Skisaison 2021/2022: Neue Bahnen, neue Lifte, neue Pisten

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Wieder einmal gibt es viel zu berichten in unserem jährlichen Bericht über neue Lifte, Bergbahnen, Pisten und allgemein die neue Infrastruktur in den Skigebieten der Alpen. Nach einer bescheidenen Saison 2020/2021, die besonders durch die Corona Pandemie geprägt war, wollen wir euch einen etwas anderen Bericht vorstellen. Aus diesem Grund stellen wir euch einen Überblick zur Verfügung, mit den bereits fertig gestellten Projekten und worauf ihr euch besonders im kommenden Ski-Urlaub wieder freuen könnt.

Neue Lifte in den Skigebieten Österreichs

Es ist keine Überraschung, dass in Österreich über die letzten Sommer hinweg wieder besonders viel investiert und gebaut wurde. Riesige Projekte wie die K-onnection (Seilbahnverbindung Kaprun-Maiskogel-Kitzsteinhorn) gibt es ebenso wie klassische  neue Lifte und Investitionen in die technische Beschneiung und Infrastruktur. Schauen wir uns die entstandenen Projekte einmal näher an.

 

Neue Lifte am Großglockner Resort Kals-Matrei

Neue Lifte am Großglockner Resort Kals-Matrei
© GG Resort – Schultz Gruppe

Starten wir mit dem Großglockner Resort Kals Matrei. Hier wurde im November 2019 die neue 6er-Sesselbahn „Glocknerblick“ fertig gestellt, die die Skigäste von Kals aus bis oberhalb des Restaurants Glocknerblick bringen wird. Der Lift ist eine Ergänzung zum Figollift, ist etwa 1400 Meter lang, überwindet stattliche 675 Höhenmeter und soll als leistungsstarker Zubringer die Wartezeiten im Tal deutlich verringern. Der Lift verfügt über Hauben und Sitzheizung, Hersteller ist die Firma Leitner.

Mit Beginn der Wintersaison am 6. Dezember wird die Sesselbahn wieder in Betrieb sein.

 

SkiWelt Wilder Kaiser Brixental und Ischgl

Bereits ausführlich berichtet haben wir über die Neuheiten in der SkiWelt Wilder Kaiser Brixental und in Ischgl. In der SkiWelt Wilder Kaiser entstanden zur Saison 2019/2020 gleich zwei neue Anlagen: Die Zinsbergbahn ist die erste Kombibahn in den Kitzbüheler Alpen (10er-Gondeln und 8er-Sessel), die neue Fleidingbahn ersetzt nach mehr als 35 Jahren den alten 3er-Sessellift. Zudem wurde die Piste verlängert und es entstand eine neue Aussichtsplattform mit 360° Gipfelpanorama vom Wilden Kaiser über den Großglockner bis zu den Zillertaler Alpen. Beide Projekte wurden von der Firma Doppelmayr umgesetzt, die Investitionskosten lagen bei jeder Bahn bei etwa 15,5 Millionen Euro.

neue Lifte
Fleidingbahn | © AB Seilbahnplanungsbüro

 

 

Silvretta Arena AG

Nicht ganz so viel Geld, nämlich „nur“ 13,5 Millionen Euro, investiert die Silvretta Arena AG in Ischgl in neue Lifte wie die F1 Velilleckbahn. Der neue 6er-Sessellift von Doppelmayr wird der schnellste im gesamten Skigebiet Ischgl-Samnaun sein, zudem setzt man natürlich auf viel Komfort. Die Bergstation der Velilleckbahn, die bis zu 2400 Personen/Stunde befördern kann, liegt auf knapp über 2600 Meter Meereshöhe.

Ebenfalls wurde die neue Visnitzbahn N2 auf der Samnauner Seite des Skigebietes Ischgl-Samnaun in Betrieb genommen. Die neue kuppelbare 8er-Sesselbahn Visnitz führt über 13 Rundrohrstützen von der Alp Trida (2.261 m) in Richtung Visnitzkopf auf 2.633 m und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 372 m. Insgesamt investiert die Silvretta Arena AG im Sommer 2019 ca. 24 Millionen Euro.

 

Skialm Lofer

Über neue Lifte können sich auch Besucher auf der Skialm Lofer freuen. Die fix geklemmte 4er-Sesselbahn Schönbühel wurde in die moderne 8er-Sesselbahn SenderExpress umgewandelt. Geplant ist die neueste Doppelmayr – Generation, die D-Line mit Bubbles, Sitzheizung und Förderband beim Einstieg. Die Talstation ist ca. 60 m tiefer und die Bergstation unverändert am Gipfel des Schönbühels auf 1622 Meter. Eine breitere Hauptabfahrt sowie eine zusätzliche Piste im Schlusshang sind ebenso geplant – fertiggestellt wurde das Ganze bis zum Saisonbeginn 2019/2020. Mehr Infos und Bilder, wie der Bau von statten ging, findet ihr hier.

 

Schladming-Dachstein

Die Planai-Hochwurzen-Bahnen investierten in den vergangenen beiden Jahren insgesamt rund 34,5 Millionen Euro in den Bau von zwei neuen Gondelbahnen. Zum Winterbeginn 2019 wurde die schon bereits 1985 in Betrieb genommene Planai-Seilbahn erneuert. Die neu entstandene Planaibahn I ist jetzt eine 10er-Gondelbahn. Ein Jahr wurde die 10er-Gondelbahn Planaibahn II errichtet. Beide Seilbahnen befinden sich im „Herzstück“ der Schladminger 4-Berge-Skischaukel und werten das Gesamtangebot künftig deutlich auf. Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen, betont auch den ganzjährigen Nutzen der Investition: „Die geräumigen 10er-Gondeln der neuesten Generation garantieren nicht nur ausreichend Platz für Skifahrer. Sie ermöglichen auch barrierefreie Bergfahrten und bieten im Sommerbetrieb Platz für bis zu zwei Mountainbikes.“

Planai Lärchkogelbahn 

Die Investitionen hörten mit den beiden 10er-Gondelbahnen allerdings nicht auf. Im vergangenen Sommer wurde bereits an der Modernisierung eines neuen Projektes gearbeitet. Seit der Skisaison 2020/2021 sorgt die hochmoderne 8er-Sesselbahn „Lärchkogelbahn“ für mehr Komfort und kürzere Wartezeiten für die Skifahrer. Die „Lärchkogelbahn“ gilt seit der Eröffnung als ein wichtiger Knotenpunkt im Skigebiet und stellt eine beliebte Verbindung zu den Liften und Pisten im Gipfelbereich dar. Die Beförderungskapazität konnte mit der neuen Bahn auf 3.500 Personen pro Stunde erhöht werden. Mit der neuen Lärchkogelsesselbahn werden drei Hauptabfahrten (Kraiterabfahrt, Lärchkogelabfahrt und WM-Startstrecke) auf der Planai bedient.

 

 

Kitzsteinhorn-Kaprun-Maiskogel

Eines der größten Seilbahn-Projekte derzeit in Österreich ist die K-onnection in Kaprun. Seit Dezember 2018 ist am Familienberg Maiskogel das multifunktionale Kaprun Center und die 10er EUB-Maiskogelbahn in Betrieb. Seit dem 30. November 2019 ist auch die hochmoderne Dreiseilumlaufbahn „3K Kaprun-Kitzsteinhorn-K-Connection“ geöffnet. Die erste Dreiseilumlaufbahn Salzburgs befördert die Gäste vom Maiskogel direkt in den Bereich Langwied am Kitzsteinhorn. So ist es seit 30. November 2019 möglich, die Gipfelstation am Kitzsteinhorn (TOP OF SALZBURG 3.029 Meter) mit einer Perlenkette von sechs Seilbahnen direkt vom Kapruner Ortszentrum (768 Meter) über den Maiskogel zu erreichen. Die zwölf Kilometer lange Panoramafahrt wird nicht nur die längste durchgehende Seilbahnachse sein, sondern mit 2.261 Höhenmeter auch die größte Höhendifferenz in den Ostalpen bequem überwinden.

 

 

Kitzbühel-Kirchberg

neue Lifte
©Kitzbüheler Alpen

Lange haben Gäste und Einheimische auf eine neue Bahn warten müssen, endlich wird ein besonderes Projekt eröffnet: die neue Fleckalmbahn. Die alten Gondeln mit den schon ausgeblichenen Länderflaggen wurden entfernt. Im April 2o19 wurde kräftig an den neuen Tal- und Bergstationen gewerkelt, damit die Skigäste ab der Wintersaison 2019/2020 mit viel Komfort von Kirchberg hinauf auf die Ehrenbachhöhe schweben können. „Mit dem Projekt Fleckalmbahn Neu treiben wir unsere Qualitätsoffensive erfolgreich weiter voran. ´Viel besser – nicht größer´ ist erneut der Leitsatz, nachdem wir das Projekt Fleckalmbahn neu umsetzen. Daher steht nicht die Maximierung der Förderleistung oder die prestigeträchtige Gestaltung von Bauwerken im Vordergrund, sondern haben wir die Optimierung des Gästekomforts, die Funktionalität und Ressourcenschonung bei Anlage und Bauwerken in den Mittelpunkt gerückt“, so der Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel Josef Brugger.

Die 96 Gondeln bieten ergonomisch geformte Einzelsitze mit Lederbezug, Sitzheizung und Lendenheizung. Fahrgeschwindigkeit beträgt von bis zu 7 m/sek. In die neue Fleckalmbahn wurden insgesamt 27,5 Millionen Euro investiert.

 

Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Im Frühjahr 2019 startete man in Hinterglemm mit den Bauarbeiten für die neue Gondelbahn 12er Kogel. Die moderne 10er-Kabinenbahn ersetzt die alte Zwölferkogelbahn in Hinterglemm, bringt die Gäste auf 1984 Meter Höhe und wird eine Beförderungskapazität von 3500 Personen/Stunde haben.

Im Dezember 2019 wurde die neue 12er KOGEL Bahn in Hinterglemm offiziell eröffnet.

 

Hochsölden

neue Lifte
© Ötztal Tourismus/Bergbahnen Sölden

In Hochsölden entstand zum Start der Wintersaison die neue Rotkoglbahn. Die  10-Gondelbahn von Doppelmayr ersetzt den alten Doppelsessellift aus dem Jahr 1986. Von der Talstation gelangen die Gäste auf gleicher Trasse in weniger als sechs Minuten zum Giggijoch. Die neue 10er-Gondel verfügt über 23 Kabinen und überzeugt mit einer Förderleistung von 1.330 Personen pro Stunde. Von der Talstation gelangen die Fahrgäste in weniger als sechs Minuten zum Giggijoch. Die bestehende Trasse von 1,2 km wird unverändert beibehalten. Die neue Bahn ist seit 22. November 2019 in Betrieb.

Hochsölden Rotkoglbahn – Bergfahrt:

 

 

Neue Lifte in der Zillertal Arena

In der Zillertal Arena stand die Welt im vergangenen Sommer natürlich auch nicht still. In dem großen und beliebten Skigebiet gibt es immer etwas zu tun. So wurde zur Saison 2019/2020 zum Beispiel die Bergstation der Rosenalmbahn in Zell am Ziller neu gebaut. Es entstanden komfortable Zu- und Abgänge, neue Stellplätze für die Pistengeräte, WC-Anlagen und ein Selbstversorgerraum für die Gäste. Ebenfalls neu: die 10er Kabinenbahn Stuanmandl in Gerlos. Sie wurde wieder von der Firma Doppelmayr erstellt.

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Stuanmandlbahn | ©Zillertal-Arena

Die Stuanmandlbahn wurde pünktlich zur Wintersaison 2019/2020 in Betrieb genommen und kann 2800 Personen/Stunde befördern. Natürlich verfügt die Bahn über eine Sitzheizung und ermöglicht eine schnelle, komfortable Beförderung auf den Isskogel. Last but not least wird in Gerlos im Bereich Fußalm ist mit der Umbrella Bar ein moderner Gastronomiebetrieb & Après Ski Bar Bereich entstanden sowie eine Pistengeräteservicegarage.

 

St. Anton am Arlberg

Neue Lifte entstanden auch im Skigebiet St. Anton. Einer der bekanntesten Lifte der Arlberger Bergbahnen, der 3er-Sessellift Schindlergrat, wurde zur Saison 2019/2020 erneuert. Es entstand eine neue, hochmoderne 10er Einseilumlaufbahn mit insgesamt 68 Gonden. Jede Gondel bietet bis zu 10 Personen Platz. Der Schindlergrat wurd im November 2019 offiziell fertiggestellt.

Lechtal – Jöchelspitze

Der alte 2er-Sesselbahn im Lechtal, der auf die Jöchelspitze bis auf 1800m Höhe führt, wurde schon seit Ende der Wintersaison abgebaut, im Juni 2019 schließlich kam die finale Bestätigung, dass die geplante neue 8 EUB-Gondelbahn auch gebaut werden darf. Rund 6,6 Millionen Euro investierten die Lechtaler Bergbahnen, die zu den Skiliften Warth gehören, in das neue Projekt. Am 17. Janaur 2020 fand die Eröffnungsfeier der neuen Jöchelspitzbahn statt.

 

Kaunertaler Gletscher

Erst im Juni 2019 lag der finale Baubescheid auf dem Tisch, seitdem wurde an der neuen Falginjochbahn gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Bahn einsatzbereit. Die neue Bahn am Kaunertaler Gletscher verläuft entlang der ehemaligen Schleppliftspuren der Weißseefernerlifte I + II. Die in die Jahre gekommenen Weißseeferner-Schlepplifte wurden mit Ende der Skisaison 2018/19 abgebaut, damit sie durch ein in Österreich einzigartiges Bahnmodell ersetzt werden konnte. Die Bahn startet direkt neben dem Parkplatz beim Gletscherrestaurant auf 2.750 m und endet am Falginjoch auf 3.113 m. Sie kommt auf dem gesamten 2.000 Meter langen Spannfeld zwischen Tal- und Bergstation mit lediglich zwei Stützen aus, zwischen den beiden Stützen liegen satte 1.500 m freies Spannfeld. Dadurch wird allein schon die Fahrt mit der Bahn zum Erlebnis. Seit Herbst 2019 schwebt man regelrecht über die Gletscherlandschaft hinweg.

 

Neue Lifte in den Skigebieten der Schweiz

 

Jungfrau Region

Als Teil des großen V-Bahn-Projekts in Grindelwald (Jungfrau Region) entstand in Grindelwald die neue Gondelbahn vom neuen Grindelwald Terminal (937 m.ü.M.) zum Männlichen auf 2225 Meter Höhe. Die alte Gondelbahn Grindelwald-Männlichen galt 1978 mit einer Gesamtstrecke von 6.2 Kilometern als weltweit längste Personen-Bergbahn. Nun wird sie bis Ende Dezember 2019 durch eine topmoderne 10er-Gondelbahn ersetzt. Mit 109 Gondeln verdoppelt sich die Beförderungskapazität auf 1800 Pers./Std., gleichzeitig verkürzt sich die Fahrtzeit von 30 auf 19 Minuten.

Seit dem 12. Dezember 2020 wurde dann auch die spektakuläre 3S-Gondelbahn „Eiger Express“ fertiggestellt. In nur 15 Minuten bringt sie Besucher vom Terminal Grindelwald zur Station Eigergletscher. Während der Fahrt in den Kabinen mit 26 Sitzplätzen kommt man der Eiger Nordwand sehr nah. Am Eigergletscher entstand eine Panoramahalle mit einem unvergleichlichen Ausblick auf die umliegenden Berge.

Der Grindelwald Terminal wurde übrigens mit 1000 Parkplätzen, acht Geschäften und sogar einer VIP-Lounge ausgestattet. Insgesamt hatte das Projekt ein Investitionsvolumen von sage und schreibe 470 Millionen CHF. (rund 433 Millionen Euro)

 

Engelberg Tiltis 3020

Ein spektakulärer Neubau entstand auf dem Titlis in Engelberg in den kommenden Jahren. 100 Millionen Schweizer Franken sind eingeplant, um den von den Star-Architekten Herzog & de Meuron entwickelten Masterplan „Tiltis 3020“ umzusetzen. Der bestehende Turm wird renoviert, die alte Bergstation soll durch einen Neubau mit Restaurant ersetzt werden. Der Umbau des Turms soll 2019 starten und 2020 beendet werden. Danach wird die neue Bergstation gebaut.

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Zukunftsorientiert – Der bestehende Turm wird renoviert, die alte Bergstation soll durch einen Neubau mit Restaurant ersetzt werden. | ©Titlis Engelberg

Dieser umfasst den Bau einer neuen Bergstation, eines Stollens, eines 50m hohen Turms sowie einer zweiten Bahn, die von der Mittelstation aus zunächst als Transportbahn dienen soll. Für sie wird westseitig von der bestehenden Bergstation eine neue, völlig unabhängige Station entstehen. Die Bahn soll später als dazu eingesetzt werden, um bei einem Ausfall der bestehenden Rotair-Gondelbahn oder einem Ereignis auf dem TITLIS die Gäste vom Berg zu bringen. Die Kapazitäten ab der Talstation Engelberg ist nicht erhöht.  Das Projekt in Engelberg läuft unter dem Namen TITLIS 3020, alle Informationen über die spektakulären Bauvorhaben bekommt ihr hier. „Titlis 3020“ heißt das Gesamtprojekt, weil die Bergstation in 3020 Metern Höhe steht.

Sesselbahn Engstlensee

Neben dem Titlis entstand in Engelberg im Sommer 2019 die Sesselbahn am Engstlensee – Jochpass. Ursprünglich sollte der Baustart bereits im Frühling 2018 stattfinden, er verzögerte sich jedoch und daher wurde die Eröffnung auf den Dezember 2019 verschoben. Die kuppelbare 6er Sesselbahn mit Schutzhauben und Sitzheizung transportiert bei einer maximalen Geschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde 2‘000 Personen pro Stunde. Die Bahn überwindet 260 Höhenmeter bei einer Länge vom 1‘250 Metern.

 

Aletsch Arena – Fiesch

In Fiesch am nördlichen Einstieg der Aletsch Arena entstand ein neuer Verkehrsknotenpunkt. Der Bau vereint einen neuen Bahnhof mit Zug- und Bus-Terminal und direktem Zugang zu den Gondeln hinauf auf die Fiescheralp. Die Aletsch Bahnen AG integrieren die Talstation der neuen 10er Gondelbahn zur Fiescheralp in das neue Verkehrszentrum. Einweihung der neuen Bahn und des ÖV-Hubs war am 07. Dezember 2019. Die 10er-Gondelbahn wurde von Doppelmayr gebaut (D-Line). 48 Kabinen, 13 Stützen, 1144 Meter Höhendifferenz, 1800 Pers/Std. Beförderungskapazität. Die Kosten für das gesamte Projekt lagen bei rund 45 Millionen Schweizer Franken. (rund 41 Millionen Euro)

 

Neue Lifte am Flumserberg

Im Winter 2019 wurde am Flumserberg eine moderne 8er-Gondelbahn von der einheimischen Bartholet Maschinenbau AG auf den Maschgenkamm gebaut. Das ehemalige Restaurant Kabinenbahn bei der Talstation Tannenboden wurde erneuert und eine neue Bar integriert. Daneben wurde eine Garagierungshalle für die Kabinen sowie eine Tiefgarage für die Betriebsfahrzeuge und eine Werkstatt mit Abstellplätzen für die Pistenbullys gebaut. Gut 2400 Personen pro Stunde können mit der neuen Bahn transportiert werden. Bis zu 105 der neuen 8er-Gondeln können zur gleichen Zeit ihre Runden drehen. Etwa 20 neue Masten wurden für die neue Gondelbahn installiert. Die Fahrzeit auf den Maschgenkamm bei Höchstgeschwindigkeit von 6 m/s beträgt 11 Minuten.

 

Savognin

Im Frühjahr 2019 wurde mit dem Bau der neuen Gondelbahn Savognin – Tigignas begonnen. Die neue Gondelbahn ersetzt den alten 4er-Sessel, der seit 1987 in Betrieb war. Die Gondel überwindet einen Höhenunterschied von 423 Metern und dient als Einstieg in das Ski- und Wandergebiet Savognin. Die neue 10er Gondelbahn bietet wesentliche Vorteile wie beispielsweise komfortableren Transport für Gäste (auch bei Schlechtwetter), einfacheren Transport von diversen Sportgeräten, sowie auch höhere Sicherheit für Kinder.

Mit 37 Kabinen werden im Erstausbau 2.000 Personen pro Stunde befördert. In einem möglichen Endausbau ist eine Förderleistung von 2.600 Personen pro Stunde erreichbar. Gleichzeitig mit dem Neubau der Bahn erfolgen auch kleinere Anpassungen in Tigignas, um diesen Bereich noch optimaler für Gäste auszurichten. Die Projektkosten für die neue Bahn belaufen sich auf etwa 10.5 Mio. CHF. (rund 9,5 Millionen Euro)

 

Neue Lifte in den Skigebieten Deutschlands

Wenig neue Lifte gibt es tatsächlich für die Saison 2021/2022 aus Deutschlands Skigebieten zu berichten. Am Jenner ist die neue Jennerbahn nun auch bis zur Gipfelstation in Betrieb, sie transportiert seit dem Winter 2019 erstmals auch Skifahrer bis auf 1800 Meter Höhe. In Brauneck entstand die neue Schrödelsteinbahn. Sie ersetzt die alte Finstermünzbahn, eine Doppelsesselanlage aus dem Jahre 1976, durch eine moderne 6er-Sesselbahn. Die neue Bahn stammt vom Seilbahnherstellers LEITNER ropeways mit Wetterschutzhauben, beheizten Sitzen, automatischer Verriegelung und höhenverstellbarem Förderband für den sicheren und komfortablen Einstieg von Kindern . Die neue Schrödelsteinbahn wird in der Stunde 2.400 Personen befördern und damit die Anstehzeiten im „Nadelöhr“ zwischen Bayern- und Florihang deutlich verkürzen. Auch die technische Beschneiung wurde auf den Abfahrten im Finstermünzkessel erweitert. Das Wasser dafür kommt aus dem 2012 erbauten Speichersee am Garland.

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