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Sterben Wintersport und Skitourismus in Deutschland aus?

23. März 2016 | Sebastian Lindemeyer | Skiinfo

News Regionen: Erzgebirge

Skigebiete in diesem Artikel: Fellhorn - Kanzelwand, Garmisch Classic-Skigebiet, Zugspitze

Technische Beschneiung - ©Dolomiti Superski

Technische Beschneiung

Copyright: Dolomiti Superski

> Skigebiete in Deutschland müssen sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen

> Verschiedene Studien geben unterschiedliche Empfehlungen für kurz- und langfristige Ausrichtungen der Skiregionen

> Wir fragten Tourismusregionen und Bergbahnen nach ihren Erfahrungen mit der Erderwärmung, Zukunftsstrategien und den Wintertourismus

 

Vor einigen Wochen erklärte die Bundesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, dass sich die Zahl der schneesicheren Skigebiete in Deutschland in Zukunft stark verkleinern wird, wenn die Erwärmung der Mitteltemperatur fortschreitet.

So werde sich die Zahl der schneesicheren Skigebiete in den bayerischen Alpen von 27 auf nur 5 verringern, wenn es 2 Grad wärmer wird. Verschiedene Aussagen der Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen sowie im Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel aus dem Jahr 2015 weisen darauf hin, dass man in Berlin skeptisch ist, wenn es um den Skitourismus in Deutschland geht. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Klimawandel deutlichen Einfluss auf die Zukunft des Skitourismus in den deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen nehmen wird“, ist dort zu lesen.

Doch wie sieht die Zukunft des Skisports in Deutschland tatsächlich aus? Haben die Tourismusverantwortlichen aus den Wintersportregionen und die Betreiber der Bergbahnen die gleiche Meinung wie die Bundesregierung? Und wie reagieren sie in Bezug auf ihr Angebot auf den möglichen Klimawandel und fehlenden Naturschnee?

Wir haben bei zahlreichen Skigebieten und Regionen nachgefragt - und ein paar vereinzelte Antworten bekommen. Leider wurden bei Weitem nicht alle Anfragen aus der Skiinfo-Redaktion beantwortet. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Immerhin: Matthias Stauch (Kaufmännischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, Garmisch-Partenkirchen) meldete sich ebenso zurück wie der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V., Jörn Homburg von der Fellhornbahn und Doreen Burgold vom Tourismusverband Erzgebirge e.V..

 

Weniger Schnee in Deutschland durch Klimaerwärmung?

Dass es auf der Erde und auch in Deutschland in den letzten Jahrzehnten eine Erwärmung gab, darüber braucht man nicht zu streiten. Das Bundesumweltamt gibt in der Grafik „Jährliche mittlere Tagesmitteltemperatur in Deutschland 1881 bis 2014“ an, dass das Jahresmittel in den letzten 130 Jahren um 1,3°C gestiegen ist. In Deutschland waren die 14 ersten Jahre des 21. Jahrhunderts die wärmsten seit dem Beginn der Aufzeichnungen. Das ist alarmierend.

Aber das Bundesumweltamt bestätigt: „Dieser Trend lässt sich für die einzelnen Jahreszeiten nachweisen, für Frühling und Sommer stärker, für den Winter schwächer und nicht statistisch signifikant.“ Im Winter merkt man die Erderwärmung in Deutschland also nicht so stark wie im Frühling oder Sommer. In den Ostalpen stellte man in den letzten 20 Jahren auf den Gipfeln der Berge gar keine Erwärmung fest, die Temperaturen blieben im Mittel konstant. Allerdings hat die Jahres-Erwärmung große Auswirkungen auf die wenigen Gletscher auf deutschem Boden: So hat die Gletscherfläche laut einer Studie des Alpenvereins seit 1989/90 um 48 Prozent abgenommen. Der Flächenschwund variiere dabei von 28 Prozent am Nördlichen Schneeferner bis 86 Prozent am Watzmanngletscher.

Wenn man die von uns befragten Verantwortlichen aus dem Skitourismus auf die Entwicklung der Schneefallmengen und die Schneesicherheit anspricht, bekommt man die eindeutige Antwort, dass keine eindeutige Entwicklung festzustellen ist. „Unsere Erfahrungswerte haben gezeigt, dass es schon immer Schwankungen hinsichtlich der Schneesicherheit und Schneehöhen im Erzgebirge gegeben hat“, so Doreen Burgold vom Tourismusverband Erzgebirge. Matthias Stauch, Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, ergänzt: „In den letzten zehn Jahren gab es immer wieder Winter, in denen wir auf der Zugspitze bereits Ende Oktober in den Skibetrieb starten konnten, aber auch Winter, in denen es erst Mitte Dezember genügend Schnee hatte, um die Skilifte in Betrieb zu nehmen.“ Alles also halb so wild?

 

Studien zur Beschneiung mit abweichenden Resultaten

Ob und in welchem Maße sich die Klimaerwärmung auf die Schneemenge auswirkt, ist regional sehr unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Forschung zur „Beschneiungsklimatologie in Skigebieten“ des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung (IGF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Frau PD Dr. Andrea Fischer. In dieser aktuellen Studie aus dem Jahr 2015 wurden die an den Stationen des Deutschen Wetterdienstes gemessenen Werte von Lufttemperatur und -feuchtigkeit analysiert und die Veränderung der meteorologischen Rahmenbedingung für die Beschneiung in den letzten Jahrzehnten untersucht. Die Studie belegt deutlich die Variabilität des Wetters: Dauer und Höhe der natürlichen Schneedecke sind sowohl regional als auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. Die Auswertung der meteorologischen Aufzeichnungen der letzten Jahrzehnte ergibt nur geringe Auswirkungen des bisherigen Klimawandels auf Schnee und Schneeproduktion deutscher Skigebiete. „Seit 1990 ist im Alpenraum kein einheitlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen im Winter feststellbar“, zitiert der Verband Deutscher Seilbahnen die Studie.

Etwas anders sieht die Einschätzung der Lage in der Beschneiungsstudie von Dr. Steiger aus dem Jahr 2013 aus, die er mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Alpenvereins durchführte. Hiernach sieht die Zukunft für den Skitourismus in den bayerischen Alpen „düster“ aus. Es wurde untersucht, wie sich die Schneesicherheit der Skigebiete bei unterschiedlichen Erwärmungsmodellen entwickelt.  Allerdings unter Annahme vieler Paramater und unter der Voraussetzung, dass ein Skigebiet nur „schneesicher in mittlerer Höhe“ (mittlere Höhe = 50% der Pistenflächen sind höher und 50% niedriger) ist, wenn es die 100-Tage-Regel (100 Betriebstage als betriebswirtschaftliche Grenze für einen rentablen Betrieb, in 7 von 10 Wintern zu erfüllen) und die Weihnachtsregel (Betrieb auf der mittleren Höhe an allen 14 Ferientagen in 7 von 10 Wintern) erfüllt. Steiger zieht am Ende mehrere Schlussfolgerungen.

So könne die Beschneiung langfristig gesehen in kaum einem bayerischen Skigebiet eine Versicherung gegen den Klimawandel darstellen kann. Nach den getroffenen Modellannahmen könnte die klimatische Grenze der Beschneiung in diesen Skigebieten schon in ein bis zwei Jahrzehnten erreicht sein, so Steiger. Doch auch Steiger hat erkannt, dass die lokalen klimatischen Verhältnisse sowie die Struktur des Skigebiets bei der Beschneiung und deren Wirkung eine entscheidende Rolle spielen. Klar sei hingegen, dass die klimatische Erwärmung den erforderlichen Beschneiungsbedarf ansteigen lassen wird. So müssten bayerische Skigebiete heute, wenn alle Skigebiete 100 % ihrer Fläche beschneien würden, im Durchschnitt 60 cm Schnee pro Saison produzieren. Die durchschnittliche Schneemenge steigt im Vergleich zu heute bei +1°C um 28 % an (von 60 auf 77 cm), bei +2°C um 74 % (105 cm), bei +3°C um 131 % (140 cm) und bei +4°C um 168 % (185 cm). Die Beschneiung sei nach Steiger als Übergangslösung zu betrachten, welche einen zeitlichen Spielraum verschafft, das touristische Angebot in den nächsten Jahrzehnten umzustellen – weg vom rein schneebasierten Angebot hin zu einem breiteren schneeunabhängigen Angebot. Und er sagt klar: "Investitionen in die Beschneiung ohne Schaffung von alternativen Angeboten in den nächsten ein, zwei Jahrzehnten könnten sich als fatale Fehlinvestitionen herausstellen, welche viel Kapital binden, das im Sinne einer nachhaltigen Zukunftssicherung eingesetzt werden müsste."

 

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Unterschiedliche klimatischen Voraussetzungen in den Skiregionen Deutschlands

Steiger geht also davon aus, dass die meisten bayerischen Skigebiete bei Erwärmungen von 1-4 °C nicht nur wirtschaftlich an ihre Grenzen stoßen, sondern auch große Mengen natürlicher Ressourcen verbrauchen müssen, um zumindest einen Teilskibetrieb aufrecht erhalten zu können. „Selbst wenn eine Technologie existieren wird, die eine temperaturunabhängige, flächige Beschneiung ermöglicht, so erscheint es aus heutiger Sicht aus ökonomischer sowie ökologischer Sicht nicht tragbar.“  

Matthias Stauch von der Zugspitzbahn ist Skiinfo gegenüber etwas positiver, er verweist auf die regionalen Klimaverhältnisse: „Der Großteil der aktuellen Klimastudien konzentriert sich in der Regel auf globale Zusammenhänge. Dabei wird oftmals keine Rücksicht auf regionale Mikroklimata genommen. Aber gerade diese regionale Betrachtung ist für die Unternehmensstrategie der Bayerischen Zugspitzbahn entscheidend. Aus diesem Grund befassen wir uns mit einer großen Anzahl von verschiedenen Klimamodellen und lassen diese in unsere Planungen einfließen. Trotz intensivster Forschungsarbeit auf diesem Sektor gibt es derzeit keine wissenschaftlich belastbaren Aussagen wie sich die Temperatur im Werdenfelser Land konkret verändert.“

Obwohl Stauch darauf verweist, dass sich die Temperatur nicht verändere, steht für ihn fest, dass sich die Zugspitzbahn in Zukunft mit einem „breiten Angebot aufstellen, klimatische Entwicklungen beobachten und frühzeitig auf veränderte Bedingungen reagieren“ muss. „Dazu gehört für uns zum Beispiel auch, eine stetige Optimierung und Weiterentwicklung unserer technischen Beschneiung. Dies hilft uns gerade was die Schneizeiten und den Energieverbrauch betreffen noch effizienter zu werden.“

Deutliche Kritik an der Forschung von Dr. Steiger, die die Beschneiung in Deutschland zwar grundsätzlich nicht als sinnlos abtut, aber langfristig als nicht empfehlenswert erachtet, übt der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V.: „Im Unterschied zur Studie von Dr. Steiger berücksichtigt die Studie von Dr. Fischer wesentlich mehr Parameter, z.B. Luftfeuchtigkeit, Inversionswetterlagen, eine Unterscheidung zwischen Tages- und Nachttemperaturen in den Wintermonaten und nicht des ganzen Jahres. Alles Faktoren, die für die Beschneiung relevanter sind als Tages-Durchschnittstemperaturen. Sie setzte diese exakten Messwerte mit der Bandbreite der Klimamodelle der nächsten Jahrzehnte ins Verhältnis. Ergebnis: Unter der Annahme, dass drei Tage für eine Grundbeschneiung ausreichend sind, ist bei einer Temperaturerhöhung um 1,8 Grad an den meisten Stationen, selbst bis 2050, die Grundbeschneiung vor Weihnachten möglich.“

 

Bundesregierung empfiehlt Neuausrichtung

Ob die Bundesregierung, die sich in ihren Ausführungen vor allem auf die Studie von Dr. Steiger und eine OECD-Studie von 2007 bezieht, die unterschiedliche Auffassung in den Forschungsarbeiten kennt, ist nicht klar. Sie kommt auf jeden Fall zu dem Schluss, dass es ohne Anpassung an die veränderten Bedingungen zu einem Rückgang von Beschäftigung und Wertschöpfung kommen könnte. „Die Effekte hängen stark davon ab, inwieweit Unternehmen oder Urlaubsziele ihre wirtschaftliche Abhängigkeit vom Skitourismus durch alternative Angebote, etwa Wander- oder Gesundheitstourismus, verringern könnten.“

Das sieht man auch im Tourismusverband Erzgebirge so, sagt Doreen Burgold und ist dabei optimistisch, dass man den Wintertourismus durch eine Anpassung des Angebotes erhalten kann: „Nach Aussagen der aktuellsten Studie  (Anm.: „DTV/Quelle Reiseanalyse 2016“) sind die Gründe für einen Urlaub in den Wintermonaten nicht ausschließlich auf die Ausübung des Wintersports beschränkt. Viele Gäste möchten der Hektik und dem Alltag eine Pause gönnen, ländliche Gemütlichkeit und Landschaft erleben und genießen oder sie nehmen traditionelle Feste als Reiseanlass. Das Erzgebirge hält eine enorme Vielfalt an Freizeiteinrichtungen in der gesamten Region vor, die es zu entdecken gilt: zum Beispiel Thermen, Freizeitbäder, Bahnen, Schaubergwerke, Museen, Burgen und Schlösser. Dies wissen unsere Gäste zu schätzen und verbringen eventuell nicht einen kompletten Tag auf der Piste, sondern nutzen die Vielfalt der Freizeit- und Veranstaltungsangebote in der Region. Es wird weiterhin enorm wichtig sein, diese vielfältigen Freizeitangebote zu vernetzen.“ Burgold weiß allerdings, dass eine solche Umorientierung im Tourismusangebot auch nötig wird: „Bei jenen Gästen, die  in Ihrem Urlaub klassischen Wintersport treiben möchten, besteht natürlich die Gefahr,  dass sie in der Reiseplanung eher auf schneesicherere Regionen ausweichen.“

Dass man mit alternativen Angeboten im Winter die Gästezahlen in den deutschen Skiregionen in den kommenden Jahren halten kann, bezweifelt man im Verband Deutscher Seilbahnen. Gegenüber Skiinfo erklärt man: „Die Menschen lieben und wollen den Wintersport. In dieser Dimension gibt es keine wirtschaftlich annähernd gleichwertige Alternative für die Regionen. Und zu den Seilbahnen! Sie sichern und schaffen Arbeitsplätze und stärken ganz entscheidend den ländlichen Raum. Schließlich werden ihre Arbeitsplätze nicht ins Ausland verlagert, sie vermindern den Strom der Pendler in industriell dichter besiedelte Gebiete und verringern damit auch die Umweltbelastung.“


VDS: Keine Alternativen zum Schneesport

Einen Umstieg auf schneelose Alternativen sieht man derzeit noch nicht als Option: „Der Großteil der Ausgaben der Seilbahnnutzer entfällt nicht auf das Seilbahn-Ticket, sondern wird für andere Leistungen wie Unterkunft und Verpflegung getätigt. Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn schafft und sichert insgesamt 5,1 Arbeitsplätze. In Regionen, die stark vom Skitourismus geprägt sind, ist der Multiplikator noch deutlich höher. Schneelose Alternativen stellen derzeit nur Nischenprodukte dar, die keine Lebensgrundlage für Regionen bieten.“

Es gibt in den deutschen Skiregionen also unterschiedliche Ansätze, wie man mit der Gefahr der abklingenden Schneesicherheit umgeht. Während man im Erzgebirge auf Angebotsanpassung – und erweiterung, Langsamkeit, Gemütlichkeit und Genuss setzt, wird man zum Beispiel an der Zugspitze „den Fokus in den nächsten zehn Jahren auf die Instandhaltung und Modernisierung der bestehenden Anlagen sowie die Ertüchtigung von vorhandenen Schneeerzeugern unter Berücksichtigung der neuesten technischen Entwicklungen legen“, so Matthias Stauch. „Der Wintersport wird bei uns nach wie vor einen hohen Stellenwert haben – gerade für Gäste aus der Metropolregion München. Wir werden unser Angebot deshalb weiter ausbauen. Hinzu kommt, dass Garmisch-Partenkirchen aufgrund seines breit gefächerten Angebots in puncto Shoppingmöglichkeiten, kulturellen Veranstaltungen und der Vielfalt an gastronomischen Betrieben bereits sehr attraktiv für viele Gäste ist.“

Am Fellhorn erkennt man bereits den Trend, dass die Gäste ihre Buchungsentscheidung kurzfristiger treffen und kürzere Aufenthalte die Regel werden. „Komfort und Service sind für die Gäste enorm wichtig. Das betrifft Schneesicherheit, Pistenqualität, moderne Anlagen, attraktive Zusatzangebote, aber vor allem auch Hotellerie“, so Jörn Homburg aus Oberstdorf.

 

Klimawandel und Skitourismus in Deutschland ist ein komplexes Thema

Wie man an der Länge dieses Beitrags und an den wissenschaftlichen Aussagen der unterschiedlichen Studien erkennt, ist das Thema Klimawandel und Skisport in Deutschland weitreichend, komplex und kontrovers. Man erkennt aber auch, dass man sich in den Skiregionen viele Gedanken über die Zukunft des Wintersports macht. Es ist kaum möglich, eine einheitliche Empfehlung für die Angebotsstruktur und Investitionen deutscher Bergbahnen auszusprechen – zu unterschiedlich sind die regionalen Voraussetzungen.

Die gute Nachricht ist, dass die Skigebietsbetreiber sehr stark für das Thema Schneesicherheit sensibilisiert sind und zukünftige Investitionen, zum Beispiel in Lift- oder Beschneiungsanlagen, von vielen Seiten hinterfragt werden. Hier gehen der DAV und andere Naturschutzbunde voran. Auf der anderen Seite können sich die Bergbahnen darauf stützen, dass eine professionelle Beschneiung als Grundlage für wirtschaftlichen Skibetrieb in den nächsten Jahren voraussichtlich eine ausreichende Menge an Skitagen zulassen wird - zumindest so lange, bis die Erderwärmung in Deutschlands Wintern eine kritische Größe erreicht.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Erderwärmungsmodelle auf das Klima in Deutschland auswirken werden. Die späten und relativ schwachen Wintereinbrüche in den Winter 14/15 und 15/16 könnten ein Vorgeschmack auf die Herausforderungen im nächsten Jahrzehnt sein. Der Winter 16/17 könnte aber auch ein eiskalter Jahrhundertwinter mit großen Schneemengen werden – wer weiß das schon mit Sicherheit?

 

Weitere Informationen zum Thema:

. Studie "Auswirkungen des Klimawandels auf Skigebiete im bayerischen Alpenraum" (R. Steiger, Stötter, Veulliet. 2013; i.A. vom DAV

- Aigner: Fünf Thesen zur Zukunft des Alpinen Skisports

- Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Markus Tressel, Annalena Baerbock, Bärbel Höhn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - "Folgen des Klimawandels für den Wintertourismus in deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen" (02/2016)

- Umweltbundesamt: Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe Anpassungsstrategie der Bundesregierung

- Umweltbundesamt: Informationsseite zum Klimawandel

 

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