Lange wurde spekuliert, nun ist es amtlich: Kristian Ghedina wird seine lange und erfolgreiche Karriere als Skirennläufer beenden. Der Italiener gab dies am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt. Zugleich kündigte der 36-Jährige an, fortan im Motorsport Fuß fassen zu wollen.

Alter doch ausschlaggebend
Ghedina sagte auf der Pressekonferenz in Mailand, dass ihm die Entscheidung sehr schwer gefallen sei. Er habe nach der vergangenen, für ihn positiven Saison Zweifel am Rücktritt gehabt, muss aber letztendlich seinem Alter und seinem Rücken Tribut zollen und tritt zurück. Schweren Herzens verlässt Ghedina laut eigener Aussage den Skisport, freut sich nun aber auf den Autorennsport.

Viele Erfolge und eine Grätsche
Die Liste der Erfolge von Ghedina ist lang. Seit 1990 ist er im alpinen Ski-Weltcup unterwegs gewesen und hat seitdem zwölf Weltcup-Abfahrten und einen Super-G gewonnen. Insgesamt fuhr er im Weltcup 29 Mal bei einer Abfahrt auf das Podium, so viel wie kein anderer Skirennläufer. Zudem gewann er bei Großereignissen insgesamt drei Medaillen. Berühmt wurde Ghedina auch durch die Grätsche von Kitzbühel, die er beim Zielsprung auf der Streif bei 137,6 km/h zeigte und damit die Skiwelt entzückte.

Erster Einsatz am Wochenende
Ghedina hat bereits am kommenden Wochenende seinen ersten Einsatz als Motorsportler. Er wird beim Formel 3000-Rennen im französischen Magny-Cours an den Start gehen. Desweiteren nimmt Ghedina im Verlauf des Jahres an der italienischen Tourenwagen-Meisterschaft teil.