Für viele ist der Herbst die schönste Jahreszeit zum Wandern. Die Wälder sind bunt, die Luft ist klar und die Sonne schickt die letzten wärmenden Strahlen. Da die Temperaturen schon sehr frisch sein können, ist der Herbst ist auch die Zeit, in der Handschuhe bei Wanderungen sehr beliebt sind. Natürlich müssen es noch nicht die dicken Schneehandschuhe sein. Aber bei kühlem Wind oder morgendlichem Frühnebel sollten sie in der Lage sein, die Finger zu wärmen. Wer gerne mit Trekkingstöcken unterwegs ist, wird bei der Auswahl darauf achten, dass die Modelle genügend Bewegungsfreiheit bieten. Wir haben verschiedene Outdoorfirmen gebeten, uns für genau diesen Bedarf Handschuhe zu schicken. Insgesamt sind bei uns sieben Modelle von unterschiedlichen Herstellern eingereicht worden.

Ansprüche an die Handschuhe:

Gesucht haben wir nach leichten Fingerhandschuhen, die sich für Wandertouren im Frühjahr und Herbst eignen. Die Handschuhe sollten eine möglichst hohe Beweglichkeit aufweisen. Das Feingefühl sollte es ermöglichen, beispielsweise ein GPS-Gerät zu bedienen oder auch die Schuhe zuzuschnüren. Die Handschuhe sollten auch vor Wind schützen und ein gewisses Maß an Regen aushalten.

So wurde getestet:

Wie bei allen Bergleben-Test handelt es sich auch hier um einen Praxistest. Das heißt die Produkte werden nicht in einem Labor untersucht, sondern von verschiedenen Testern auf Anwendbarkeit und Funktionen im Gebrauch abgeklopft. Die Wanderhandschuhe wurden von unseren Testern zunächst auf Tragekomfort und Beweglichkeit überprüft. Dabei stand das subjektive Empfinden im Vordergrund. Ist das Material angenehm? Können die Finger ausreichend bewegt werden? Lassen sich die Handschuhe problemlos an und ausziehen? Um nur einige von vielen Fragen zu nennen. Alle Handschuhe mussten auch zeigen, ob man mit ihnen ein GPS-Gerät bedienen kann. Hier ist zu beachten, dass zwei Modelle (Leki und Salewa) einen speziellen Stoff eingearbeitet haben, mit dem auch Smartphone-Touchpads bedient werden können. Die beiden Handschuhe waren in dieser Funktion somit außer Konkurrenz. Bewertet wurde jedoch bei allen Modellen, wie gut das Feingefühl ausgeprägt ist, bei der Bedienung von GPS-Geräten, die auf Druck reagieren. Auch wenn es kein Hauptkriterium war, wollten wir auch in Erfahrung bringen, ob die Handschuhe auch etwas vor Wind und Wasser schützen. Dafür wurden die Handschuhe in kurzen Abständen in ein Wasserbecken getaucht. Gemessen wurde anschließend, wie viel Wasser aufgenommen wurde. Zu guter Letzt spielen dann auch Faktoren wie Preis, Gewicht und natürlich die Verarbeitung eine Rolle.

Testergebnis:

Am Ende der Testreihe war klar: es kann keinen eindeutigen Testsieger geben. Die Modelle hatten ganz unterschiedliche Vor- und Nachteile, wir wollen daher keinen zum alleinigen Sieger erheben. Aber wir können euch sagen, welcher Handschuh für welche Bedürfnisse am besten funktioniert. Einige Handschuhe sind sehr stark auf den sportlichen Gebrauch ausgerichtet, andere schützen mehr vor Wind und Wetter und wieder andere sind einfach gemütlich und warm. Wir haben uns daher dazu entschieden, mehrere Kauftipps auszugeben. Welchen Handschuh ihr am liebsten überziehen würdet? Schaut einfach selbst ...