Waimea Canyon und Koke´e State Park sind zwei zusammenliegende Naturschutzgebiete die man getrost als einen großen Park bezeichnen kann. Neben offiziellen Campingplätzen und der Möglichkeit des Backcountry Hikings und Campings gibt es auch einfache Hütten für Einzelpersonen und Gruppen die sich günstig mieten lassen und einen guten Ausgangsort für Halbtages- und Tageswanderungen darstellen.

„Grand Canyon des Pazifiks“
Dabei ist der „Grand Canyon des Pazifiks“ in seinen Dimensionen und mit seinen Felsformationen etwas, was man auf einer Insel wie Kauai wohl nicht erwartet hätte. Auf unserer Reise hatten wir die Großartigkeit vollkommen unterschätzt und waren erst am vorletzten Tag unserer Hawaii-Reise hierhin aufgebrochen. Ein Fehler und gleichzeitig einer von sehr vielen Gründen noch einmal nach Kauai zu kommen.

Vorbei an NASA Sternwarte
Grundsätzlich empfiehlt es sich zunächst die Koke´e Road einmal bis zum Ende zu fahren. Am Besucherzentrum und einer Sternwarte der NASA vorbei, kommt man letztlich zu einem grandiosen Aussichtspunkt von dem aus man von Oben in die Napali Coast herein schauen kann. Das wechselnde Licht und die häufig auftretenden Wolken bleiben einem wohl für immer in Erinnerung.

Rundwanderweg an der magischen Küste
Dann muss man sich bei den Wanderungen entscheiden zwischen Trails in Richtung Napali Coast und Trails in oder am Canyon entlang (ins Landesinnere). Obwohl uns der 17 Kilometer lange Rundwanderweg, der sich aus der Kombination von „Awa`awapuhi Trail“ mit „Nu´a lolo Cliffs“ ergibt, von den Einheimischen sehr ans Herz gelegt wurde, entschieden wir uns für die Variante „Waimea Canyon“. Daher können wir nur vom Hörensagen berichten, dass der genannte Rundwanderweg zum Besten der Besten gehört, was Kauai zu bieten hat und gleichzeitig ein Wanderweg ist, der sportlich ambitionierten Wanderern mit einfachen Kletterfähigkeiten vorbehalten bleibt - gleichzeitig erhält man wohl herausragende Ein- und Ausblicke in die magische Küste „Napali“.

Canyon Trail & Cliff Trail Moderat - 3 Kilometer (ein Weg) - 1 Stunde
Der Trailhead liegt etwas abseits und man muss zunächst an einer Dirt Road entlang wandern. Dabei ist dieser Trail aber immer gut ausgeschildert und auch der eigentliche Einstieg, der einen zunächst durch einen trockenen Wald führt ist gut erkennbar. Nach circa einem Kilometer öffnet sich der Horizont und der Blick fällt auf einen Seitenarm des Waimea Canyons. Hier entlang führt einen dieser moderate Wanderweg dann weiter. Er ist breit und - wenn es nicht gerade geregnet hat - machen harter und trockener Lehmboden dies zu einer entspannten Wanderung. Gleichzeitig hat man immer wieder die Möglichkeit, schwindelerregende Blicke in den Canyon zu werfen. Je nach Jahreszeit wird man am Ende des Wanderwegs die Waipo`o Wasserfälle bestaunen können, die mehrere hundert Meter in die Tiefe fallen. Bei Trockenheit kann man - statt der nicht vorhandenen Wasserfälle - ein wenig im Flussbett herumwaten und ein Picknick auf einem der großen Felsblöcke einnehmen.