Seit 1984 ist die Fleckalmbahn im Skigebiet Kitzbühel-Kirchberg in Betrieb, nun soll die windanfällige 6 EUB Gondelbahn erneuert werden. Anfang Dezember reichte die Bergbahn AG Kitzbühel den Antrag bei der Tiroler Landesregierung ein und möchte den Bau einer 10-EUB Comfortline S Fleckalmbahn bewilligen lassen. Das Projekt, das auch den Neubau einer Parkgarage beinhaltet, soll insgesamt etwa 35 Millionen Euro kosten.

 

 

Mehrere Gründe für den Neubau

 

"Die bestehende Anlage 6-EUB Fleckalmbahn befindet sich im Gemeindegebiet Kirchberg in Tirol und führt vom Ortsteil „Klausen“ (800 m Seehöhe) geradlinig direkt auf die Ehrenbachhöhe (1.800 m Seehöhe). Die 6-EUB Fleckalmbahn wird im Sommer und im Winter betrieben und dient einerseits als eine der Hauptzubringeranlagen in das Kernskigebiet und lädt andererseits zu Wiederholungsfahrten ein.

Die Anlage wurde 1984 errichtet und hat eine Förderleistung von 2.400 Personen/Stunde. Sie weist derzeit eine Anzahl von 29 Schäften/Stützen und 200 Fahrzeugen auf. Die Anlage muss aufgrund ihrer Windanfälligkeit außergewöhnlich oft außer Betrieb genommen werden."

 

Planungen für die neue Fleckalmbahn

 

Die neue Anlage soll direkt vom Ortsteil Klausen auf die Ehrenbachhöhe führen. Es wurde eine verbesserte Trassenführung gefunden, wodurch die Talstation ca. 20 m nach Westen in Richtung „Brandseitstube“ und die Bergstation ca. 150 m nach Südwesten an die Bergstation der 8-Sesselbahn Ochsalm verschoben werden. Die neue 10-EUB soll 22 Stützen und 96 Fahrzeuge aufweisen. Die Trasse wird mit einer leichten Ablenkung im Bereich der niederen Fleckalmen geführt. Dadurch wird die Windanfälligkeit wesentlich verringert, zumal die Bahntrasse nicht mehr über den ausgesetzten Gratbereich führen wird. Der Talstations- sowie der Bergstationsbereich der projektierten Anlage 10-EUB „Fleckalmbahn“ kann als permanent lawinensicher erachtet werden.

Das gesamte Talstationsgebäude soll abgetragen und ca. 20 m westlich neu errichtet werden. Die Bergstation wird teilweise abgetragen (das Untergeschoß bleibt bestehen) und ca. 150 m südwestlich, angeschlossen an die Bergstation der 8-Sesselbahn Ochsalm, neu errichtet. Die Bergstation wird mit der Bergstation der 8-Sesselbahn Ochsalm verbunden, sodass sich in optischer Hinsicht ein zusammenhängendes Gebäude ergibt. Das Bergstationsgebäude soll wie die Talstation zweigeschossig ausgeführt werden.

Im Zuge der Projektierungsphase wurden mehrere Vari anten auf Realisierbarkeit, „naturschutztechnische“ Verträglichkeit und Finanzierung geprüft. Aus dem eingereichten Projekt der 10-EUB mit energieeffizientem Direktantrieb ergeben sich ents heidende Vorteile (Verbesserung der Windstabilität, Qualitätsverbesserung, Realisierbarkeit unter Berücksichtigung der Grundeigentümererfordernisse und der bestehenden Gebäude, Berücksichtigung geologischer sowie ökologischer Aspekte, Entflechtung der Skifahrerströmer im Kernskigebiet auf der Ehrenbachhöhe, bestmögliche Nutzung der vorhandenen Pistenflächen).

 

Zum Verwaltungsverfahren der Genehmigung findet am Mittwoch, den 13.02.2019 eine mündliche Verhandlung statt.