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Wir sehen uns auf dem Berg.

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Anspruchsvolle Wanderungen und Bergtouren im Allgäu: Tipps einer Einheimischen

28. April 2020 | Frieda Knorke

News Regionen: Deutschland, Allgäu, Bayern

Die Inversionswetterlage bietet großartige Lichtspiele

Die Inversionswetterlage bietet großartige Lichtspiele

Copyright: Frieda Knorke

Schöne Aussicht, abwechslungsreiche Pfade und einen Schuss Adrenalin: Die hier beschriebenen Wanderungen und Bergtouren weichen ab von den gewöhnlichen Wanderführertouren wie Grünten, Ifen oder Rubihorn. Es sind vielmehr die kleinen Juwele, die allesamt zumindest kurzes Zupacken am Fels erfordern, aber jeden Bergliebhaber voll auf seine Kosten kommen lassen werden!

Gewitterzelle über dem Tannheimer Tal, vom Burgberger Hörnle aus gesehen  - © Frieda Knorke

Gewitterzelle über dem Tannheimer Tal, vom Burgberger Hörnle aus gesehen

Copyright: Frieda Knorke

 

Ohne Draht auf Grüntens kleinen Bruder: Burgberger Hörnle


Die Tour aufs Burgberger Hörnle ist eine Traumwanderung schlechthin und die Hausrunde vieler Einheimischer. Sie beginnt etwas oberhalb von Burgberg und folgt zunächst dem populären „Funkenweg“, der bis auf den Grünten hinaufführt. Nach wenigen hundert Höhenmetern zweigen wir allerdings links ab und lassen plötzlich den Trubel hinter uns. Auf schmalen Pfaden geht es immer steiler hinauf, bis wir die letzten Höhenmeter hin und wieder die Hände an den Fels anlegen müssen. Es ist nicht wirklich schwierig oder ausgesetzt, aber anstrengend. Und absolut lohnenswert, denn mit jedem Schritt wird die Aussicht schöner und das Gelände offener. Wenn man dann endlich auf dem kleinen Felszacken mit dem großen Gipfelkreuz steht, reicht der Blick von den Tannheimer Bergen bis weit ins Voralpenland hinein. Dass nicht weit entfernt ein noch höherer Gipfel ist, fällt in diesem Moment garantiert nicht mehr auf – zu schön ist die Aussicht und zu abwechslungsreich war der Aufstieg. Der Abstieg hat es dann auch noch einmal in sich: Über eine kurze drahtseilversicherte Strecke geht es auf blank poliertem Fels in Richtung Hauptgipfel. Entweder man nimmt ihn noch mit und kehrt im Grüntenhaus ein oder wandert über einen der anderen Wege direkt wieder zurück ins Tal.

Quickfacts:

Ab wann möglich? Häufig auch im Winter möglich, dann ggf. Abstieg über Aufstiegsroute

Höhenmeter und Dauer: 600 hm, ca. zwei Stunden bis zum Gipfel

Schwierigkeit: Die leichteste der hier genannten Touren

Talort: Burgberg

Tipp: Bei Inversionswetterlage (häufig im Herbst) ist diese Tour ein ganz besonderes Schmankerl!

Track

 

Gipfeltour in der Nagelfluhkette: Steineberg und Stuiben  - © Frieda Knorke

Gipfeltour in der Nagelfluhkette: Steineberg und Stuiben

Copyright: Frieda Knorke

 

Gipfeltour in der Nagelfluhkette: Steineberg und Stuiben


Der Aufstieg auf den Steineberg in unserem Fall entweder vom Gunzesrieder Tal oder Immenstadt aus möglich. Letzteres bedeutet einen langen Talhatscher beim Abstieg, gewährt aber eine noch längere Zeit auf dem herrlichen Grat der Nagelfluhkette und die Anreise mit der Bahn. Aber egal ob von Immenstadt oder von Gunzesried aus, es wartet die große Herausforderung unmittelbar unter dem Gipfelkreuz. Eine 17 Meter lange Leiter führt hier hinauf und sorgt durchaus für etwas Adrenalin. Wer sich diese erste Herausforderung nicht zutraut, kann die Stelle aber auch umgehen – zumindest, wenn kein Schnee oder Eis mehr vorhanden ist. Nachdem wir hier das erste Mal die Rundumsicht genossen haben, geht es zunächst einfacher hinab und weiter zum Stuiben. Auch hier wartet die Schlüsselstelle wieder auf den letzten Metern. Über geneigte Felsen aus Konglomerat geht es drahtseilversichert bis zum Gipfelkreuz mit Panoramatafel. Auf den gemütlichen Tischbänken genießt sich die Brotzeit gleich noch besser, bevor es anschließend nur noch bergab zurück ins Tal geht. Eine abwechslungsreiche, etwas längere Tour entlang der bekannten Nagelfluhkette, die sich auch gut als Frühlingstour eignet.

Quickfacts:

Ab wann möglich? Mitte Mai verschwinden meist die letzten großen Schneefelder.

Höhenmeter und Dauer: 1.000 Höhenmeter, insgesamt ca. sechs Stunden

Schwierigkeit: Schwindelfreiheit an der Leiter erforderlich, Trittsicherheit bei den zwei drahtseilversicherten Stellen auf dem Weg zum Stuiben.

Talort: Gunzesrieder Säge oder Mittagbahn in Immenstadt

Tipp: Ausreichend Wasser mitnehmen, am Grat gibt es keine Nachfüllmöglichkeit.

Track und Karte

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Wir sehen uns auf dem Berg.

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