Anfang Januar zerstörte eine Lawine eine der ältesten Liftanlagen im Skigebiet Zermatt. Der Dreier-Sessellift am Rothorn am Ende der Kumme war seit fast 40 Jahren in Betrieb. Den Schneemassen, die bei einer Lawine das aus Beton gebaute Liftgebäude trafen, hielt dieses aber nicht stand. Auch die erste Stütze des Liftes wurde komplett zerstört. Die Lawine war nach Angabe des CEO der Zermatter Bergbahnen im Online-Magazin 1815.ch, Markus Hasler, vom Gegenhang gekommen und hatte dann die Talstation des Liftes fast komplett zerstört. "Nur ein Zehntel steht noch", wird Hasler zitiert.

Die Bahn kann in diesem Winter nicht mehr in Betrieb genommen werden, Gästen bleibt nunmehr nur noch der Weg über die Tufternkumme hinab zum Patrullarve-Lift oder der direkte Weg zum Blauherd. Wie die Zermatter Bergbahnen nun mit dem defekten Lift umgehen, ist noch unklar. "Der Verwaltungsrat wird an seiner nächsten Sitzung das weitere Vorgehen bestimmen," so Hasler. Da aber das Bewilligungsverfahren einer neuen Anlage ein Jahr dauert, wird auch im Winter 18/19 hier noch kein neuer Lift stehen.

Laut 1815.ch existieren aber Pläne aus dem Jahr 2009, die als Ersatz der ohnehin in die Jahre gekommenen Anlage eine längere Sesselbahn von Tuftern aus vorsieht. Diese würde deutlich länger sein als der bisherige Sessellift und wie zuvor zur Rothorn-Bergstation verlaufen. Als Voraussetzung für einen längeren Lift sei aber der Bau einer Beschneiungsanlage für die Piste nach Tuftern unumgänglich. Wann und wie die Zermatter Bergbahnen die Pläne umsetzen, entscheidet sich in der kommenden Sitzung des Verwaltungsrates.

So sah das Lifthaus nach der zerstörenden Lawine aus (Foto: Harry Lauber, Facebook):