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Mit drei Jahren stand Kathrin in Begleitung ihres Vaters zum ersten Mal auf Ski. Die erste Urkunde, die sie mit fünf Jahren bei einem Kinder-Rennen holte, blieb nicht ohne Folgen, denn von da an beschloss sie, Skirennläuferin zu werden.

Dem Erfolg entgegen
Kathrin stürmte im Eiltempo durch die einzelnen DSV-Manschaften und legte 2001 eine tolle Saison hin, belegte bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Super-G Platz sechs, gewann ein FIS-Rennen im Super-G und errang in dieser Disziplin die Vizemeisterschaft bei der Deutschen Meisterschaft. Ende des Jahres 2001 wurde Kathrin auch zum ersten Mal im Weltcup eingesetzt und erreichte im Super-G von Val d'Isere den 41. Platz.

Schwere Zeiten bei den Großen
Wie es bei Technik-Spezialisten häufig der Fall ist, musste auch Kathrin Hölzl zunächst eine Durststrecke im Weltcup durchleben. Sie konnte sich in den Weltcup-Wintern 2002 bis 2005 kein Mal für den zweiten Durchgang qualifizieren und holte dementsprechend auch keine Punkte. Im Europacup dagegen lief es besser und die Deutsche schaffte zweimal den Sprung auf das Podest und kam noch weitere drei Mal unter die ersten vier.

Qualifikation für das Weltcup-Finale
Doch Hölzl ließ sich nicht entmutigen und wurde in der Saison 2005/2006 für ihre Mühen belohnt. In Spindleruv Mlyn platzte endlich der Knoten für die Deutsche und sie konnte als 24. zum ersten Mal Weltcup-Punkte holen. Dies war so etwas wie die Initialzündung, denn von dort an ging es für Hölzl immer weiter bergauf. Es folgte ein 25. Rang in Cortina d'Ampezzo und dann beim Heimrennen in Ofterschwang sogar der zwölfte Platz. Mit einem 25. Rang in Hafjell qualifizierte sich Hölzl dann für das Weltcup-Finale in Are, bei dem sie den 16. Platz belegte. Und auch im Europacup kam der Erfolg zurück. Hölzl siegte bei zwei Rennen im Riesenslalom. Wer hätte diese Leistungssteigerung zu Beginn der Saison für möglich gehalten!

Sprung in die Weltspitze
2008/2009 schickte sich Hölzl schließlich an, die Weltspitze zu erobern. Dabei fing die Saison verhalten an, vor dem Großereignis, der WM in Frankreich, kam sie immerhin einmal auf Rang drei. In Val d`Isère war das dann alles Makulatur. Hölzl zeigte zwei perfekte Läufe und holte sich damit WM-Gold, die erste Einzelmedaille für den DSV bei einer WM seit acht Jahren. Auch im Gesamtweltcup erreichte sie mit einem siebten Platz das bisher beste Ergebnis ihrer Karriere.

Erster Weltcup-Triumph folgt auf dem Fuße
Lange musste Kathrin Hölzl nicht auf ihren ersten Weltcupsieg nach ihrem WM-Triumph warten. Die Weltmeisterin setzte sich bei schwierigen Bedingungen auf einer eisigen Piste in Aspen (USA) durch. Die Bischofswiesenerin zeigte dabei zwei starke Leistungen und gewann verdient beim zweiten Riesenslalom der Saison. Diesem Sieg sollte noch ein weiterer folgen. Zwar reichte es bei Olympia nur zu Platz sechs, doch beim Weltcup-Finale in Garmisch holte sie sich dafür die kleine Kristallkugel als beste Fahrerin der Saison.

Steckbrief
Geboren: 18.07.1984 in Berchtesgaden
Nation: Deutschland
Heimatverein: WSV Bischofswiesen
Größe: 163 cm
Gewicht: 59 kg
Hobbys: Tennis, Reiten