beim Wandern mit der Familie wird schon der Weg zum Erlebnis. Wurzeln werden zu Hindernisparcours, kleine Wasserfälle zu Abenteuerspielplätzen und die Begegnung mit einem Murmeltier schnell zum Höhepunkt des Tages. So entstehen gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen, die weit über die Wanderung hinaus bleiben.

Damit eine Wanderung mit Kindern in den Bergen für Groß und Klein zum entspannten Erlebnis wird, kommt es allerdings auf die richtige Planung an. Wie lang darf eine kindgerechte Wanderung sein? Welche Ausrüstung gehört in den Rucksack? Wie motiviert man Kinder unterwegs und was sollte bei einer Übernachtung auf der Berghütte beachtet werden? In unserer Checkliste zum Wandern mit Kindern findet ihr die wichtigsten Tipps rund um Tourenplanung, Ausrüstung, Sicherheit, Motivation und Hüttenübernachtung. So seid ihr bestens auf eure nächste Familienwanderung vorbereitet und könnt euch auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: gemeinsam draußen unterwegs sein, die Natur entdecken und jede Menge kleine und große Abenteuer erleben.
Wandern mit Kindern leicht gemacht: Checkliste für Familien
Kinder brauchen nicht immer Gipfel – sie suchen Abenteuer
Beim Wandern mit Kindern zählt nicht unbedingt der höchste Gipfel oder die längste zurückgelegte Strecke. Für kleine Wanderer liegen die eigentlichen Abenteuer meist direkt am Wegesrand: ein rauschender Bach, Tiere auf der Alm, spannende Felsen, ungewöhnliche Pflanzen oder ein schmaler Waldpfad können eine einfache Wanderung schnell zur aufregenden Entdeckungstour machen.
Plant deshalb genügend Zeit zum Spielen, Beobachten und Entdecken ein. Besonders motivierend sind abwechslungsreiche und kindgerechte Wanderwege mit natürlichen Spielmöglichkeiten, Erlebnisstationen, Almen oder Hütten entlang der Strecke. Auch eine Übernachtung auf einer Berghütte kann für Kinder zu einem echten Höhepunkt der Familienwanderung werden.
Wer sich als Erwachsener auf das Tempo und die Perspektive der Kinder einlässt, erlebt die Berge häufig selbst noch einmal ganz neu. Statt möglichst schnell ans Ziel zu kommen, darf unterwegs Zeit für kleine Abenteuer bleiben, denn gerade beim Wandern mit der Familie ist der Weg oft das eigentliche Ziel.
Tourenplanung beim Wandern mit Kindern: Darauf solltet ihr achten
Eine sorgfältige Tourenplanung ist beim Wandern mit Kindern besonders wichtig. Länge, Höhenmeter und Schwierigkeit der Wanderung sollten zum Alter, zur Erfahrung und zur Kondition der Kinder passen. Informiert euch vor dem Start außerdem über den Zustand der Wanderwege, mögliche Gefahrenstellen und die aktuelle Wetterlage.
Bezieht eure Kinder nach Möglichkeit bereits in die Planung der Wanderung ein. Dürfen sie beispielsweise zwischen verschiedenen Zielen wählen oder sich auf eine Hütte, einen Bergsee oder einen Abenteuerspielplatz unterwegs freuen, steigt häufig auch die Motivation. Erzählt ihnen schon vor der Tour von besonderen Rastplätzen, Tieren oder anderen Highlights, die es unterwegs zu entdecken gibt.
Plant eure Familienwanderung möglichst flexibel. Eine kürzere Alternativroute oder eine Möglichkeit zum vorzeitigen Umkehren kann besonders mit jüngeren Kindern hilfreich sein. Denn Motivation, Kondition und Wetter können sich in den Bergen schnell ändern. Ausreichend Zeitreserven sorgen dafür, dass kein unnötiger Zeitdruck entsteht.
Checkliste: So plant ihr eine kindgerechte Wanderung
- Gehzeit, Höhenmeter & Schwierigkeit: Wählt eine Wanderung, die dem Alter, der Erfahrung und der Kondition der Kinder entspricht. Lieber etwas kürzer planen und Reserven lassen.
- Pausen & Erholung: Kinder benötigen regelmäßige Pausen. Plant genügend Zeit zum Essen, Trinken, Spielen und Ausruhen ein.
- Abwechslung & Abenteuer: Bäche, Seen, Tiere, Hütten, Spielplätze oder Erlebniswege sorgen unterwegs für Motivation und machen die Wanderung spannender.
- Mitbestimmung: Bezieht Kinder altersgerecht in die Tourenplanung ein und lasst sie unterwegs kleine Entscheidungen treffen.
- Flexible Route: Plant nach Möglichkeit Alternativen ein, mit denen sich die Wanderung spontan verkürzen oder verlängern lässt.
- Wetter & Wegverhältnisse: Prüft vor dem Start den aktuellen Wetterbericht sowie die Bedingungen auf der geplanten Route.
- Zeitreserven: Mit Kindern dauert eine Wanderung meist länger. Plant deshalb großzügig und vermeidet unnötigen Zeitdruck.
Wie lange können Kinder wandern? Tipps zu Gehzeit und Tourenplanung
Wie lange können Kinder wandern und welche Gehzeit ist für welches Alter geeignet? Diese Fragen stellen sich viele Eltern bei der Planung einer Familienwanderung. Eine pauschale Antwort gibt es allerdings nicht: Alter, Kondition und Wandererfahrung des Kindes spielen ebenso eine Rolle wie Höhenmeter, Wegbeschaffenheit, Wetter und die Motivation unterwegs.
Als grobe Orientierung für die Gehzeit beim Wandern mit Kindern können folgende Werte dienen:
- 1–3 Jahre: Längere Strecken werden überwiegend in einer Kraxe oder Kindertrage zurückgelegt. Plant viele Pausen ein, in denen sich die Kleinen frei bewegen, spielen und die Umgebung entdecken können.
- 3–6 Jahre: Etwa 2–4 Stunden können bei entsprechender Gewöhnung möglich sein. Ideal sind kurze, einfache und abwechslungsreiche Wanderwege mit vielen Möglichkeiten zum Spielen und Entdecken.
- 6–10 Jahre: Touren von bis zu etwa 5 Stunden können für wandererfahrene Kinder machbar sein. Kleine Anstiege und altersgerechte Herausforderungen sorgen für Abwechslung.
- 10–14 Jahre: Je nach Kondition und Erfahrung können auch längere Wanderungen von etwa 6–7 Stunden möglich sein. Ausreichend Pausen und ein attraktives Tourenziel bleiben jedoch wichtig.
Faustregel für die Gehzeit mit Kindern: Plant für eine Wanderung mit Kindern etwa das 1,5-Fache der üblichen Gehzeit für Erwachsene ein. Noch wichtiger als die reine Zeitangabe ist jedoch, genügend Reserven einzuplanen und das Tempo an das langsamste Familienmitglied anzupassen.
Auch Pausen gehören fest zur Tourenplanung einer Familienwanderung. Wählt dafür sichere und möglichst spannende Plätze – etwa eine Alm, einen Bach oder einen schönen Aussichtspunkt. Kinder erholen sich häufig anders als Erwachsene: Spielen, entdecken und freie Bewegung können deshalb genauso wichtig sein wie eine klassische Rast.
Wichtig: Die genannten Gehzeiten sind lediglich Richtwerte. Beobachtet eure Kinder während der Tour und passt Strecke, Tempo und Pausen individuell an. Müdigkeit, nachlassende Konzentration oder fehlende Motivation sind gute Gründe, die Wanderung abzukürzen oder umzukehren.
Hüttenübernachtung mit Kindern: ein ganz besonderes Highlight
Eine Übernachtung auf einer Berghütte ist für Kinder oft das größte Abenteuer der gesamten Tour. Der rustikale Charme, das Schlafen im Matratzenlager, das gemeinsame Abendessen am Holztisch und der Sonnenuntergang über den Bergen – all das hinterlässt bleibende Eindrücke. Wichtig ist eine frühzeitige Reservierung, denn viele Hütten sind gerade in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Familienfreundliche Hütten bieten oft eigene Familienlager, kindgerechte Mahlzeiten, Spielecken und manchmal sogar Tiere zum Streicheln. Ohrenstöpsel, Stirnlampe und Hüttenschlafsack gehören zur Grundausstattung. Wer gut vorbereitet ist, wird belohnt – mit einer Nacht voller Sternenhimmel, Geschichten am Lagerfeuer und einem Sonnenaufgang, den man nie vergisst.
Tipps zur Planung:
- Frühzeitig Reservieren, besonders in der Hauptsaison.
- Zustiegsdauer & Gelände auf Familienniveau abstimmen.
- Prüfen, ob Matratzenlager oder Zimmer verfügbar sind.
- Nach Kinderangeboten fragen (Kinderbett, Spielraum, Menüs).
- Packliste ergänzen: Hüttenschlafsack, Ohrstöpsel, Abendessen-Besteck, Stirnlampe.
Beliebte, familienfreundliche Berghütten:
Olpererhütte – Zillertaler Alpen
Die auf 2.389 Metern hoch über dem türkisblauen Schlegeisspeicher gelegene Olpererhütte befindet sich in den Zillertaler Alpen. Sie wurde 2007 erneuert und erweitert und bietet mit 72 Nächtigungsplätzen in Zimmern und Lagern einen gewissen Komfort.
Der Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Olpererhütte liegt am Schlegeisspeicher, der entweder per Auto über eine Mautstraße oder mit dem Bus erreichbar ist. Schon die imposante Staumauer und der türkisfarbene See dahinter sind ein echtes Highlight. Der kürzeste und direkteste Weg führt entlang des Riepenbachs – ein schmaler Steig, der stetig ansteigt.
Unterwegs bieten sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Gletscherberge wie den Großen Möseler oder den Hochfeiler. Wer sich Zeit nimmt und die Szenerie genießt, kann problemlos mehr als die angesetzten 1,5 Stunden Gehzeit benötigen.
- Höhe: 2.389 m, Zillertaler Alpen, oberhalb Schlegeisspeicher
- Aufstieg mit Kindern: mehrere Zustiegsmöglichkeiten, der kürzeste Weg erfolgt am Riepenbach entlang, ohne Pause: 1,5 Std. Gehzeit
- Besonderheit: frei schwingende Hängebrücke nahe der Hütte, Hühnerstall, Ziegen, Klettergarten nicht weit entfernt
- Betten: 72 (Zimmer und Matratzenlager)
Adolf‑Nossberger‑Hütte – Hohe Tauern, an der Grenze zu Osttirol
Die idyllisch an einem Bergsee gelegene Adolf-Nossberger-Hütte ist ein echtes Abenteuer für Familien. Kinder können mit einem Floß oder über die Seilrutsche den See erkunden, am Ufer spielen oder an heißen Tagen sogar ein kurzes Bad wagen. Größere und trittsichere Kinder freuen sich über den kleinen Klettergarten in Hüttennähe.
Die Hütte selbst versprüht nostalgischen Charme: Gekocht und geheizt wird mit Holz, gewaschen wird mit kaltem Wasser, und die knarrenden Dielen erzählen Geschichten vergangener Zeiten. Am Abend wird es besonders gemütlich – in der warmen Stube mit Gesellschaftsspielen und Hüttenatmosphäre wie aus einer anderen Welt.
- Höhe: 2.488 m, Schobergruppe (Kärnten)
- Aufstieg mit Kindern: Ab Parkplatz Gradenalm, ca. 3-4 Stunden
- Besonderheit: See mit Floß und Seilrutsche, viele Spiele & Klettergarten
- Betten: 50 (verteilt auf Lager mit 7-10 Betten sowie 3- und 5-Bett-Zimmer)
Fiderepass‑Hütte – Kleinwalsertal, Allgäuer Alpen
Auf 2.067 Metern Höhe, direkt an der deutsch-österreichischen Grenze, liegt die Fiderepasshütte, ein spannender Ort, der besonders Kinder begeistert. Die gemütliche Hütte in den westlichen Allgäuer Alpen bietet Platz für bis zu 120 Gäste in klassischen Matratzenlagern.
Der Zustieg lässt sich familienfreundlich gestalten: Mit der Kanzelwand- oder Fellhornbahn spart man Höhenmeter, sodass die Hütte in unter drei Stunden erreicht werden kann. Oben angekommen, genießen kleine und große Wanderer nicht nur die Aussicht, sondern auch echtes Hüttenerlebnis. Auf der Sonnenterrasse lässt sich das Treiben am nahegelegenen Mindelheimer Klettersteig beobachten – besonders spannend für junge Abenteurer.
- Höhe: 2.067 Meter, Kleinwalsertal, Deutsch-Österreichische-Grenze
- Aufstieg mit Kindern: verschiedene familienfreundliche Möglichkeiten, z.B. ab Bergstation Kanzelwandbahn über Kanzelwandgipfel und Kühgundalpe, ca. 3 Std. Gehzeit
- Besonderheit: Familienfreundlicher Aufstieg (verkürzbar mit Bergbahn), Blick auf Kletterer im Mindelheimer Klettersteig
- Betten: 120 (Matratzenlager)
Gaudeamushütte – Wilder Kaiser
Die kinderfreundliche Gaudeamushütte liegt auf 1.267 Metern unterhalb des imposanten Ellmauer Tors im Wilden Kaiser. Mit 66 Schlafplätzen, davon 30 in Zimmern, bietet sie Raum für Familienabenteuer mitten in den Bergen.
Der Zustieg startet an der Wochenbrunner Alm, die bequem mit dem Auto oder dem Wanderbus erreichbar ist. Dort laden Spielgeräte und ein Wildgehege schon vor der Wanderung zum Verweilen ein. Der Weg zur Hütte ist ein breiter Fahrweg, der in etwa 30 Minuten auch von kleinen Bergneulingen gut bewältigt werden kann.
Rund um die Hütte warten Kletterblöcke, ein naher Wald mit Spielhütte sowie ein Bachbett, das zum Bauen und Matschen einlädt. Das DAV-Zertifikat „Mit Kindern auf Hütten“ hat die Hütte zurecht erhalten: Naturerlebnis, Bewegung und das gewaltige Panorama machen den Aufenthalt für Familien unvergesslich.
- Höhe: 1.267 Meter, mitten im Wilden Kaiser, unterhalb Ellmauer Tor
- Aufstieg mit Kindern: von Wochenbrunner Alm (Wildgehege, viele Spielgeräte für Kinder), 30 Min. Gehzeit (Kinderwagen geeignet)
- Besonderheit: Kinderspielplatz, Bachbett zum Spielen, Kletterfelsen
- Betten: 66 (davon 30 in Zimmern)
Hochweißsteinhaus – Karnische Alpen
Das auf 1.867 Metern im Karnischen Hauptkamm gelegene Hochweißsteinhaus befindet sich nahe der österreichisch-italienischen Grenze und bietet insgesamt 55 Übernachtungsplätze, davon zwölf in Zimmern. Der Zustieg beginnt bei der Ingridalm, die über einen teils holprigen Schotterweg von St. Lorenzen im Lesachtal aus erreicht werden kann. Je nach Gefährt und Fahrweise ist die Distanz zum Aufstieg variabel – während der Fahrt gibt es mehrere Parkmöglichkeiten. Von dort aus führt ein gut begehbarer Wanderweg in Richtung Hütte, der beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt bietet.
Rund um das Hochweißsteinhaus gibt es für Familien viel zu entdecken. Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher auf das nahegelegene Öfner Joch, das direkt auf der Staatsgrenze liegt und einen herrlichen Rundblick bietet. Für größere und trittsichere Kinder ist auch der Hochweißstein selbst ein lohnendes Ziel: ein eindrucksvoller Gipfel mit einer weißen Madonnenstatue, einem Kreuz und einer Glocke. Nach der Tour wartet in der Hütte eine gemütliche Stube mit hausgemachten Köstlichkeiten. Die herzliche Atmosphäre, die aussichtsreiche Lage und die ursprüngliche Umgebung machen das Hochweißsteinhaus zu einem besonderen Ausflugsziel für wanderfreudige Familien in den Karnischen Alpen.
- Höhe: 1.867 Meter, Karnische Alpen, nahe Österreichisch-Italienischer-Grenze
- Aufstieg mit Kindern: von Ingridalm 1 Std. Gehzeit
- Besonderheit: erinnerungswürdiges Gipfelerlebnis am Hochweißstein (für ältere Kinder), sehr kindgerechte Speisekarte
- Betten: 55 (12 in Zimmern)
Enzianhütte – Allgäuer Alpen, Nähe Oberstdorf
Die auf 1.804 m gelegene Enzianhütte ist ein lohnendes Ziel für Familien, die eine technisch anspruchsvollere Wanderung nicht scheuen. Der Zustieg dauert 2,5 bis 3,5 Stunden und wird mit einer umfangreichen Infrastruktur belohnt: Wellnessangebote, Spielräume und viel Platz zum Austoben sorgen für Abwechslung und Erholung gleichermaßen.
Die Hütte kombiniert alpinen Charme mit modernem Komfort, sodass sich Groß und Klein hier rundum wohlfühlen können. Besonders nach dem Aufstieg freuen sich die Kinder über die Spielräume und die Eltern über eine entspannte Wellnessauszeit.
- Höhe: 1.804 m
- Aufstieg mit Kindern: 2,5–3,5 Stunden – technisch anspruchsvoll, aber lohnenswert
- Besonderheit: umfangreiche Infrastruktur mit Wellness- und Spielräumen
- Betten: Es gibt 108 Matratzenlagerplätze, die sich auf behagliche Einzel-, Zweier- oder Dreierkojen verteilen, sowie 32 Betten in gemütlichen Doppel- und Mehrbettzimmern.
Ostlerhütte – Allgäu
Die Ostlerhütte liegt auf 1 838 m und ist ein echter Familienklassiker im Allgäu. Dank der einfachen Erreichbarkeit per Lift und durch kurze Wanderungen (1–3 Stunden) eignet sich die Hütte auch für kleine Kinder oder Familien, die es etwas gemütlicher angehen wollen. Das beeindruckende Panorama rund um die Hütte lädt zum Staunen und Entspannen ein.
Die Hütte punktet mit einer familienfreundlichen Atmosphäre, vielfältigen Spielmöglichkeiten und einer gemütlichen Stube, in der sich Groß und Klein nach der Wanderung zusammenfinden können. Hier wird die Hüttenzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis.
- Höhe: 1.838 m, Pfronten/Breitenberg im Allgäu
- Aufstieg mit Kindern: 1–3 h (Lift + Wanderung)
- Besonderheit: Panorama, Familienfreundlichkeit, einfache Erreichbarkeit
- Betten: Matratzenlager sowie Suiten mit eigener Dusche/Bad
Straubinger Haus – Chiemgauer Alpen
Das Straubinger Haus liegt auf etwa 1.400 m und ist ein echtes Highlight für Familien mit älteren Kindern. Der Zustieg von ca. 6,4 km mit rund 270 hm ist gut machbar und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Besonders beliebt ist die Boulderwand im Keller, an der Kinder und Erwachsene klettern können. Direkt vor der Tür tummeln sich die spielenden Kinder auf dem großen Spielplatz, während die gemütliche Kuhherde die Umgebung belebt.
Die Hütte bietet eine entspannte Atmosphäre, in der man den Tag nach dem Klettern oder Spielen ausklingen lassen kann. Am Abend versammeln sich die Gäste in der warmen Stube, die mit rustikalem Charme zum Verweilen einlädt.
- Höhe: ca. 1.400 m Chiemgauer Alpen
- Aufstieg mit Kindern: 6,4 km, ca. 270 hm
- Besonderheit: Boulderwand im Keller, Spielplatz & Kuhherde vor der Tür
- Betten: 22 Lagerplätze (für 8 bis 14 Personen), 24 Schlafplätze im Mehrbettzimmer, 4 Schlafplätze im Zweibettzimmer
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Mit Kindern wandern: Das solltest du mitnehmen
Checkliste Ausrüstung: das gehört in den Rucksack
- Reichlich Getränke: Kinder haben einen hohen Flüssigkeitsbedarf, weshalb sie häufig und viel trinken sollten (mindestens 1-2 Liter pro Tag).
- Gesundes Essen: Was im Tal gesund ist und schmeckt, ist auch für die Bergtour geeignet. Ideal sind Obst, Müsliriegel, Käse- oder Wurstbrote; Süßigkeiten nur als kleines Extra.
- TIPP – Eigener Rucksack: Viele Kinder wollen ihre wichtigsten Utensilien selbst tragen – Kuscheltier, Trinkflasche, kleine Brotzeit, Fundstücke. Der bepackte Rucksack sollte dabei maximal zehn Prozent des Kindergewichts wiegen.werden.
- Sonnenschutz: Sonnencreme (mind. LSF 30), Hut und Sonnenbrille nicht vergessen.
- Erste-Hilfe-Set: Pflaster, Gel für Hautabschürfungen und Mückenstiche gehören unbedingt dazu.
- Insektenspray: Hilft gegen Mücken und beugt Zeckenbissen vor.
- Unterhaltung: Kartenspiele oder kleine Spiele für Anreise und Pausen.
- Praktische Helfer: Stirnlampe, Taschenmesser, Müllbeutel, Powerbank und Handy (Notruf 112).
Checkliste Kleidung: wetterfest und flexibel
- Wetterangepasste, funktionelle Kleidung: Fleece, Regenschutz, Ersatzwäsche.
- Passende Wanderschuhe sind unerlässlich.
- Mütze, Stirnband und bei Bedarf Handschuhe.
- Regelmäßige An- und Ausziehpausen. Kinder schwitzen schneller und auch kühlen rascher aus.
Sicherheit geht vor
- Wettercheck: Vor Tourstart immer aktuelle Wetterlage prüfen – insbesondere auf Gewittergefahr achten.
- Routenwahl: Gefahrenstellen kennen und möglichst meiden – oder mit Seil/Sicherung absichern.
- Notfallvorsorge: Handy, Erste-Hilfe-Set und Papierkarte im Maßstab 1:25.000 gehören dazu.
Mehr als nur Wandern: Natur mit allen Sinnen erleben
Wandern mit Kindern bedeutet weit mehr, als gemeinsam Kilometer und Höhenmeter zurückzulegen. Gerade in den Bergen wird die Natur selbst zum Abenteuerspielplatz: Käfer unter Steinen beobachten, Vogelstimmen im Wald erkennen, Tierspuren entdecken oder am Bach nach kleinen Wasserbewohnern Ausschau halten, für Kinder gibt es unterwegs ständig etwas Neues zu erforschen.
Nehmt euch deshalb bewusst Zeit für diese kleinen Entdeckungen. Wer als Erwachsener das Tempo reduziert und sich von der kindlichen Neugier anstecken lässt, erlebt die Landschaft oft selbst noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive. Kleine Spiele, Rätsel oder zur Region passende Geschichten, Märchen und Sagen können zusätzlich dabei helfen, Kinder beim Wandern zu motivieren und aus einem vermeintlich langweiligen Wegabschnitt ein neues Abenteuer zu machen.
Das gemeinsame Naturerlebnis mit der Familie schafft nicht nur schöne Erinnerungen, sondern kann Kindern auch spielerisch Wissen über Berge, Tiere und Pflanzen vermitteln. Dabei gilt natürlich: Tiere nur aus sicherer Entfernung beobachten, Pflanzen stehen lassen und die Natur so hinterlassen, wie ihr sie vorgefunden habt.
Ältere Kinder können unterwegs zunehmend Verantwortung übernehmen: Lasst sie beispielsweise auf der Wanderkarte nach dem nächsten Wegpunkt suchen, Wegmarkierungen entdecken oder mit entsprechender Anleitung, den Umgang mit Karte und Kompass ausprobieren. Das sorgt für Abwechslung, fördert die Selbstständigkeit und gibt Kindern das Gefühl, ein wichtiger Teil der gemeinsamen Familienwanderung zu sein.
„Mit Kindern auf Hütten“
Wer sich unsicher fühlt und zum ersten Mal mit Kindern wandern möchte, aber noch nicht die passende Hütte gefunden hat, sollte unbedingt einen Blick beim Deutschen Alpenverein (DAV) werfen. Unter der Rubrik „Mit Kindern auf Hütten“ werden gemütliche und familienfreundliche Unterkünfte vorgestellt, die den Bergurlaub für Groß und Klein zu einem echten Vergnügen machen.
Ein behagliches und gut ausgestattetes Quartier ist die Grundlage für einen gelungenen Familienurlaub in den Alpen. Die Initiative „Mit Kindern auf Hütten“ von Deutschem, Österreichischem und Südtiroler Alpenverein stellt gezielt Hütten vor, die den Bedürfnissen von Familien gerecht werden.
Dabei gelten strenge Qualitätskriterien:
- Altersgerechte Touren- und Erlebnismöglichkeiten
- Zustiege, die dem Alter der Kinder angepasst sind
- Ein kindgerechtes Hüttenumfeld, das zu Natur- und Bewegungsspielen einlädt
- Familienfreundliche Gastlichkeit und Atmosphäre
- Verpflegung, die preislich und geschmacklich auf Kinder abgestimmt ist
- Kindgerechte Ausstattung mit Spiel- und Lesematerial, Tagesräumen für Familien, Hochstühlen und mehr
- So wird der erste Hüttenaufenthalt mit Kindern zu einem entspannten und unvergesslichen Erlebnis.
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