Hier bekommen Sie von mir ein paar seit vielen Jahren in meiner Familie bewährten Hinweise, damit der Skiurlaub für Sie und ihr Kind etwas einfacher wird.

1.Reden Sie positiv übers Skifahren, schon lange bevor Sie losfahren. Machen Sie es aufregend und nehmen Sie Ihr Kind schon vorher mit hinaus in den Schnee, mit einem Schlitten oder einem Rodelteller, damit es das Gefühl fürs Rutschen bekommt. Lassen Sie es glauben, das sei das Größte überhaupt und schaffen Sie Selbstvertrauen. Wir lassen unsere Jungs im verschneiten Garten herumstiefeln und mit Skiern auf dem kleinen Trampolin springen. Es macht keinen Sinn, Ihr Kind beim ersten Skitag das erste Mal in die engen Stiefel zu quetschen.

2. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, wenn es nicht gleich von Beginn an begeistert ist. Es gibt noch andere Tage. Besorgen Sie sich einen Babysitter oder geben Sie es in ein Kinderprogramm, das Ihr Hotel sicherlich anbietet. Bedenken Sie, dass Ihr kleines Kind die Skier als etwas ansieht, was es am Laufen hindert; besonders dann, wenn es gerade herausgefunden hat, dass es die Beine unabhängig voneinander bewegen kann.

3. Geben Sie Geld aus für ein paar Unterrichtsstunden. Ihr gesunder Menschenverstand wird es Ihnen danken und Ihr Kind wird sehr viel mehr Spaß haben, wenn Sie es dann mit auf die Piste nehmen. Kinder lernen einfach schneller und besser in einer Gruppe Gleichaltriger. Außerdem sind dann nicht ständig Mama und Papa dabei, die dauernd ihre Kommentare abgeben.

4. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind warm genug angezogen ist. Der kleine Körper verliert viel schneller Wärme als Ihrer und muss besser isoliert und geschützt sein. Wasserdichte Anoraks sind eine gute Idee (und ein Rucksack für Sie), weil die Kleinen tagsüber ständig etwas an- oder ausziehen. Sie werden zum Ski-Kleiderschrank.

5. Helme sind unbedingt notwendig. Und Helme sind nicht etwas, in das die Kinder hineinwachsen. Achten Sie auf gute Passform und vergessen Sie die Skibrille nicht. Wenn Sie die Ausrüstung nicht kaufen wollen oder können, mieten Sie die passenden Sachen. Ihr Kind wird einen enormen Nachteil haben, wenn Sie ihm Ihre alten Ski verpassen, mit denen Sie selbst gelernt haben. Die neue Technologie macht das Kurvenfahren sehr viel einfacher. Und vergessen Sie die Sonnencreme nicht.

6. Haben Sie keine Bedenken, zwischendurch einen Schneemann zu bauen oder einen Engel in den Schnee zu zeichnen, wenn Ihr Kind müde wird. Sie werden überrascht sein, wie gut ein wenig Herumtollen im Schnee der Seele tut. Achten Sie nur genau darauf, dass Sie sich dafür einen sicheren Platz aussuchen.

7. Suchen Sie im Web nach spielerischen Lernideen und beobachten Sie die Skilehrer beim Unterricht. Es gibt eine ganze Menge nützlicher Informationen, damit Ihr Kind Spaß am Lernen hat. Kinder realisieren nicht, dass sie lernen, wenn sie „rotes Ampel, grüne Ampel" oder Flugzeug mit jeder Menge Lärm spielen. Freuen Sie sich über die Zeit, die Sie mit Ihrem Kind verbringen.

8. Machen Sie sich ein genaues Bild vom Skigebiet, bevor Sie Ihr Kind in ein Gelände mitnehmen, das seine Fähigkeiten übersteigt. Glauben Sie nicht, nur weil es im einen Gebiet einen Steilhang gut hinunter gekommen ist, dass das auch woanders immer so ist.

Wenn sich Ihr Kind in einer unsicheren oder gar gefährlichen Situation befindet, kann ihm das den Spaß für ein ganzes Leben verderben. Es ist lediglich eine schlechte Erfahrung nötig, damit Skifahren als „kein Spaß" eingeordnet wird; ganz abgesehen davon, dass Sie eine überflüssige Arztrechnung zahlen müssen. Sie sollten mit Ihrer Familie einen Treffpunkt vereinbaren, falls jemand verloren gehen sollte. Die Talstation des größten Liftes ist immer eine sichere Sache. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind keine Probleme hat, bei Schwierigkeiten mit einem Skilehrer oder der Pistenwacht zu reden. Zeigen Sie ihm solche Leute, damit ihm klar ist, was Sie für eine Uniform tragen. Und stecken Sie Ihre Visitenkarte oder einen Zettel mit Ihrer Handynummer in eine Anoraktasche.

9. Am wichtigsten jedoch ist, und das kann man gar nicht oft genug sagen, dass Sie Spaß haben. Hören Sie mit dem Unterricht sofort auf, wenn Ihr Kind müde wird, die Lust verliert oder nicht mehr zuhört. Es merkt schließlich sofort, wenn Sie ärgerlich werden und das nützt niemandem.

10. Geben Sie Ihr Kind in die Skischule, wenn Sie selbst kein guter Skiläufer sind, nicht rückwärts fahren können oder Probleme haben, Ihr Kind zwischen die Beine zu nehmen. Dafür sind Profis da. Das Lächeln auf dem Kindergesicht ist das beste Mittel für Ihre eigene gute Laune und für die Sicherheit der Kleinen.

Skifahren ist ein Sport für die ganze Familie und kann ein Leben lang für fröhliche Erinnerungen sorgen. Vielleicht führen sie dann die Tradition fort und gehen mit ihren eigen Kindern zum Skilaufen. Also nichts wie raus in die Natur, an die frische Luft und rein ins Abenteuer.