Wer auf den Gipfel des 2224 Meter hohen Nebelhorns im Allgäu möchte, der braucht viel Geduld. Derzeit erschließen drei Gondeln den höchsten Skiberg im Allgäu: Von Oberstdorf geht es zunächst zur Station Seealpe, dann im zweiten Abschnitt zur Station Höfatsblick und schließlich mit der Gipfelbahn nach ganz oben, wo sich den Gästen im für 5,8 Millionen Euro modernisierten Gipfelrestaurant ein fantastischer Ausblick bietet.

 

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll nun erneut ein Anlauf genommen werden, die ersten beiden Gondelabschnitte zu erneuern. Schon 2008 gab es den Wunsch zur Erneuerung der Gondelbahnen, dieser scheiterte aber an Finanzierungsproblemen. Immerhin 40 Millionen soll das Projekt kosten, das laut Peter Schöttl, Vorstand der Nebelhornbahn AG, nun aber in der Planung schon weit vorangeschritten sei. Der Bauantrag dürfte im Herbst gestellt werden, zur Wintersaison 2020/2021 oder spätestens zum Sommer 2021 könnten die Gäste dann mit der neuen Umlaufbahn mit Zehner-Kabinen gen Berg fahren. Mit der neuen Bahn soll die Förderkapazität von derzeit 600 Personen/Stunde auf 1200 Personen/Stunde erhöht werden. Eine moderate Steigerung, auch um den Berg nicht zu übervölkern.

 

"Momentan sieht es so aus, als wenn es diesmal gelingen würde", sagte Schöttl in der Süddeutschen. "Zum einen haben wir momentan sehr niedrige Darlehenszinsen, das war 2008 nicht der Fall", sagt er. Es sei eine gute Zeit für Investitionen. "Zweitens sind die Großaktionäre mittlerweile bereit, diese Investition mitzutragen, und drittens gibt es jetzt das Seilbahnförderprogramm."

 

Das Nebelhorn zählt zu den beliebtesten Ausflugsbergen im Allgäu. Die Bergbahnen transportieren im Sommer deutlich mehr Gäste als im Winter. 2017 war aufgrund des Wetters ein Rekordjahr mit einer halben Million Fahrten: Im Sommer wurden 320.000 Menschen auf den Berg gebracht, im Winter 180.000.

 

Den kompletten Artikel bei der Süddeutschen findet ihr hier.