Die Ohau Snow Fields liegen malerisch eingebettet in den südlichen Alpen der Region Canterbury – ein alpines Idyll über dem Lake Ohau mit spektakulärer Sicht auf Aoraki/Mount Cook. Das Skigebiet erstreckt sich über 600 Hektar und bietet insgesamt 15 markierte Pisten, die über drei Liftanlagen – darunter ein komfortabler Vierersessellift und zwei Schlepplifte – erreichbar sind. Die Basis beginnt auf 1.425 m, der Gipfel liegt auf 1.825 m, mit einem Höhenunterschied von rund 400 m. Mit einer durchschnittlichen Schneefallmenge von 300 cm pro Saison gilt das Gebiet als besonders schneesicher – und das bei minimalem Andrang.
Die Pisten sind sehr ausgewogen verteilt: 13 % für Anfänger, 27 % für leicht Fortgeschrittene, 33 % für erfahrene Fahrer und 27 % für echte Experten. Auf 25 km befahrbarem Terrain findet sich alles vom flachen Einsteigerhang bis zur anspruchsvollen Rinne. Die längste Abfahrt misst 2,5 km und bietet freie Sicht über das Mackenzie Basin. Besonders familienfreundlich wird Ohau durch seine offene Gestaltung, die Möglichkeit zur Pistenbeobachtung von der Lodge aus, und das entspannte Betriebsklima.
Highlights sind unter anderem zwei kleine Snowparks für kreative Rider, Wochenendrennkurse für Kinder und die charmante Berglodge direkt im Gebiet. Ob als Einstieg ins Skifahren oder als Rückzugsort fernab der Massen – Ohau begeistert durch seine Ruhe, Natürlichkeit und alpine Authentizität.
Die Anreise nach Ohau Snow Fields erfolgt am besten über den Lake Ohau Road, der von der Hauptstraße zwischen Omarama und Twizel abzweigt. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Timaru und Queenstown, jeweils etwa 2 bis 3 Stunden Fahrt entfernt, mit regelmäßigen Inlandsflügen. Mietwagen sind die gängigste Option, da keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel zum Skigebiet führen.
In der Hochsaison stehen Shuttleverbindungen ab ausgewählten Unterkünften in Twizel und Omarama zur Verfügung – insbesondere für Gäste ohne Allradfahrzeug. Die Zufahrtsstraße ist gut gepflegt, jedoch bei Schneefall kettenpflichtig. Parkplätze befinden sich direkt an der Base Lodge, sodass das Equipment nicht weit getragen werden muss. Eine Gondelverbindung gibt es nicht – dafür erfolgt der Einstieg direkt vom Parkplatz aus, bequem und schnell.
Das Gelände in Ohau Snow Fields ist offen, sonnig und breit gefächert. Einsteiger und Familien fahren bevorzugt im unteren Bereich nahe der Basisstation, wo flache Hänge, langsame Lifte und gute Sichtverhältnisse für Sicherheit sorgen. Besonders empfehlenswert ist die „Learner’s Loop“ – eine lange, sanfte Piste mit stabilem Schnee und einfacher Orientierung.
Fortgeschrittene Fahrer profitieren vom mittleren Hangbereich rund um den „Main Ridge Run“. Dort finden sich breite Carvingpisten mit gemäßigtem Gefälle, ideal für lange Schwünge bei konstantem Tempo. Die „Lakeview Trail“ führt entlang des Kammrückens und bietet eine der schönsten Aussichten auf die südlichen Alpen.
Für anspruchsvolle Fahrer bietet der „Summit Bowl“ Abfahrten mit mehr Technik: von kurzen Drops über Buckelpassagen bis zu schnellen Richtungswechseln. Auch nach Neuschnee bleibt dieser Bereich gut fahrbar, da Windverwehungen selten sind.
Die Expertenregion beginnt hinter der „Hidden Face“, einem steilen Hangabschnitt mit natürlicher Rinnenstruktur. Wer hier unterwegs ist, sollte sicher in tiefem Schnee und bei anspruchsvollem Gelände sein – die Lines sind spektakulär, aber wenig präpariert.
Freestyler nutzen die beiden kleinen Parks nahe der oberen Liftstation: „Snow Drift Park“ für Boxen und Rails sowie den „Mini Kicker Park“ mit kleinen Sprüngen für Einsteiger. Beide Anlagen sind naturnah eingebettet und werden regelmäßig gepflegt.
Für alle, die gern mit Aussicht fahren, ist die „Skyline Traverse“ ein Muss – eine panoramareiche Strecke oberhalb des Skigebiets mit weitem Blick bis zu Aoraki/Mount Cook. Sie ist nicht anspruchsvoll, aber landschaftlich eine der schönsten Abfahrten des gesamten Gebietes.
Die besten Tiefschneehänge findest du gleich nach einem Schneefall in der „Quiet Hollow“ – ein windgeschützter Kessel unterhalb des Gipfels, der nur über einen kurzen Aufstieg erreichbar ist. Dort bleibt der Powder oft bis mittags unberührt.
Ein abgelegener Geheimtipp ist die „Tarn Pass Line“. Diese liegt westlich der Hauptpiste und erfordert etwas Orientierung, doch die Belohnung sind butterweiche Schwünge und absolute Stille. Am besten früh starten, bevor andere Fahrer folgen.
Fotobegeisterte sollten die „Sun Halo Drop“ zum Sonnenaufgang nutzen. Die Route bekommt als erste Licht und bietet bei klarer Sicht ein Leuchten über dem Lake Ohau – magisch für Fotos und entspannte Fahrten.
Die „Back Ridge Traverse“ ist ideal für geübte Tourengänger: Abseits der Lifte, mit leichtem Aufstieg, eröffnet sich ein Hang mit variabler Struktur – perfekt für eigene Lines und abendliche Fahrten.
Zum Après-Ski versammeln sich Einheimische in der „Ohau Lodge Bar“ – ein entspannter Treffpunkt mit lokalem Bier, Kamin und Blick auf die Piste. Besonders dienstags gibt’s dort lokale Musik und Berggeschichten.
Ein kulinarischer Geheimtipp ist die „Snowline Kitchen“ in Twizel: kleine Karte, aber große Qualität – Wildgulasch, Süßkartoffelauflauf und selbst gebackenes Brot machen das Lokal bei Skifahrern beliebt. Reservierung empfohlen.
Für eine außergewöhnliche Aktivität bietet die Lodge „Mondschein-Snowshoes“ an – geführte Nachtwanderungen mit Stirnlampe durch das alpine Gelände. Das Beste daran? Der heiße Kakao unter Sternenhimmel nach der Tour.
Ruhesuchende fahren spät am Tag die „Silence Glide“. Diese flache Strecke wird am Abend kaum genutzt und bietet die perfekte Fahrt zur Reflexion, mit bergwärts gehender Sicht und sanfter Schneetextur.
Ein echtes Community-Erlebnis ist der „Friday Firepit“ bei der Lodge. Gäste und Einheimische sitzen gemeinsam am Lagerfeuer, tauschen Tipps und erzählen die besten Linien der Woche – manchmal entstehen dabei spontane Fahrgemeinschaften für den Folgetag.
Zum Abschluss unbedingt die „Frozen Crest Bench“ besuchen – eine natürliche Felsbank nahe des höchsten Punktes, ideal für kurze Pausen, Gipfelfotos oder einfach stille Momente mit Weitblick. Wer früh da ist, hört nichts außer Wind und Schnee.